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Cendrillon - "De Billy/DiDonato"

05.07.2012 | 15:23 |  von Wilhelm Sinkovicz (Die Presse - Schaufenster)

Cendrillon

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Joyce DiDonato gehört zu den fulminanten Erscheinungen des derzeitigen Opernlebens. International zählt sie zu den Superstars – hierzulande ist sie selten zu erleben. Jüngst bezauberte sie das Publikum anlässlich der Eröffnung des Sommerfestivals von Grafenegg an der Seite von Michael Schade. In London war sie zum Saisonausklang 2011 das Aschenputtel – in der in deutschsprachigen Landen kaum bekannten Vertonung durch Jules Massenet.

Rechtzeitig zum Gedenken an des Komponisten 100. Todestag kam nun die DVD-Aufzeichnung dieser Produktion in den Handel, nicht nur aufgrund des Gedenkjahres eine bemerkenswerte Edition, denn in den bewährten Händen des Regisseurs Laurent Pelly entfaltet sich das Märchenspiel auf wirklich berückende Weise und versetzt den Zuschauer in Kindertraumtage zurück. Und das Orchester von Covent Garden malt die fragil gezeichneten Bilder dank Bertrand de Billys sensibler Dirigentenhand in den herrlichsten Farben aus. Massenet, der Klangmagier, kommt hier zu seinem Recht – und das Publikum versinkt dank der melodischen Erfindungsgabe des Meisters in einem einschmeichelnden, höchst pittoresken und erzählmächtigen Klangmeer. Hoffentlich geht diese Produktion – wie schon Pellys hinreißende „Regimentstochter“ – auf Reisen und macht auch in Wien Station. Das würde sich lohnen  auch jenseits von Gedenkjahren.

TIPP
Cendrillon - "De Billy/DiDonato" (Virgin Classics)

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