Elīna Garanča. Im März 2012 hat die lettische Mezzosopranistin ihre jüngste Arien-CD eingespielt. Die Stimme strömt, so scheint es, schöner als je zuvor, makellos und auch bei ruhiger, belkantesker Linienführung voll Ausdruck und inniger Leidenschaft. Mehrheitlich französisch wird diesmal gesungen, wobei auch Tschaikowskys „Jungfrau von Orléans“ in gewisser Hinsicht der französischen Operntradition zugeordnet werden kann, der Figuren wie Saint-Saëns' „Dalila“, die „Sapho“ und die „Königin von Saba“ Gounods entsprungen sind. Hinreißend schön klingt die Stimme der Garanča in Margarethes Arie aus Berlioz' „Fausts Verdammnis“. Die große Tragödin hört man in Donizettis „Favorite“. Einziger Wermutstropfen dieses „Romantique“ genannten Albums ist die gar nicht romantische, eher ungelenk-bemühte Begleitung durch das Orchester des Bologneser Teatro Comunale unter Yves Abel. Der raffinierten Vokalgestaltung könnte vergleichbar sensitive Instrumental-Entsprechung geboten werden. Da muss man wohl auf kommende Liveauftritte in großen Opernhäusern warten . . .
Elīna Garanča: „Romantique“ DG 479 0071
Elīna Garanča: Romantische Stimme, große Tragödin
23.08.2012 | 16:26 | Von Wilhelm Sinkovicz (Die Presse - Schaufenster)
Im März 2012 hat die lettische Mezzosopranistin ihre jüngste Arien-CD eingespielt.
''The Great Gatsby''Vom Scheitern eines Spektakels
Inge Morath''Menschen'' in der Galerie Leica
Ballett im BerghainKlassischer Tanz erobert den besten Club Berlins