25 Opern-gesamtaufnahmen mit Maria Callas – in einer schön ausgestatteten Box mit englischem Begleitheft, das alle Inhaltsangaben enthält, zu einem konkurrenzlos niedrigen Preis. Das ist das Festspielangebot des Sommers auf CD. Die Aufnahmen sind klug ausgewählt aus dem reichen Bestand an Callas-Einspielungen. Neben legendären Studioproduktionen wie der von Victor de Sabata geleiteten „Tosca“ (1953) oder den von Karajan dirigierten Gesamtaufnahmen des „Troubadour“ und der „Butterfly“ finden sich auch Livemitschnitte, Leonard Bernstein stand in der Scala am Pult, als die Diva „Medea“ und „Nachtwandlerin“ sang.
Zuweilen finden sich auch Mitschnitte, deren mangelhafte Klangqualität doch aufgewogen wird von der Tatsache, dass sie die Callas in einer Rolle dokumentieren, in der sie sonst für die Nachwelt nicht „greifbar“ wäre, als Kundry in einem italienisch gesungenen „Parsifal“, als Verdis Lady Macbeth (unter de Sabata) oder in Verdis „Sizilianischer Vesper“ (unter Erich Kleiber). Die künstlerische Spannweite der Callas wird schon aus dem Faktum deutlich, dass sie im Studio Rossinis „Rosina“ und Puccinis „Turandot“ im selben Jahr gestaltet hat – und beide Pole des gesanglichen Ausdrucks gleichermaßen souverän regiert.
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Callas. 25 Gesamtaufnahmen
01.07.2010 | 17:16 | von Wilhelm Sinkovicz (Die Presse - Schaufenster)
Alles Callas.
TIPP
Callas. 25 Gesamtaufnahmen. 52 CDs (Gramola)
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