Ausstellung ''Acting for the Camera'': Rollenspiele in der Albertina

Vom 10. März bis zum 5. Juni zeigt die Albertina in der Ausstellung "Acting for the Camera" 120 Fotos aus der hauseigenen Sammlung. 

Rudolf Koppitz "Bewegungsstudie" von 1926 ist eine Ikone der österreichischen Fotografie, sie wurde mit russischen Tänzerinnen im Studio inszeniert, nach Vorbildern der Jugendstil-Malerei.

 

 

(c) Albertina, Dauerleihgabe der Höheren Graphischen Bundes-Lehr-und Versuchsanstalt, Wien

Anton Josef Trčka: Egon Schiele, 1914

Der Ausdruckstanz boomte in Künstlerkreisen des Wien um 1900. Schiele-Freund Trcka porträtierte einige Ausdruckstänzer. Und auch Schiele in expressiver Pose.

 

 

(c) Albertina, Wien

Will McBride: Romy Schneider in Paris, 1964, Abzug 2001

Romy Schneider benutzte die Fotografie zum Image-Wandel, weg vom lieben Mäderl der "Sissi"-Filme. Eine rauchende Kaiserin! Unerhört ... 

(c) Albertina, Wien, Will McBride Estate/Berlin

Trude Fleischmann: Die Schauspielerin und Tänzerin Lucy Kieselhausen in einem Phantasiekostüm, um 1925 

Theaterschauspieler und Tänzer posierten in den Studios der Fotografen meist in ihren Rollen und Kostümen. Filmschauspieler interessanter Weise zeigten sich lieber menschlich.

(c) Albertina, Wien

Rudolf Koppitz: Im Schoße der Natur, 1923

Der Gummidruck war die  perfekte Technik für malerische Effekte, wie Piktoralisten sie mochten, also die Fotografen, die sich stark an Malerei orientierten.

(c) Albertina, Dauerleihgabe der Höheren Graphischen Bundes-Lehr-und Versuchsanstalt, Wien

Hugo Erfurth: Clotilde von Derp-Sacharoff, um 1928

Ausdruckstännzerin im Studio, hier wurde nachbearbeitet, was das Zeug hielt, die Schatten etwa sind einfach verschwunden.

 

(c) Albertina, Wien - Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft

Dora Kallmus, Arthur Benda: Anita Berber und Sebastian Droste in ihrem Tanz 'Märtyrer', 1922

Es geb drei wichtige Fotostudios in Wien um 1900, wo Schauspieler sich gerne porträtieren ließen, zwei davon wurden von Frauen betrieben: Dora Kallmus, Trude Fleischmann und Franz Xaver Setzer.

 

(c) Albertina, Wien

Seiichi Furuya: Christine Furuya-Gössler, 1983; Abzug: 1988

Der in Graz lebende japanische Fotograf Furuya fotografierte beständig seine Ehefrau, manchmal warf sie sich in Posen dafür, manchmal wirken sie zumindest wie Zeugnisse eines intimen Dialogs zwischen den beiden.  

(c) Albertina, Wien

Martin Imboden: Die Tänzerin Gertrud Kraus, um 1929

Anfang der 1930er Jahre lebte der Schweizer Fotograf in Wien, wo er auch in der Tanzschule von Gertrud Kraus fotografierte. Kraus emigrierte 1935 nach Israel, wohin sie den modernen Tanz brachte.

(c) Albertina, Wien

Posieren, das erst durch die Kamera zur Skulptur wird: eine von Erwin Wurms "one minute sculptures", 1997; Abzug: 2000

(c) Albertina, Wien

Anonym: Der Bildhauer Hans Gasser und Werkstattgehilfen bei der Arbeit, 1855-1857

Alles gestellt: Der Bildhauer bearbeitet hier gar keinen Marmor, wie am Foto suggeriert wird. Es war eine Gipsfigur. 

(c) Dauerleihgabe der Graphischen Lehr - und Versuchsanstalt © Albertina. Wien. Foto: Caroline Heider
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