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Nitsch-Bild blutet über Wiener Parkhausfassade

25.07.2012 | 12:03 |   (DiePresse.com)

Schüttkunst am Bau: Ein 300 Quadratmeter großer Nitsch ziert ein Parkhaus in Wien-Leopoldstadt. Es sei das erste Mal, dass der Aktionskünstler einen Auftrag an einer Immobilie übernommen habe.

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Das neue Parkhaus bei der Donaumarina in Wien-Leopoldstadt verfügt nicht nur über 499 Stellplätze, sondern zeichnet sich auch durch eine ungewöhnliche Fassade aus. Den von der Aucon Real Estate Group entwickelte Bau ziert nämlich ein 300 Quadratmeter großes Schüttbild von Hermann Nitsch. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch in einer Aussendung mit.

"Es ist uns gelungen, den österreichischen Aktionskünstler Hermann Nitsch für die großflächige Gestaltung an der Außenfassade zu gewinnen", freute sich Aucon-Geschäftsführer Robert Wagner. Es sei, so wurde betont, das erste Mal, dass Nitsch einen Auftrag an einer Immobilie übernommen hat. Der Künstler habe eine Bildergruppe ausgewählt, die sich besonders für die großformatige Gestaltung eigne.

"Dank der modernen Technologie ist es möglich, Kunstwerke großformatig auf riesige Wände zu bringen", betonte Nitsch. Entstanden ist das Projekt durch die persönliche Bekanntschaft des Meisters mit den Leitern des Immo-Unternehmens, die zeitgenössische heimische Kunst sammeln. Ein Nitsch-Bild sei vor einigen Jahren der erste große Ankauf gewesen, wodurch sich eine persönliche Bekanntschaft mit dem Künstler entwickelt habe, hieß es in der Mitteilung.

(APA)

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28 Kommentare
 
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Gast: Silberwald
06.08.2012 08:09
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Duchamp und Beuys

Tut mir leid, aber Personen, die glauben, ihre Ahnungslosigkeit mit abfaelligen Bemerkungen ueber Genies zum Ausdruck bringen zu muessen, kann ich bei bestem Willen nicht ernst nehmen.
Und was Hermann Nitsch anbelangt: Haben Sie dafuer auch nur einen Cent bezahlt? Nein, haben Sie nicht. Wozu dann die Aufregung?

Gast: Schüttkunst am Bau: Ein 300 Quadratmeter großer Nitsch ziert ein Parkhaus in Wien-Leopoldstadt.
27.07.2012 07:47
0 1

Zuerst meinen Sie wahrscheinlich „Schüttler-Kunst“?

Zum Zweiten, von Verzierung kann da wohl keine Rede sein. Um Klarheit zu schaffen: Eine Verzierung dient dem Schmuck, der Verschönerung einer Fläche, eines Gebäudes oder Gegenstandes. Das ist der Zweck der künstlerischen, kunsthandwerklichen Mission.

Gast: Woas reimt sii eigentlich aufm Nitsch? Zerscht amoi Kitsch!Odda wenn die Zeit an dem „Kunstwerk“ nagt, Ritsche-Ratsche-Ritsch. I nenn des owa aa a aufdringlich-zeitlimitierte Fassadenhässlichkeit
27.07.2012 06:23
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Is scho anige Jährchen her. Club-2-Diskussion im ORF. Eingeladen waren damals der N. und einige andere Kunst Kaperzunder.Fragt ane den N., woas seine bildende Kunst eigentlich darstellen soll?

Da hot sii unsa Großmeister vielleicht gwunden und vor lauta Verlegenheit in alle Windrichtungen verdraht. Irgendwann hota dounn doch woas gsagt. „Die Interptretation meiner Schüttbilder überlasse ich jeden einzelnen selbst.“ Soll wohl heißen, der N. hat damals überhaupt kaan blassen Schimmer von einer Namensgebung für seine Zufälligkeits… im Kopf ghabt. I hab mii krumm und schief glacht. Da woa der Beuys schon wesentlich intelligent-ausgschamter. Der hot anfoch a rostig-verdrecktes Ofenrohr in die Wand gesteckt und ihm den treffenden Titel „schwarzes Loch“ gegeben. Odda sei (auf einem Sessel platzierter) dahin triefender Fettpatzen. Natürlich waren die Artefakte für die normalen Menschen keine müde Mark wert. Die meisten von ihnen guckten einmal hin und ergriffen die Flucht. Dem Nitsch und seinem „künstlerischen“ Unfug können wir nicht aus dem Weg gehen, der wird uns jetzt gewollt oder ungewollt aufs Aug druckt. Der Hutträger Beuys hat inzwischen das Zeitliche gesegnet. Beim dickbauchig-bärtigen Nitsch müssen wir damit noch etwas Geduld haben. Wünsche dem „Meister“ der radikal-blutrünstigen „Kunst“ natürlich nicht den Tod. Eher schon ein ganz neues Betätigungsfeld: In einem Schlachthof als schrubbenden Rinnsalpfleger. Dort kann er sich dann austoben. Dann hat sein „befleckter Irrsinn“ endlich einen Sinn. Werde das Gefühl nicht los, der N. ist für euch von d. PRESSE a Häuliga?!? Bin selbst ein ziemlich farbenfröhlicher Typ. Nitsch u.d. Rainer haben mich künstl. nie überzeugt.

