Sony World Photo Awards

Die Siegerbilder

In London wurden die Sony World Photo Awards vergeben. Der Hauptpreis, die L'Iris d'Or, ging an den Belgier Frederik Buyckx. Ausgezeichnet wurde auch Sandra Hoyns starke Fotoserie über Prostitution in Bangladesch.

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Am Donnerstagabend wurden in London die Sieger des Sony World Photography Award gekürt. Der Hauptpreis, die L'Iris d'Or, geht heuer an den Belgier Frederik Buyckx. Er habe mit seiner Fotoserie "Whiteout", zu dem auch dieses Bild mit dem Titel "Esel" gehört,  die Schönheit des Winters virtuos eingefangen, urteilte die Jury: "Mit seinen Bildern kehren wir zum Wesentlichen zurück, wenn wir uns mit Fotografie beschäftigen. Der Landschaft, die uns umgibt, wird oftmals zu wenig Augenmerk geschenkt, dabei ist sie von zentraler Bedeutung für unsere Existenz." Die Bilder von Frederik Buyckx wurden aus 227.000 Fotos aus 183 Ländern zu den Siegerbildern gekürt. Der Belgier erhält ein Preisgeld von 25.000 Dollar. 

(c) Frederik Buyckx, Belgium, Shortlist, Professional, Landscape, 2017 Sony World Photography Awards

Gewinner der Offenen Kategorie: Alexander Vinogradov, Russland

Die Auszeichnung für das beste Einzelfoto ging an den russischen Fotografen Alexander Vinogradov. Das Porträt mit dem Titel "Mathilda" wurde von dem Film "Léon - Der Profi" inspiriert. In diesem freundet sich die zwölfjährige Mathilda (Natalie Portman) mit dem Auftragskiller Léon (Jean Reno) an. Das Fotomodell heißt Anastasiya Marinina.

 

(c) Alexander Vinogradov, Russian Federation, 1st Place, National Awards, 2017 Sony World Photography Awards

Jugendfotografin des Jahre

Die 16-jährige Schülerin Katelyn Wang aus Los Angeles, Kalifornien, erhielt die Auszeichnung "Youth Photographer of the Year". Unter den Fotografen zwischen zwölf und 19 Jahren im Jugendwettbewerb setzte sich ihr Foto zum Thema "Schönheit" durch. "On Top of the World" hat sie in Chile am See Pehoé aufgenommen. 

(c) Katelyn Wang, United States of America, Shortlist, Youth, Beauty, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Alltag: 1. Platz

Sandra Hoyn, Deutschland

Die berührende und erschütternde Fotoserie der deutschen Fotografin Sandra Hoyn entstand in Bangladesch, das als eines der wenigen muslimischen Länder Prostitution erlaubt. Hoyn porträtierte junge Prostituierte im Bordell Kandapara, darunter die erst 18-jährige Papia, die hier mit zwei Freiern zu sehen ist. Diese wurde früh Waise und hat jung geheiratet, sie und ihr Ehemann nahmen Heroin - und Papia landete im Gefängnis. Das sei der beste Ort gewesen, an dem sie je war, weil sie dort niemand schlug, erzählte sie der Fotografin. Im Gefängnis lernte sie auch jene Frau kennen, die sie später in das Bordell brachte. Das Kandapara ist eines der ältesten "Freudenhäuser" Bangladeschs, es dürfte bereits seit 200 Jahren existieren. 

(c) Sandra Hoyn, Germany, Shortlist, Professional, Daily Life, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Architektur: 1. Preis

Dongni, China

Der Fotograf dokumentierte die neue urbane Ordnung. 

 

(c) Dongni -, China, Shortlist, Professional, Architecture, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Architektur: 2. Platz

Julien Chatelin, Frankreich

Der Westen Chinas entwickelt sich rasant - das spiegelt sich auch in der Transformation der Landschaft wider. Der Zuzug in die Städte ist enorm, dafür wirken manche Landstriche wie verlassen. Es entsteht eine tiefe Kluft zwischen Land und urbanem Raum.

