Schauplätze: Karl Karner

Auguste Rodin stand Pate für die neuesten Arbeiten Karl Karners, Schüler von Heimo Zobernig.

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(c) Karl Karner

„Spiel gerade Höllentor“ nennt er seine Ausstellung bei Kandlhofer und spielt damit an auf Rodins Monumentalskulptur „Höllentor“. Nein, der junge Bildhauer will tatsächlich auch spielen mit den Prinzipien und Möglichkeiten des gemeinsamen Metiers. Zugute kommt ihm dabei die Erfahrung des Gießerhandwerks, das Karner noch vor dem Studium von der Pike auf erlernt hat. Mit dem Vorteil des Technikers, der jegliches gießbare Material vom Wachs über Bronze bis zu Aluminium souverän handzuhaben weiß, arbeitet er sich bei gleichzeitig spielerischem Zugang am Vokabular der Skulptur ab. Perfektion trifft da auf Fehler, Experiment auf Zitat. Der Zufall wird als Steuerelement nutzbar gemacht. In der Summe formieren sich die Teile zur Gesamtinstallation. Die Sichtbarmachung der Prozesse ist dabei ebenso Teil dieser choreografischen Anordnung wie die Umkehrung des Regelwerks.

Galerie Lisa Kandlhofer. „Karl Karner: Spiel gerade Höllentor“ (1040 Wien, Brucknerstraße 4; 14. 12.–12. 2. 2017).

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