Cecilia Bartoli: Sehnsucht nach dem Pathos
Cecilia Bartoli als Norma während der französischen Résistance: eine vor allem szenisch intensive, mit Ovationen bedachte Leistung.
Minkowski dirigierte erstmals die Philharmoniker
Der Franzose sorgte für Dramatik und Verve mit kleinen Unschärfen bei Haydn und Beethoven im Konzerthaus.
Harnoncourt, Beethoven und der Befehlsnotstand
Der Dirigent und sein Concentus Musicus zeigten im Musikverein was passiert, wenn man einen Komponisten ernst nimmt.
"Der Wildschütz": Possierliches Spielopernspiel
Lortzings „Wildschütz“ in der Volksoper: Musikalisch überzeugend, mit Lars Woldt als hervorragendem Baculus.
Klangmuskelspiel mit den Wiener Philharmonikern
Dirigent Michael Tilson Thomas erlag der Versuchung, die philharmonische Klangpracht über Gebühr auszukosten.
Musikverein: Mephisto hat es einfach leichter
Tugan Sokhiev und sein Toulouser Orchester lieferten eine rundum überzeugende Deutung von Berlioz' „Fausts Verdammnis“.
Karg: Liedgesang heißt Geschichten erzählen
Die Sopranistin begeistert im Konzerthaus. Durchwachsen hingegen der Liederabend von Valentina Naforniţa im Musikverein.
Konzerthaus: Friedenspfeife aus dem Barock
Konzerthaus. Mit Rameaus „Les Indes galantes“ nahmen die „Resonanzen“ ihr Publikum ein letztes Mal auf musikalische Weltreise mit.
Musikverein: Georges Prêtres Überraschungen
Der Doyen führt die Philharmoniker auf Reisen – und demonstriert am Sonntag im Musikverein, wie scheinbar Altvertrautes enthusiasmieren kann.
Fruchtbarer Frust
Bratschist Thomas Riebl ließ sich eine fünfsaitige Tenor-Bratsche bauen, um endlich Schuberts Arpeggione-Sonate adäquat aufführen zu können. Das Ergebnis kann sich hören lassen.
Staatsoper: Wenige Meistersinger in Nürnberg
Wagners Werk wurde szenisch detailreich aufgefrischt, konnte aber musikalisch nicht überzeugen. Zu unausgeglichen ist die Besetzung.
Schostakowitsch und Weinberg als Rarität
Zweimal die Sechste: Fedosejew und die Wiener Symphoniker stellten im Konzerthaus zwei befreundete Zeitgenossen einander gegenüber.
Volles Risiko für Beethoven, Strauss und Ravel
Musikverein: Die Wiener Symphoniker unter ihrem Ehrendirigenten Georges Prêtre spielten Beethovens Vierte.
Dies illa: Fröhlicher Weltuntergang
Neue Oper Wien: György Ligetis humoristisch-ironische Endzeitoper "Le Grand Macabre": szenisch etwas unklar, musikalisch von großer Schlagkraft.
Jugendlich-ungestümer Brahms in Grafenegg
Ausschließlich Brahms brachte Rotterdam Philharmonic mitund begleitete Rudolf Buchbinder beim 2. Klavierkonzert.
Mahler als glänzendes Orchester-Puzzle
Das Concertgebouworkest fügte in Salzburg Mahlers Erste aus liebevoll modellierten Details zusammen.
Salzburg: Glänzende Wien-Hommage
Das Gustav-Mahler-Jugendorchester mit Frank Peter Zimmermann als Solisten. Zwei der Werke waren dem Thema Wiener Walzer verpflichtet.
Salzburg Contemporary: Viel Gebläse
Heinz Holliger leitete durch Berg und Mozart, dazwischen gab es ein wenig neuere Musik.
Mariss Jansons und die Zärtlichkeit der Dampfwalze
Der lettische Dirigent stellte am Pult der Wiener Philharmoniker mit Brahms und Richard Strauss sein Können unter Beweis.
Salzburger Festspiele: Eine "Zauberflöten"-Zeitreise
Die Salzburger Festspiele zeigen "Das Labyrinth – der Zauberflöte zweyten Theil", ein Stück von Ur-Papageno Emanuel Schikaneder.
Ravenna-Festival: Wandlungen vor dem Kreuz
Mit "Nobilissima Visione" und dem einst skandalträchtigen "Sancta Susanna" frönte Muti seinem Faible für Hindemith.
Diese Madame Pompadour hat zu wenig Allüren
Die Volksoper spielt Leo Falls Operette über die Mätresse Ludwigs XV.: Trotz etlicher Probleme ein sympathischer Abend.
"Giulio Cesare": Wettgesang um die Kleopatra
Bei Cecilia Bartolis Salzburger Pfingstfestspielen gerät Händels "Giulio Cesare" szenisch aus dem Ruder, wird aber zum Sängerfest.
Steude-Quartett: Kammermusik regt auf
Operndirektor, Generalmusikdirektor und Philharmoniker-Vorstand jubeln im Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins.
Ein Gustostück von Händel für Feinschmecker
Alan Curtis und die Musiker von Il Complesso Barocco erweckten "Ariodante" für einen Abend zu wohltemperiertem Leben..
Garanča: Reinste Freude über einen fürstlichen Mezzo
Mit einer Minitournee durch Österreich kehrt Elīna Garanča nach der Babypause als Liedsängerin auf das Konzertpodium zurück - und wurde bejubelt.
Minkowski zwingt Schubert vor die Linse
Live eingespielter Symphonienzyklus im Wiener Konzerthaus: Der Auftakt der Konzertreihe brachte wenig Fesselndes.
Eine katzenhaft geschmeidige Carmen an der Staatsoper
Jubel für Elena Maximova als Carmen, Maija Kovalevska als Micaëla und für die Rückkehr von Carlos Álvarez als Escamillo.
Christian Vásquez: Musikfreude mit System
ORF-Orchester und Christian Vásquez im Konzerthaus auf temperamentvoller Fahrt. Es wurde ein heiter-wunschkonzertiger Abend.
Rolando Villazón muss auf Clownerie statt Stimme setzen
Staatsoper: Ein trauriger Auftritt des Startenors im "Liebestrank". Rund um ihn ein braves, aber weitgehend mittelmäßiges Ensemble.
Filmstarts der WocheMysteriöse Millionäre, Tanzende Teufel




