Seit Oktober hat die große Retrospektive des US-amerikanischen Malers Edward Hooper im Grand Palais in Paris über 730.000 Besucher angezogen. Die Organisatoren haben sich deshalb entschlossen, das Haus ab dem heutigen Freitag für 62 Stunde ohne Pause zu öffnen. Man erwarte in den drei Tagen und zwei Nächten rund 40.000 weitere Gäste. In der Pariser Hopper-Ausstellung sind insgesamt 164 Werke des Malers zu sehen. Es ist die größte Schau, die dem amerikanischen Maler (1882-1967) jemals in Frankreich gewidmet wurde.
Hoppers Bilder spiegeln die Einsamkeit des modernen Menschen wider und zeigen isoliert wirkende Gestalten in Hotelzimmern und Bars. Die Ausstellung umfasst alle Schaffensjahre des Vertreters des amerikanischen Realismus: angefangen von seinem Frühwerk, seinen Pariser Arbeiten bis hin zu seinen Spät- und Meisterwerken wie "Nighthawks" (Nachtschwärmer), "Morning in a City" und "Summertime".
Bereits kurz vor Weihnachten kam die Schau in die Schlagzeilen. Sie musste wegen giftiger Ausdünstungen evakuiert werden. In einem Teil des Gebäudes war zuvor Reinigungsmittel ausgelaufen. Rund 200 Besucher mussten die Säle verlassen, sieben Mitarbeiter des Grand Palais erlitten leichte Vergiftungen.
(APA/AFP/Red.)
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