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"Mussorgsky Dis-Covered"

10.06.2010 | 15:20 |  von Wilhelm Sinkovicz (Die Presse - Schaufenster)

Elisabeth Kulman ist mit den Musikern Tscho Theissing, Arkady Shikloper, Miki Skuta und Georg Breinschmid ins Studio gegangen - um Mussorgsky aufzunehmen.

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Elisabeth Kulman, die Frau mit dem Traum-Mezzo, ist nun mit den formidablen Musikern Tscho Theissing, Arkady Shikloper, Miki Skuta und Georg Breinschmid ins Studio gegangen, und zwar um Mussorgsky aufzunehmen. Wer die Namen Theissing und Breinschmid kennt, weiß, dass es sich dabei nicht um Originale handeln kann, sondern um Arrangements – allerdings um Arrangements vom Feinsten.

Kulman hält sich freilich mehrheitlich an Mussorgskys originale Melodielinien, sie singt aber mit dem nämlichen Temperament und der koloristischen Vielfalt, mit der die Musikanten begleiten – ob schwermütig-todtraurig oder hintergründig-witzig. Wie etwa in der Vertonung von Goethes „Flohlied“ – einer Aufnahme, in der die Musik immer wieder suggeriert, der Hörer wäre ganz plötzlich mitten in einem himmelhochjauchzenden, zu Tode betrübten russischen Fest gelandet.

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