Erez Israeli: „Ich möchte, dass Hitler meine Bilder gefallen“

Der Künstler Erez Israeli will die Erinnerung an den Holocaust mit neuen Emotionen aufladen. Ohne diese, sagt er, werde es nicht gehen, werde die Erinnerung verblassen. Dafür bricht er Tabus, auch in seiner neuen Ausstellung in Wien.

Die Nazi-Version von Hitchcocks „Die Vögel“? Der Künstler Erez Israeli inmitten seines aus dem Internet zusammengekauften Adler-Schwarms in der Wiener Galerie Crone.
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Die Nazi-Version von Hitchcocks „Die Vögel“? Der Künstler Erez Israeli inmitten seines aus dem Internet zusammengekauften Adler-Schwarms in der Wiener Galerie Crone.
Die Nazi-Version von Hitchcocks „Die Vögel“? Der Künstler Erez Israeli inmitten seines aus dem Internet zusammengekauften Adler-Schwarms in der Wiener Galerie Crone. – (c) Die Presse (Clemens Fabry)

Natürlich will man die Stempel sehen, die den wenigen auf die Hand gedrückt werden, die Einlass in den vermutlich besten Techno-Club der Welt erhalten, ins Berghain in Berlin. Auch in seiner Heimatstadt Tel Aviv, sagt Erez Israeli, umgebe diesen Namen schon eine mythische Aura, die Berlin zu einer Art Sehnsuchtsort für die Jungen macht. Schnell schiebt er also die Ärmel seines Hemds hoch – und da sind die seltsamen Symbole. Er hat sich die wöchentlich wechselnden Motive als Tattoos in die Unterarme stechen lassen. Eintritt für immer? Tanzen macht frei?

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.03.2017)

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