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Internationale Gala: Salzburgs zweite „Ouverture spirituelle“

26.07.2012 | 16:08 |   (Die Presse)

Galerist Thaddäus Ropac lud Mittwochnacht zur Gründungsgala der „Austrian Friends of the Israel Museum“. Zu später Stunde wurde ein Bild Anselm Kiefers zugunsten des „Israel Museum“ versteigert.

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Salzburg/SP. Jahr für Jahr besuchte Thaddäus Ropac das „Israel Museum“ auf einem der Hügel Jerusalems, das die Geschichte Israels mit archäologischen und künstlerischen Exponaten darstellt. Jahr für Jahr beobachtete der Salzburger Galerist die stetig wachsende Zahl internationaler Freundesvereine; 14 sind es bereits, aus Österreich war keiner darunter. Bis jetzt.

Die „Ouverture spirituelle“ der heurigen Salzburger Festspiele münzte Ropac zu seiner eigenen um, er lud zur Gründungsgala der „Austrian Friends of the Israel Museum“. Die Statuten müssen zwar erst definiert werden, das Ehrenkomitee hat der umtriebige Galerist aber bereits zusammen, Sänger Thomas Hampson befindet sich hier ebenso wie der ehemalige Präsident der österreichischen Kultusgemeinde Ariel Muzicant oder Bianca Jagger und Lord George Weidenfeld. Dieser war extra von der amerikanischen Nobelurlaubsinsel Martha's Vineyard nach Salzburg gejettet, um hier in illustrer Runde dem „Israel Philharmonic Orchestra“ unter Zubin Mehta zu lauschen und danach im Restaurant M32 am Mönchsberg den ergreifenden Reden u. a. von Ropac und dem Direktor des „Israel Museum“, James S. Snyder.

Hoffnung gab ihnen die explodierende Anzahl an Gala-Teilnehmern, darunter die deutsche Millionärin Gabriele Quandt, Sacher-Chefin Elisabeth Gürtler, Dorotheums-Chef Lukas Tinzl und das slowenische Sammlerpaar Mojca and Igor Lah, das allerdings nicht für das Bild von Anselm Kiefer mitbot, das nach Mitternacht noch zugunsten des „Israel Museum“ versteigert wurde.
Wahrscheinlich war es vor allem diese späte Uhrzeit, die dem europäischen Chairman von Sotheby's, Philipp von Württemberg, einen eher kurzen Auftritt als Auktionator bescherte: Um den Kiefer-Schnäppchenpreis von nur 280.000 Dollar ging das Werk „Geheimnis der Farne“ an einen anonymen Bieter am Telefon.

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