Kunstmessen: Wer darf mitmachen?

Feine Grafikmesse in der Albertina, wilde Zeitgenossen im Künstlerhaus.

Thaddaeus Ropac, Hauser&Wirth, Thomas Le Claire und Christian M. Nebehay – nur die Crème de la Crème der Grafikhändler ist bei der ersten Grafikmesse in der Albertina von 22. bis 27.September 2009 zugelassen.

Was tut der schnöde Kommerz im ehrwürdigen Museum? Messen in Museen seien nichts Unübliches, betont Albertina-Direktor Klaus A. Schröder und verweist auf die kunstgewerbliche Messe im Londoner Victoria & Albert Museum und weitere ähnliche Veranstaltungen im Wiener MAK oder im Hamburger Kunstgewerbe-Museum. Die „art albertina, Drawings International Art Fair“ zeigt Zeichnungen von den Altmeistern bis zur Gegenwart und versteht sich als Ergänzung zum Pariser „Salon du Dessin“. Rund 1000 Euro zahlt man pro Quadratmeter für die Koje. Die Albertina-Kuratoren prüfen die Teilnehmer, damit die Qualität gewährleistet ist. Geschäftlich betreut wird das Unternehmen von der Firma „art-port.“

Bereits zum zweiten Mal läuft im Künstlerhaus von 18. bis 23.11. die „ARTmART“ (nach der US-Kette Walmart benannt). Ein Kuratorium (Peter Weibel, Peter Bogner, Heimo Zobernig etc.) wählt die jungen Künstler aus, die mitmachen. Einheitspreis für Werke: Nur 70Euro! 2500Arbeiten von 250 Künstlern stehen zur Auswahl. Die Idee ist zu testen, was besonders markttauglich ist. bp

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.11.2008)

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