20 Jahre Berliner Mauerfall "reloaded": Der Domino-Effekt

Zur Feier des Mauerfalls vor 20 Jahren am 9. November: 1000 bemalte, übermannsgroße Segmente sollen wie Dominosteine umfallen. Jugendliche ab 14 Jahren können "Mauerteile" selbst gestalten.

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www.mauerfall09.de/dominoaktion

Am Brandenburger Tor in Berlin soll am 9. November die Mauer noch einmal einstürzen. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls sollen symbolisch mehr als 1.000 bemalte, übermannsgroße Segmente wie Dominosteine umfallen. Das kündigte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit am Mittwoch direkt an dem Berliner Wahrzeichen an. Die rund zwei Kilometer lange Kette aus Kunststoff-Teilen soll vom Reichstag über das Brandenburger Tor bis zum Potsdamer Platz reichen.

Aktion gegen das Vergessen

Jugendliche ab 14 Jahren können die "Mauerteile" schon jetzt bemalen und sich dabei mit der friedlichen Revolution auseinandersetzen. Die Aktion richtet sich gegen das Vergessen, meint Wowerteit: "Viele wissen nicht mehr, was am 9. November 1989 war."

Die Elemente sind 2,50 Meter hoch, einen Meter breit und 40 cm dick - weigen aber nur 20 Kilo, denn sie sind aus Styropor.

Unter www.mauerfall09.de/dominoaktion können sich Jugendliche für das Bemalen der Segmente bewerben, sagte Moritz van Dülmen von der Kulturprojekte Berlin GmbH. Jeder Stein werde eine Geschichte erzählen. Auch ein "Buch der Steine" mit den bemalten "Mauerteilen" wird erscheinen.

Mauer-Segmente auf Reisen

Auch das Goethe-Institut beteiligt sich. So sollen weiße Mauer-Segmente auf Reisen gehen und gerade in Ländern, in denen es noch trennende Grenzen gibt, bemalt und dann zurückgeschickt werden. Zwei koreanische Studentinnen bemalten am Mittwoch am Brandenburger Tor bereits ein Element mit einer Weltkarte.

Die Installation am Brandenburger Tor soll am 9. November Höhepunkt zum Fest der Freiheit sein. Bei einem Open-Air-Konzert sollen ab 19:25 Uhr die bunten Mauerteile umfallen. Genau zu dem Zeitpunkt verkündete vor 20 Jahren das SED-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski, dass alle DDR-Bürger ab sofort die DDR-Grenze passieren können. Der Einsturz der Mauer wird nach Angaben der Kulturprojekte GmbH rund 33 Minuten dauern.

 

(APA/Red.)

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