(c) Julien Chatelin, France, Shortlist , Professional, Architecture (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Konzeptionelle Fotografie: 1. Platz

Sabine Cattaneo, Schweiz

Drei von vier Befragten in der Schweiz würden lieber zu Hause sterben als in einem Krankenhaus. Die Schweiz ist eines der wenigen Länder, in denen Sterbehilfe erlaubt wird. In ihrer Serie setzt sich Cattaneo mit der Thematik auseinander. 

(c) Sabine Cattaneo, Switzerland, Shortlist, Professional, Conceptual, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Architektur: 3. Platz

Diego Mayon, Italien

In Griechenland ist Prostitution erlaubt, Bordelle unterliegen aber strengen Regeln. Jene für die Ober- und Mittelschicht wie dieses werden "Studio" genannt - und sind von außen kaum als Bordelle erkennbar.

(c) Diego Mayon, Italy, Shortlist, Professional, Architecture (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgenössische Themen: 3. Platz

Lorenzo Maccotta, Italien

Ein 33-jähriger Mitarbeiter einer „Webcam-Industrie für Erwachsene“ - sprich Sex-Chats via Webcams – nach seiner Tagesschicht. Besonders in Rumänien, wo die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen enorm hoch ist, arbeiten immer mehr Menschen in dieser Branche. Der Verdienst beläuft sich auf bis zu 48.000 Dollar im Monat. Dabei schneiden die Firmen kräftig mit, die den Sexarbeitern die Räume mit schnellem Internetzugang vermieten. Die meisten der Kunden kommen aus den USA, aber auch Europa und Asien sind große Märkte. Bezahlt werden die „Models“ über Firmen, die in Steueroasen wie Luxemburg ansässig sind.

(c) Lorenzo Maccotta, Italy, Shortlist, Professional, Contemporary Issues, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgenössische Themen: 1. Platz

Tasneem Alsultan, Saudi Arabien

Fotografin Tasneem Alsultan versuchte mit ihrer Serie, die Ansprüche und die Realität des Lebens nach dem Koran in Saudi-Arabien einzufangen. Sie selbst heiratete mit 17 - nach zehn Jahren Ehe lebte sie getrennt. Auch die Modedesignerin Nassiba, die Frau im Bild, ist alleinerziehende Mutter. Das Leben als geschiedene Frau in Saudi-Arabien ist schwierig, auch in der Familie gibt es oft kein Verständnis für eine Trennung. 

(c) Tasneem Alsultan, Saudi Arabia, Shortlist, Professional, Contemporary Issues, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgenössische Themen: 2. Platz

Li Song, China

"Li Hang konnte dem köstlichen Essen nicht widerstehen", beschreibt der Fotograf sein Bild. Der elfjährige Li Hang wiegt 155 Kilo. Bereits als Dreijähriger wurde das Prader-Willi-Syndrom bei ihm diagnostiziert, eine angeborene Genmutation: Er kennt kein Sättigungsgefühl. In Changchun nimmt er an einem Abnehmprogramm teil, wo er neben Fitnesskursen auch mit traditioneller chinesischer Medizin behandelt wird. Das Kind leidet sehr an seinem Übergewicht. "Ich will ein normales Leben führen", heißt die Fotoserie von Li Song.

(c) Li Song, China, Shortlist, Professional, Contemporary Issues, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgeschehen & Nachrichten: 1. Platz

Alessio Romenzi, Italien

Erst vor Kurzem hat Alessio Romenzi mit seiner Fotoserie "We are taking no prisoners" einen Preis beim World Press Photo Award gewonnen. Er dokumentierte die Kämpfe in Sirte, Libyen. Innerhalb von sieben Monaten wurde Sirte vom IS zurückerobert - Gefangene wurden dabei keine gemacht.

(c) Alessio Romenzi, Italy, Shortlist, Professional, Current Affairs & News, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgeschehen & Nachrichten: 2. Platz

Joe Raedle, USA

Der US-Bundesstaat Louisiana wurde im vergangenen Jahr im August von einer "historischen Flut" heimgesucht. Mindestens 13 Menschen starben. 60.000 Häuser wurden beschädigt. Auf diesem Foto sieht man Katy Bueche und Chris Villnuve, die auf ein Boot warten, das sie zu ihrem Haus bringen soll. Dort wollen sie sich die Schäden ansehen. 

