Kunstkammer: Die Schmuckstücke des KHM


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Noch nie in der österreichischen Museumsgeschichte wurde die Neuaufstellung einer Kunstsammlung derart zelebriert – und dramatisiert: Nach zehn Jahren Schließzeit wird die habsburgische Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums (KHM) am 28. Februar wieder aufgesperrt.

Im Bild: Generaldirektorin Sabine Haag beim Einräumen der Saliera

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3 Kommentare

An der Zeit vorbei

Leider ist in der Kunstkammer das selbe geschehen wie schon in der orientalischen Abteilung: das leicht verstaubte Flair, der in kaum einem grossen europäischen Museum mehr zu finden ist, der absolut dem Zeitgeist und Trend des "Sammlerkabinetts" entspricht und für das wiener khm bezeichnend war, ist gründlich eliminiert worden.

Eine unzahl von Objekten ist im Depot verschwunden (nach neuester Erkenntnis: weniger ist mehr) und der besondere Eindruck einer alten Sammlung dahin.

Die edlen Vitrinen verwandeln den ein oder anderen Raum eher in ein Spiegelkabinett als in eine Kunstkammer.

Das die einst zukunftsweisende Metropole Wien noch immer Wiederkäuer von bereits Etabliertem ist und immer hinten nachhinkt lässt einen immer wieder fassungslos zurück.

Immerhin: NAch 11(elf) Jahren war die Ausstellung schon fertig!


"50 Bergkristall-Pokale bereiten Ihnen nicht mehr Freude als die fünf besten"

das trifft für mich zumindest nicht zu.

ich erinnere mich an die alte aufstellung. da gab es in einem neben"kammerl" einen riesigen, wandfüllenden vitrinenschrank, komplett angefüllt mit gedrechselten elfenbeinobjekten.
das waren wohl hunderte.
der eindruck war überwältigend, die menge der objekte wirkte irreal, märchenhaft, absurd.
dieser eindruck lässt sich auch nicht fotografisch einfangen. das musste man schon vor ort gesehen haben.

die 5 besten drechselarbeiten sind eh nett, aber der interessierte kennt diese längst, und hat sie in zahllosen publikationen von allen seiten und in allen größen abgebildet.

bei der neuaufstellung hat man sich leider an den touristen orientiert, und nach aussage von frau Haag keine kunstkammer aufgestellt, sondern die "besten stücke", sozusagen die gassenhauer daraus.

wien hat somit ein kunstkammer-hit-medley.

das mit der luftschleuse hab ich schon im dresdner grünen gewölbe erlebt. keine ahnung was dieses theater soll. wirkt auf mich ausgesprochen lächerlich.
abgesehen davon, daß der großteil der objekte eh in luftdichten vitrinen steckt, haben diese objekte 500 und mehr jahre großteils ohne heizung, klimaanlage oder anderem brimborium gut überstanden.

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