Von Caravaggio, der im frühen Barock mit Lichteffekten („Chiaroscuro“) und drastischem Realismus die Malerei revolutioniert hat, weiß man nicht viel, ein abenteuerliches Leben voller Gewalt soll er geführt haben. Nur eines galt als sicher, er war der Maler, der „nie zeichnete“. Umso überraschender ist ein Fund, den Kunsthistoriker beim Durchmustern der Sammlung von Caravaggios Lehrer Simone Peterzano gemacht haben: 100 Werke sollen vom Schüler stammen, darunter viele Zeichnungen. Das bewiesen geometrische Details, die sich auch in den Bildern des reifen Malers finden.
Allerdings stieß der Fund bei Experten auf starke Skepsis. Claudio Strinati etwa, Experte für das Frühbarock, hält den Anspruch, es seien Caravaggios, für „völlig absurd“. Die Werke hätten „keine künstlerische Bedeutung“.
100 Caravaggios gefunden? Kenner bezweifeln es
06.07.2012 | 20:26 | (DiePresse.com)
In der Sammlung des Lehrers des Künstlers sollen Gemälde und Zeichnungen des Schülers sein.
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