(c) Joe Raedle, United States of America, Shortlist, Professional, Current Affairs & News, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgeschehen & Nachrichten: 3. Platz

Ivor Prickett, Irland

"Gefangen im Kreuzfeuer" nannte Ivor Prickett seine Fotoserie. Sie beschäftigt sich mit dem Kampf um die Vorherrschaft in Mossul zwischen dem IS und irakischen Streitkräften.

(c) Ivor Prickett, Ireland, Shortlist, Professional, Current Affairs & News, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Alltag: 3. Platz

Alice Cannara Malan, Italien

Malan fotografierte ihre Familie, die untereinander ein teils schwieriges Verhältnis hat. Ihre Mutter und sie sind sich sehr nahe, was zu Eifersucht zwischen ihr und ihrer Schwester führt. Ihr Vater ist fast taub, sie kann sich kaum mit ihm verständigen. Dieses Foto entstand, als ihre Mutter ihr Tagebuch entdeckte. Diese setzte sich auf den Schreibtisch und hat angeboten, Fragen zu ihrem Leben zu beantworten.  

(c) Alice Cannara Malan, Italy, Shortlist, Professional, Daily Life, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Alltag: 2. Platz

Christina Simons, Island 

Der sechsjährige Salvador wartet darauf, dass der nachmittägliche Stierkampf in Plaza Mexico beginnt. Er besucht eine Matador-Trainingsschule. An der Wand hinter ihm sind Schleifen, die von seinen Matador-Vorbildern signiert wurden. Salvadors Familie ist reich und sehr religiös. Sie glaubt, dass Gott das Kind vor Unheil bewahren wird.

(c) Christina Simons, Iceland, Shortlist, Professional, Daily Life, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Landschaft: 3. Platz

Peter Franck, Deutschland

Die Fotoserie von Peter Franck handelt vom Meer - und vom fragilen Gleichgewicht der Natur, das es zu beschützen gilt. 

(c) Peter Franck, Germany, Shortlist, Professional, Landscape, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Landschaft: 2. Platz

 Kurt Tong, Großbritannien

Die Fotoserie "Sweet Water Bitter Earth" setzt sich mit der Herkunft des Fotografen und seiner Identität auseinander. Denn Chinesen außerhalb Chinas haben oft eine problematische Beziehung zur alten Heimat. Dieses Bild stammt aus dem Ort, aus dem Kurt Tongs Familie stammt. 

(c) Kurt Tong, United Kingdom, Shortlist, Professional, Landscape, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Sport: 3. Platz

Jason O'Brien, Australien

"Superman" nannte Jason O'Brien sein Bild: es zeigt Gael Monfils, der im Match gegen Alexander Zverev bei den Australian Open 2016 nach einem Ball hechtet. Monfils feierte einen Fünfsatz-Erfolg, doch er schied später gegen Rafael Nadal aus. 

(c) Jason O'Brien, Australia, Shortlist, Professional, Sport, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Sport: 1. Platz

Yuan Peng, China

"Die gymnastischen Träume der Zwillinge" heißt die Fotoserie, die in einer auf Sport spezialisierten Schule in Jining, China entstand. Die Zwillingsschwestern Liu Bingqing und Liu Yujie träumen davon, professionelle Sportlerinnen zu werden und werden dafür hart trainiert. 

(c) Yuan Peng, China, Shortlist , Professional, Sport, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Sport: 2. Platz

Eduard Korniyenko, Russland

In Stavropol im Süden Russlands warten Teilnehmer eines Bodybuilding-Wettbewerbs am 10. April 2016 auf ihren Auftritt. In der Sowjetunion war Bodybuilding unerwünscht - im Gegensatz zum Gewichtheben. Trotzdem entwickelte sich ein reges Interesse an dem Sport, angefacht durch Magazine aus dem Westen, die von Hand zu Hand weitergereicht wurden. Inzwischen sind die Bodybuilding-Clubs von den Kellern in die Fitnessstudios umgezogen. Menschen aus allen Altersklassen und Gesellschaftsschichten begeistern sich dafür. Ihr Hauptinteresse gilt einem: dem perfekten Körper.