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Skandal

Es ist ein Skandal, diese Verschmutzung als Kunst zu bezeichnen, sich öffentlich darüber zu freuen , diesen blutigen Herrn gewonnen zu haben, wo doch offensichtlich alles der 'Bekanntschaft' zuzuschreiben ist. Wie lange will man normalen Menschen noch diese Scheusslichkeit Nitsch als Künstler anbieten???

Ich

hatte einen Chef, in dessen Büro so ein Nitsch - Schüttbild hing. Es paßte wunderbar zu ihm, der fuhr beinhart über alle drüber, wenn es zu seinem Vorteil war.

Gast: Konservativer
25.07.2012 20:29
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Marcel Duchamp stellte einst ein Pissoir in eine Ausstellung und behauptete, es sei Kunst. Ich finde: Man sollte hineinpinken und dadurch beweisen, dass es keine Kunst ist.

Der Kunstbetrieb ist ein angewandter Fall von "des Kaisers neue Kleider": Beliebiger Schrott wird mit Prominenz, Provenienz und Interpretationslegenden versehen und mittels durchschaubarer intellektueller Drohgebärden ("wer die Kunst darin nicht sieht, ist zu dumm oder zu unkultiviert") als Kunst etabliert.

Wenn etwas erst einmal als Kunst etabliert ist, traut sich innerhalb der Kunst-Szene niemand mehr, den Kunst-Charakter abzusprechen (aus Angst um seine Reputation).

Im Prinzip funktioniert moderne "Kunst" nur durch den blinden intellektuellen Gehorsam unsicherer Menschen: Wahre Kunst hätte keine Erklärung nötig (höchstens als interessante Zusatzinformation), die etablierte Pseudokunst hingegen bedarf stets eines willkürlich zusammengeschusterten Kontext-Gerüsts, damit der Betrachter sie überhaupt "versteht" (d.h. der Masche auf den Leim geht).

Es fragt sich schon, weshalb so viele Menschen darauf herein fallen.

Andererseits ist die Massenhypnose ja gerade das zentrale Element von "Des Kaisers neue Kleider".

Antworten Gast: unmurk
26.07.2012 09:51
1 0

Re: Marcel Duchamp stellte einst ein Pissoir in eine Ausstellung und behauptete, es sei Kunst. Ich finde: Man sollte hineinpinken und dadurch beweisen, dass es keine Kunst ist.

dass sie sich da zu wort melden würden, wahr ja sonnenklar. nur recht viel dümmere argumente kann man nicht erfinden außer man hat (noch immer) ein krankes hirn. sie werden weder einen waldmüller, einen rembrandt, einen picasso oder einen nitsch verstehen. alle haben eines gemeinsam, dass sie wunderbare werke geschaffen haben.

Antworten Antworten Gast: Konservativer
26.07.2012 17:40
0 0

Re: Re: Marcel Duchamp stellte einst ein Pissoir in eine Ausstellung und behauptete, es sei Kunst. Ich finde: Man sollte hineinpinken und dadurch beweisen, dass es keine Kunst ist.

Ich zitiere mich selbst:

"und mittels durchschaubarer intellektueller Drohgebärden ("wer die Kunst darin nicht sieht, ist zu dumm oder zu unkultiviert") als Kunst etabliert."

Quod erat demonstrandum.

