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Martha Argerich: Spritziger Ravel und eloquentes Mozart-Spiel

02.08.2012 | 17:09 |  Von Wilhelm Sinkovicz (Die Presse - Schaufenster)

Alljährlich bittet die große argentinische Pianistin zum Kammermusikfest nach Lugano.

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Alljährlich bittet die große argentinische Pianistin zum Kammermusikfest nach Lugano. Seit einiger Zeit erscheinen Tondokumente von den oft spontan programmierten Zusammenkünften auf CD. Die Saison 2011 präsentiert sich mit dem gewohnt breiten Repertoire, und Verehrer der Argerich kommen voll auf ihre Rechnung, denn die Künstlerin ist vom eloquenten Mozart-Spiel bis zu einer spritzigen Wiedergabe von Ravels G-Dur-Konzert in allen erdenklichen musikalischen Rollen zu erleben. Wie sie im Verein mit Cristina Marton die harmonischen Abenteuer in Mozarts vierhändiger F-Dur-Sonate KV 497 auskostet, ist schon hörenswert, erst recht, wie sie mit Lilia Zilberstein im Sturmwind Franz Liszts selten gespieltes Concerto pathetique durchmisst. So manche Diskografie wird da bereichert – nicht nur um Aufnahmen der beliebten Pianistin, sondern auch um kaum je Gespieltes wie etwa das durchaus originelle, dunkel-glühend romantische Quintett in g-Moll des polnischen Dvořák-Zeitgenossen Juliusz Zarębski.

Martha Argerich: Festival Lugano 2011 (EMI 6447012)

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