(c) Eduard Korniyenko, Russian Federation, Shortlist, Professional, Sport, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Porträt: 3. Platz

Ren shi Chen, China

Die Fotoserie handelt von zurückgelassenen Kindern. Die Mutter von Gou Ling Yu ist fortgegangen, als das Mädchen sechs Monate alt war. Im ländlichen China leben mehr als 61 Millionen Kinder, deren Eltern sie zurückgelassen haben, um in den Städten Arbeit zu finden. In der Schule werden sie oft gemobbt und sie haben niemanden, an den sie sich wenden können. 

(c) Ren shi Chen, China, Shortlist, Professional, Portraiture (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Natur: 1. Platz

Will Burrard-Lucas, Großbritannien

Der Fotograf war am Ende der Trockenzeit im Nationalpark Liuwa-Auen in Sambia. Als der Regen anfing, kamen tausende Gnus. Will Burrard-Lucas versuchte mit seiner Fotoserie das Leben in der Wildnis in Afrika zu dokumentieren, wie man es noch nicht kennt: in der Nacht.

(c) Will Burrard-Lucas, United Kingdom, Shortlist, Professional, Natural World, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Natur: 3. Platz

Christian Vizl, Mexiko

Ein Makrelenschwarm im Golf von Kalifornien, in dem Gebiet, das zum Cabo Pulmo National Park gehört.

(c) Christian Vizl, Mexico, Shortlist, Professional, Natural World, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Natur: 2. Platz

Ami Vitale, USA

Im Wolong Hetaoping Panda Zentrum werden Riesenpandas, die in Gefangenschaft geboren wurden, auf das Leben in der Wildnis vorbereitet. Der Kontakt zu Menschen wird so gering wie möglich gehalten – und wenn, dann tragen Menschen Pandakostüme. Die Bemühungen von China, Pandas zu schützen, trägt Früchte: sie wurden von der Liste der gefährdeten Tierarten gestrichen.

(c) Ami Vitale, United States of America, Shortlist, Professional, Natural World, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Stillleben: 2. Platz

Shinya Masuda, Japan

"Als ich ein Kind war, hat meine Großmutter zu mir gesagt: 'Alles mit einer Form wird eines Tages verschwunden sein'", sagt der Fotograf Shinya Masuda. Das ist ihm in Erinnerung geblieben - das hat ihn auch zu dieser Fotoserie über Vergänglichkeit inspiriert. 

(c) Shinya Masuda, Japan, Shortlist, Professional, Still Life (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Stillleben: 1. Platz

Henry Agudelo, Kolumbien

Hinter der Fotoserie "Unauslöschliche Zeichen" steht eine dramatische Geschichte: in Kolumbien werden mehr als 130.000 Menschen vermisst. Und es gibt Hunderte tote Menschen, die gefunden, aber nicht identifiziert wurden. Bei ihnen wurden Besonderheiten wie Muttermale oder Tattoos fotografiert - anhand derer sie möglicherweise jemand identifizieren kann. 

(c) Henry Agudelo, Colombia, Shortlist, Professional, Still Life (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Stillleben: 3. Platz

Christoffer Askman, Dänemark

Askman fotografierte Dinge des Alltags in der unbarmherzigen Sonne - und verfremdet sie dadurch. 

(c) Christoffer Askman, Denmark, Shortlist, Professional, Still Life (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Porträt: 1. Platz

George Mayer, Russland

"Licht. Schatten. Perfekte Frau", heißt das Foto von George Mayer. Es erinnert an die Fotos von Man Ray. 

(c) George Mayer, Russian Federation, Shortlist, Professional, Portraiture (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Porträt: 2. Platz

Romina Ressia, Argentinien

Die Fotografin geht in ihrer Serie "I Know What Beauty Looks Like" dem Wesen der Schönheit nach. Bei einem Casting hat sie dabei Menschen gesucht, die sich porträtieren lassen. Die Resonanz hat sie überrascht. Auf diesem Foto ist die Studentin Camila zu sehen.

