Der portugiesische Stararchitekt Alvaro Siza Vieria (79) erhält den Goldenen Löwen der Architektur-Biennale von Venedig für sein Lebenswerk . Das teilte die Biennale-Leitung am Mittwoch mit. Vieria, der in Porto lebt, gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Architekten in Europa. Die Biennale würdigt vor allem die Experimentierfreude des Portugiesen, "dem es gelingt, mit extremen geometrischen Formen Gebäude von großer Strenge zu schaffen". Kaum ein anderer zeitgenössischer Architekt habe wie er konsequente Präsenz in seinem Wirkungsfeld gezeigt. Der Preis wird zu Beginn der Architektur-Schau am 29. August überreicht.
Altstadtviertel und Teehaus
Álvaro Siza, der 1992 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet wurde, gilt als einer der wichtigsten Architekten der Moderne. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählt das Lissaboner Altstadtviertel Chiado. Seit den späten 1950er Jahren realisierte er zahllose Werke, von großen Sozialbauten bis hin zu Universitäten, Museen, Sakralbauten und Möbeln. Schon an seinen ersten Hauptwerken, dem Teehaus von Boa Nova und das in die Felslandschaft eingebettete Schwimmbad in Leca de Palmeira wurde deutlich, was Sizas Architektur auszeichnet: der Ort und dessen kultureller Kontext.
(APA/dpa/sh.)
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