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Duchamp und das Pissoir: 125 Jahre Kunstrevolution

24.07.2012 | 09:55 |   (DiePresse.com)

Ein Revoluzzer der Kunstszene feiert am 28. Juli seinen 125. Geburtstag. Der Mitbegründer der Konzeptkunst kam mit seinem Kunstwerk "Fontaine" in aller Munde und wurde auf der ganzen Welt berühmt.

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Am 28. Juli 1887 wurde Marcel Duchamp, ein Revolutionär der Kunstszene geboren. Er gilt als Mitbegründer der Konzeptkunst und Wegbereiter des Dadaismus und des Surrealismus. Duchamps "Fontaine" sorgte in der Kunstszene für großes Aufsehen da das Pissoir von ihm selbst zur Kunst erklärt wurde. Heute gehört das Kunstwerk, das im Jahr 1917 entstanden ist zu den einflussreichsten des 20. Jahrhunderts und wird bis heute gefeiert.

Mit dem Urinal, das er nach dem Kauf um 90 Grad drehte und "Fontaine" taufte sollte der traditionelle Kunstbegriff überdacht werden. Der konventionelle Geschmack wurde infrage gestellt und der Betrachter zum Mitdenken aufgefordert. Werke aus dem Alltag wurden von Duchamp mit einfachen Mitteln zu Kunst gemacht. Die sogenannten Readymades fanden auch in der nachfolgenden Künstlerszene großen Anklang.

Duchamp, der für einige Monate eine Pariser Kunstschule besuchte, beschäftigte sich von der Kindheit an mit Kunst. Sich selbst bezeichnete der Künstler als bequem wie faul und spielte lieber Schach als Kunstwerke zu fertigen. Je weniger der Ausnahme-Künstler produzierte desto berühmter wurde er. Am 2. Oktober 1968 starb der Revolutionär im Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine.

(APA/otv)

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