(c) Romina Ressia, Argentina, Shortlist, Professional, Portraiture (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Am Donnerstagabend wurden in London die Sieger des Sony World Photography Award gekürt. Der Hauptpreis, die L'Iris d'Or, geht heuer an den Belgier Frederik Buyckx. Er habe mit seiner Fotoserie "Whiteout", zu dem auch dieses Bild mit dem Titel "Esel" gehört,  die Schönheit des Winters virtuos eingefangen, urteilte die Jury: "Mit seinen Bildern kehren wir zum Wesentlichen zurück, wenn wir uns mit Fotografie beschäftigen. Der Landschaft, die uns umgibt, wird oftmals zu wenig Augenmerk geschenkt, dabei ist sie von zentraler Bedeutung für unsere Existenz." Die Bilder von Frederik Buyckx wurden aus 227.000 Fotos aus 183 Ländern zu den Siegerbildern gekürt. Der Belgier erhält ein Preisgeld von 25.000 Dollar. 

(c) Frederik Buyckx, Belgium, Shortlist, Professional, Landscape, 2017 Sony World Photography Awards

Gewinner der Offenen Kategorie: Alexander Vinogradov, Russland

Die Auszeichnung für das beste Einzelfoto ging an den russischen Fotografen Alexander Vinogradov. Das Porträt mit dem Titel "Mathilda" wurde von dem Film "Léon - Der Profi" inspiriert. In diesem freundet sich die zwölfjährige Mathilda (Natalie Portman) mit dem Auftragskiller Léon (Jean Reno) an. Das Fotomodell heißt Anastasiya Marinina.

 

(c) Alexander Vinogradov, Russian Federation, 1st Place, National Awards, 2017 Sony World Photography Awards

Jugendfotografin des Jahre

Die 16-jährige Schülerin Katelyn Wang aus Los Angeles, Kalifornien, erhielt die Auszeichnung "Youth Photographer of the Year". Unter den Fotografen zwischen zwölf und 19 Jahren im Jugendwettbewerb setzte sich ihr Foto zum Thema "Schönheit" durch. "On Top of the World" hat sie in Chile am See Pehoé aufgenommen. 

(c) Katelyn Wang, United States of America, Shortlist, Youth, Beauty, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Alltag: 1. Platz

Sandra Hoyn, Deutschland

Die berührende und erschütternde Fotoserie der deutschen Fotografin Sandra Hoyn entstand in Bangladesch, das als eines der wenigen muslimischen Länder Prostitution erlaubt. Hoyn porträtierte junge Prostituierte im Bordell Kandapara, darunter die erst 18-jährige Papia, die hier mit zwei Freiern zu sehen ist. Diese wurde früh Waise und hat jung geheiratet, sie und ihr Ehemann nahmen Heroin - und Papia landete im Gefängnis. Das sei der beste Ort gewesen, an dem sie je war, weil sie dort niemand schlug, erzählte sie der Fotografin. Im Gefängnis lernte sie auch jene Frau kennen, die sie später in das Bordell brachte. Das Kandapara ist eines der ältesten "Freudenhäuser" Bangladeschs, es dürfte bereits seit 200 Jahren existieren. 

(c) Sandra Hoyn, Germany, Shortlist, Professional, Daily Life, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Architektur: 1. Preis

Dongni, China

Der Fotograf dokumentierte die neue urbane Ordnung. 

 

(c) Dongni -, China, Shortlist, Professional, Architecture, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Architektur: 2. Platz

Julien Chatelin, Frankreich

Der Westen Chinas entwickelt sich rasant - das spiegelt sich auch in der Transformation der Landschaft wider. Der Zuzug in die Städte ist enorm, dafür wirken manche Landstriche wie verlassen. Es entsteht eine tiefe Kluft zwischen Land und urbanem Raum.

(c) Julien Chatelin, France, Shortlist , Professional, Architecture (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Konzeptionelle Fotografie: 1. Platz

Sabine Cattaneo, Schweiz

Drei von vier Befragten in der Schweiz würden lieber zu Hause sterben als in einem Krankenhaus. Die Schweiz ist eines der wenigen Länder, in denen Sterbehilfe erlaubt wird. In ihrer Serie setzt sich Cattaneo mit der Thematik auseinander. 

