Portugal sagt Versteigerung der Miro-Sammlung endgültig ab

Die Regierung zieht nach drei Jahren einen Schlussstrich unter das umstrittene Vorhaben. Die Kunstwerke des spanischen Malers stammen aus dem Besitz der Bank BPN.

Dieses Bild von Miro hängt ohnehin im spanischen Guggenheim.
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Dieses Bild von Miro hängt ohnehin im spanischen Guggenheim.
Dieses Bild von Miro hängt ohnehin im spanischen Guggenheim. – (c) AFP

Portugal hat die umstrittene Versteigerung von 85 Werken des Künstlers Joan Miro endgültig abgesagt. Ein entsprechender Vertrag mit dem Auktionshaus Christie's sei aufgehoben worden, teilte das Finanzministerium in Lissabon am Montag mit.

Mit der Einigung wird ein Schlussstrich unter einen seit drei Jahren andauernden politischen und juristischen Streit um den Verkauf der staatlichen Sammlung gezogen. Nach Ministeriumsangaben muss Portugal dem britischen Auktionshaus keine Entschädigung zahlen.

Man wollte die leere Staatskasse auffüllen

Die Kunstwerke des spanischen Malers, deren Wert auf rund 35 Millionen Euro geschätzt wird, stammen aus dem Besitz der Bank BPN, die 2008 nach hohen Verlusten verstaatlicht worden war. 2014 wollte die damalige konservative Regierung die Bilder, Zeichnungen und Skulpturen versteigern lassen, um die leere Staatskasse aufzufüllen. Doch die Opposition zog gegen den geplanten Verkauf vor Gericht. Nachdem zwei Auktionstermine abgesagt wurden, gelangten die Kunstwerke wieder nach Portugal.

Die Mitte-Links-Regierung von Antonio Costa kündigte schließlich im vergangenen Jahr an, dass die Sammlung in Portugal bleiben werde. Seit Oktober sind die Werke in Porto zu sehen. Ende Jänner hatten bereits 100.000 Menschen die Ausstellung besucht.

 

(APA/AFP)

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