Antworten Antworten Gast: speibender regenbogen
26.07.2012 12:45
0 0

Re: Re: Marcel Duchamp stellte einst ein Pissoir in eine Ausstellung und behauptete, es sei Kunst. Ich finde: Man sollte hineinpinken und dadurch beweisen, dass es keine Kunst ist.

ich seh das etwas anders: waldmüller und rembrandt haben wunderbare kunstwerke geschaffen, picasso hat tiwmlich schräges, manchmal lustiges zeugs gemacht, nitsch hat noch gar bisher nur dreck erzeugt. aber wenn man von kunst bkeine ahnung hat, kann man sich alles einreden lassen, dann ist auch das unlängst gestohlene gartenmöbel von franz west ein künstlerisch einzigartiges werk... *sfg*

Gast: Kurt 0664
25.07.2012 19:48
0 0

Kunst ist relativ

als kürzlich in der ZDF Sendung "nicht nachmachen" Wigald Boning und Bernhard Hoecker, gefüllte Farbbeutel zur Explosion brachten und damit einen Raum verschönert haben, war mehr "Kunst" dahinter als bei diesem Werk.

Gast: Der Herzmayr
25.07.2012 17:09
0 0

Angschütt

Vergebliche Manipulation wahrer Kunstfreunde

Gast: kuenstlerr
25.07.2012 17:07
2 0

leider ist das photo

mit falschfarben geschönt. wenn man an diesem schüttbild vorbeifährt ist der effekt dermassen antikünstlerisch...
ich mag schüttbilder, da ich sie mir selbst gerne herstelle, aber dieses werk schaut so aus, dass man es gerne runternehmen würde und das tuch in die waschmaschine stecken wollte....

Re: leider ist das photo

Regen und Sonne werden diesem "Kunstwerk" bald den Garaus machen. Und das ist gut so.

privat

Hauptsache privat finanziert (hoffe ich zumindest)

Wäre das dem Bauarbeiter passiert, wäre er entlassen worden.

Beim geförderten Staatskünstler Nitsch ist das Kunst. Ein paar gefüllte Dickdärme von seinem Mysterientheater hätte man noch darüberhängen können. Dessen Inhalt ist das, was seine "Kunst" Wert ist.

7 0

wenn man das viele Rot sieht...


Gedanke 1:
nach dem Parken sieht man nach dem Kratzer im Lack rot...
Gedanke 2:
beim Bezahlen sieht man rot, wenn man die Gebühr abliest ..
Gedanke 3:
die österreichische Fahne hat auch schon bessere Zeiten erlebt..
Gedanke 3:
da ist also der Baumgartner gelandet...

Gast: Was anderes erwartet?
25.07.2012 14:32
9 0

Wien

ist von roten Schüttlern sowieso schon längst zugeschüttet.

Gast: Wirtschaftler
25.07.2012 14:10
4 2

Ich könnt`brüllen vor Lachen !

Das ist Kunst und Kultur ????
Die kleinen Nachbarskinder können es besser :) :)

Aber: Lieber Meister Nitsch, ich hätte in den Garagen noch einige übriggebliebene Lackdosen mit roter Farbe. Wie wär`s damit ???

Gast: Rotgruenbeobachter
25.07.2012 13:11
6 2

Erinnerung an den Bombenkrieg

Auch damals floss das Blut in Stroemen. Mit dem gleichen Ziel, das anscheinend auch die destruktive Regierung des heutigen Wien verfolgt.

Gast: zwei linke hände
25.07.2012 12:57
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ich versteh offenbar nix von kunst

das bild sieht aus wie der fleck an der wand meiner küche. ist auch ein schüttbild, entstanden als ich mich mit einem vollen kaffeehäferl "dastessn" hab.

unfaire welt: nitsch bekommt geld; nicht nur, dass ich kein geld bekomme, muss ich auch noch den maler zahlen. und kaffee war auch keiner mehr da ;-)

Antworten Gast: Eugen S.
25.07.2012 13:56
1 0

Re: ich versteh offenbar nix von kunst

Lieber Linkshänder, Ihr Kommentar ist ausgesprochen witzig und der letzte Satz als Draufgabe geradezu professionell !
Sie haben wahrscheinlich Chancen als schreibender Humorist.
Probieren Sie es einmal....

Viel Erfolg !


entstanden als ich mich mit einem vollen kaffeehäferl "dastessn" hab.

LOOOOL ! Super !

Najo

Ein Hundertwasser waere schoener. Aber einfaerbig Rot passt zugegebenermassen besser nach Wien.

Re: Najo

"Ein Hundertwasser waere schoener".

Klar, aber ich glaube der ist in seinem derzeitigen Zustand eher schwierig zu motivieren... ;-)

Gast: speibender regenbogen
25.07.2012 12:51
6 1

wennst auf diese häßlichkeit mit einer paintballpistole schießt, fallts a ned auf.

kann man als anrainer eigentlich gegen diesen schund klagen? muß ich mir mein umfeld derart verschandeln lassen?

Gast: Die Wahrheit muß unterdrückt werden
25.07.2012 12:46
3 0

Ein wahrhaft grosser Künstler der Nitsch.......


 
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