(c) Sabine Cattaneo, Switzerland, Shortlist, Professional, Conceptual, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Architektur: 3. Platz

Diego Mayon, Italien

In Griechenland ist Prostitution erlaubt, Bordelle unterliegen aber strengen Regeln. Jene für die Ober- und Mittelschicht wie dieses werden "Studio" genannt - und sind von außen kaum als Bordelle erkennbar.

(c) Diego Mayon, Italy, Shortlist, Professional, Architecture (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgenössische Themen: 3. Platz

Lorenzo Maccotta, Italien

Ein 33-jähriger Mitarbeiter einer „Webcam-Industrie für Erwachsene“ - sprich Sex-Chats via Webcams – nach seiner Tagesschicht. Besonders in Rumänien, wo die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen enorm hoch ist, arbeiten immer mehr Menschen in dieser Branche. Der Verdienst beläuft sich auf bis zu 48.000 Dollar im Monat. Dabei schneiden die Firmen kräftig mit, die den Sexarbeitern die Räume mit schnellem Internetzugang vermieten. Die meisten der Kunden kommen aus den USA, aber auch Europa und Asien sind große Märkte. Bezahlt werden die „Models“ über Firmen, die in Steueroasen wie Luxemburg ansässig sind.

(c) Lorenzo Maccotta, Italy, Shortlist, Professional, Contemporary Issues, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgenössische Themen: 1. Platz

Tasneem Alsultan, Saudi Arabien

Fotografin Tasneem Alsultan versuchte mit ihrer Serie, die Ansprüche und die Realität des Lebens nach dem Koran in Saudi-Arabien einzufangen. Sie selbst heiratete mit 17 - nach zehn Jahren Ehe lebte sie getrennt. Auch die Modedesignerin Nassiba, die Frau im Bild, ist alleinerziehende Mutter. Das Leben als geschiedene Frau in Saudi-Arabien ist schwierig, auch in der Familie gibt es oft kein Verständnis für eine Trennung. 

(c) Tasneem Alsultan, Saudi Arabia, Shortlist, Professional, Contemporary Issues, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgenössische Themen: 2. Platz

Li Song, China

"Li Hang konnte dem köstlichen Essen nicht widerstehen", beschreibt der Fotograf sein Bild. Der elfjährige Li Hang wiegt 155 Kilo. Bereits als Dreijähriger wurde das Prader-Willi-Syndrom bei ihm diagnostiziert, eine angeborene Genmutation: Er kennt kein Sättigungsgefühl. In Changchun nimmt er an einem Abnehmprogramm teil, wo er neben Fitnesskursen auch mit traditioneller chinesischer Medizin behandelt wird. Das Kind leidet sehr an seinem Übergewicht. "Ich will ein normales Leben führen", heißt die Fotoserie von Li Song.

(c) Li Song, China, Shortlist, Professional, Contemporary Issues, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgeschehen & Nachrichten: 1. Platz

Alessio Romenzi, Italien

Erst vor Kurzem hat Alessio Romenzi mit seiner Fotoserie "We are taking no prisoners" einen Preis beim World Press Photo Award gewonnen. Er dokumentierte die Kämpfe in Sirte, Libyen. Innerhalb von sieben Monaten wurde Sirte vom IS zurückerobert - Gefangene wurden dabei keine gemacht.

(c) Alessio Romenzi, Italy, Shortlist, Professional, Current Affairs & News, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgeschehen & Nachrichten: 2. Platz

Joe Raedle, USA

Der US-Bundesstaat Louisiana wurde im vergangenen Jahr im August von einer "historischen Flut" heimgesucht. Mindestens 13 Menschen starben. 60.000 Häuser wurden beschädigt. Auf diesem Foto sieht man Katy Bueche und Chris Villnuve, die auf ein Boot warten, das sie zu ihrem Haus bringen soll. Dort wollen sie sich die Schäden ansehen. 

(c) Joe Raedle, United States of America, Shortlist, Professional, Current Affairs & News, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Zeitgeschehen & Nachrichten: 3. Platz

Ivor Prickett, Irland

"Gefangen im Kreuzfeuer" nannte Ivor Prickett seine Fotoserie. Sie beschäftigt sich mit dem Kampf um die Vorherrschaft in Mossul zwischen dem IS und irakischen Streitkräften.

(c) Ivor Prickett, Ireland, Shortlist, Professional, Current Affairs & News, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Alltag: 3. Platz

Alice Cannara Malan, Italien

Malan fotografierte ihre Familie, die untereinander ein teils schwieriges Verhältnis hat. Ihre Mutter und sie sind sich sehr nahe, was zu Eifersucht zwischen ihr und ihrer Schwester führt. Ihr Vater ist fast taub, sie kann sich kaum mit ihm verständigen. Dieses Foto entstand, als ihre Mutter ihr Tagebuch entdeckte. Diese setzte sich auf den Schreibtisch und hat angeboten, Fragen zu ihrem Leben zu beantworten.  

(c) Alice Cannara Malan, Italy, Shortlist, Professional, Daily Life, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Alltag: 2. Platz

Christina Simons, Island 

Der sechsjährige Salvador wartet darauf, dass der nachmittägliche Stierkampf in Plaza Mexico beginnt. Er besucht eine Matador-Trainingsschule. An der Wand hinter ihm sind Schleifen, die von seinen Matador-Vorbildern signiert wurden. Salvadors Familie ist reich und sehr religiös. Sie glaubt, dass Gott das Kind vor Unheil bewahren wird.

(c) Christina Simons, Iceland, Shortlist, Professional, Daily Life, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Landschaft: 3. Platz

Peter Franck, Deutschland

Die Fotoserie von Peter Franck handelt vom Meer - und vom fragilen Gleichgewicht der Natur, das es zu beschützen gilt. 

(c) Peter Franck, Germany, Shortlist, Professional, Landscape, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Landschaft: 2. Platz

 Kurt Tong, Großbritannien

Die Fotoserie "Sweet Water Bitter Earth" setzt sich mit der Herkunft des Fotografen und seiner Identität auseinander. Denn Chinesen außerhalb Chinas haben oft eine problematische Beziehung zur alten Heimat. Dieses Bild stammt aus dem Ort, aus dem Kurt Tongs Familie stammt. 

(c) Kurt Tong, United Kingdom, Shortlist, Professional, Landscape, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Sport: 3. Platz

Jason O'Brien, Australien

"Superman" nannte Jason O'Brien sein Bild: es zeigt Gael Monfils, der im Match gegen Alexander Zverev bei den Australian Open 2016 nach einem Ball hechtet. Monfils feierte einen Fünfsatz-Erfolg, doch er schied später gegen Rafael Nadal aus. 

(c) Jason O'Brien, Australia, Shortlist, Professional, Sport, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Sport: 1. Platz

Yuan Peng, China

"Die gymnastischen Träume der Zwillinge" heißt die Fotoserie, die in einer auf Sport spezialisierten Schule in Jining, China entstand. Die Zwillingsschwestern Liu Bingqing und Liu Yujie träumen davon, professionelle Sportlerinnen zu werden und werden dafür hart trainiert. 

(c) Yuan Peng, China, Shortlist , Professional, Sport, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Sport: 2. Platz

Eduard Korniyenko, Russland

In Stavropol im Süden Russlands warten Teilnehmer eines Bodybuilding-Wettbewerbs am 10. April 2016 auf ihren Auftritt. In der Sowjetunion war Bodybuilding unerwünscht - im Gegensatz zum Gewichtheben. Trotzdem entwickelte sich ein reges Interesse an dem Sport, angefacht durch Magazine aus dem Westen, die von Hand zu Hand weitergereicht wurden. Inzwischen sind die Bodybuilding-Clubs von den Kellern in die Fitnessstudios umgezogen. Menschen aus allen Altersklassen und Gesellschaftsschichten begeistern sich dafür. Ihr Hauptinteresse gilt einem: dem perfekten Körper.

(c) Eduard Korniyenko, Russian Federation, Shortlist, Professional, Sport, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Porträt: 3. Platz

Ren shi Chen, China

Die Fotoserie handelt von zurückgelassenen Kindern. Die Mutter von Gou Ling Yu ist fortgegangen, als das Mädchen sechs Monate alt war. Im ländlichen China leben mehr als 61 Millionen Kinder, deren Eltern sie zurückgelassen haben, um in den Städten Arbeit zu finden. In der Schule werden sie oft gemobbt und sie haben niemanden, an den sie sich wenden können. 

(c) Ren shi Chen, China, Shortlist, Professional, Portraiture (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Natur: 1. Platz

Will Burrard-Lucas, Großbritannien

Der Fotograf war am Ende der Trockenzeit im Nationalpark Liuwa-Auen in Sambia. Als der Regen anfing, kamen tausende Gnus. Will Burrard-Lucas versuchte mit seiner Fotoserie das Leben in der Wildnis in Afrika zu dokumentieren, wie man es noch nicht kennt: in der Nacht.

(c) Will Burrard-Lucas, United Kingdom, Shortlist, Professional, Natural World, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Natur: 3. Platz

Christian Vizl, Mexiko

Ein Makrelenschwarm im Golf von Kalifornien, in dem Gebiet, das zum Cabo Pulmo National Park gehört.

(c) Christian Vizl, Mexico, Shortlist, Professional, Natural World, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Natur: 2. Platz

Ami Vitale, USA

Im Wolong Hetaoping Panda Zentrum werden Riesenpandas, die in Gefangenschaft geboren wurden, auf das Leben in der Wildnis vorbereitet. Der Kontakt zu Menschen wird so gering wie möglich gehalten – und wenn, dann tragen Menschen Pandakostüme. Die Bemühungen von China, Pandas zu schützen, trägt Früchte: sie wurden von der Liste der gefährdeten Tierarten gestrichen.

(c) Ami Vitale, United States of America, Shortlist, Professional, Natural World, 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Stillleben: 2. Platz

Shinya Masuda, Japan

"Als ich ein Kind war, hat meine Großmutter zu mir gesagt: 'Alles mit einer Form wird eines Tages verschwunden sein'", sagt der Fotograf Shinya Masuda. Das ist ihm in Erinnerung geblieben - das hat ihn auch zu dieser Fotoserie über Vergänglichkeit inspiriert. 

(c) Shinya Masuda, Japan, Shortlist, Professional, Still Life (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Stillleben: 1. Platz

Henry Agudelo, Kolumbien

Hinter der Fotoserie "Unauslöschliche Zeichen" steht eine dramatische Geschichte: in Kolumbien werden mehr als 130.000 Menschen vermisst. Und es gibt Hunderte tote Menschen, die gefunden, aber nicht identifiziert wurden. Bei ihnen wurden Besonderheiten wie Muttermale oder Tattoos fotografiert - anhand derer sie möglicherweise jemand identifizieren kann. 

(c) Henry Agudelo, Colombia, Shortlist, Professional, Still Life (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Stillleben: 3. Platz

Christoffer Askman, Dänemark

Askman fotografierte Dinge des Alltags in der unbarmherzigen Sonne - und verfremdet sie dadurch. 

(c) Christoffer Askman, Denmark, Shortlist, Professional, Still Life (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Porträt: 1. Platz

George Mayer, Russland

"Licht. Schatten. Perfekte Frau", heißt das Foto von George Mayer. Es erinnert an die Fotos von Man Ray. 

(c) George Mayer, Russian Federation, Shortlist, Professional, Portraiture (professional), 2017 Sony World Photography Awards

Kategorie Porträt: 2. Platz

Romina Ressia, Argentinien

Die Fotografin geht in ihrer Serie "I Know What Beauty Looks Like" dem Wesen der Schönheit nach. Bei einem Casting hat sie dabei Menschen gesucht, die sich porträtieren lassen. Die Resonanz hat sie überrascht. Auf diesem Foto ist die Studentin Camila zu sehen.

(c) Romina Ressia, Argentina, Shortlist, Professional, Portraiture (professional), 2017 Sony World Photography Awards