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Iran: „Das Land geht in die Hölle!“

26.11.2009 | 18:25 |  PATRICIA KÄFER (Die Presse)

„Bete für mich und meine Familie“ – Schreiben unter Todesgefahr: E-Mail-Verkehr mit einer Journalistin, die nun in Haft ist und wahrscheinlich gefoltert wird.

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Ich bin Journalistin... Und um im Iran Journalist zu sein, muss man entweder verrückt sein oder jemand, der seinen Job und sein Land liebt“, beschreibt sich die 29-jährige Iranerin selbst. Das muslimische Kopftuch trägt sie in Europa, das sie mehrfach besucht hat, nur selten, zieht vielleicht beiläufig einen Paschmina über die dunklen Locken – oder trägt ihr Haar offen. Mit strahlenden Augen hat sie mir, als ich sie im Dezember 2007 in Berlin kennenlernte, von ihrem Berufsalltag erzählt: „Ich stelle mir vor, europäische Journalisten fragen sich jeden Morgen: ,Worüber schreibe ich heute?‘ Iranische fragen sich: ,Worüber schreibe ich heute nicht?‘“ Was für uns deprimierend klingt, spornt sie nur noch an.

2007 verteidigte sie energisch ihr Tun gegenüber Exil-Iranern – die Community ist online stark vernetzt –, die meinten, man könne dieses Land unter der Herrschaft von Mahmoud Ahmadinejad nur verlassen. Sie würde das als „im Stich lassen“ werten. Kommt nicht in Frage.

Nun lief Montagabend ein Schauer über meinen Rücken: als ich im deutschen Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ ihr Foto sah. Seit Ende August ist sie in Haft, heißt es da. Inständig hatte sie mich 2007 gebeten, zwar über ihr Schicksal zu berichten, dabei aber ihren Namen nicht zu nennen; das habe ich bisher nicht getan, werde es auch jetzt nicht tun. „Der Spiegel“ indes tut es.

„Danke, dass du an mich und meinen Iran denkst“, antwortete sie am 22.Juni 2009 auf mein E-Mail. Da fanden in Teheran bereits seit Tagen Demonstrationen gegen das umstrittene Wahlergebnis statt, das Mahmoud Ahmadinejad zum Sieger erklärte. „Du kannst es dir nicht vorstellen“, schrieb sie, „mein geliebtes Land geht vor meinen Augen in die Hölle. Die Killer sind in den Straßen. Sie haben bereits Menschen getötet.“ An diesem Tag wurde Neda begraben, jene 19-Jährige, die im Internet zur Ikone der iranischen Widerstandsbewegung wurde.

Die Schilderungen im E-Mail werden persönlicher: „Die Bassij (regimetreue Miliz, Anm.) haben meiner Schwester die Hand gebrochen. Sie rufen bei mir zu Hause an, um mich zu finden, und fragen nach mir, seit einer Woche. Ich kann nicht nach Hause. Mein Handy habe ich abgedreht.“ Schon früher hat sie einschüchternde Anrufe des Geheimdienstes bekommen, nachdem sie einen regimekritischen Text veröffentlicht hatte. Dabei legte sie stets großen Wert auf die Ausgewogenheit ihrer Artikel, die sie für zahlreiche Tageszeitungen und mehrere Nachrichtenagenturen verfasste.

2008 wurde sie inhaftiert, um nicht zur Präsidentschaftswahl in die Vereinigten Staaten reisen zu können. „Bitte sag deiner Regierung, dieser Diktator ist nicht unser Präsident. Sag ihnen, sie sollen die wirtschaftlichen Beziehungen zu ihm abbrechen. Und sie müssen an die Menschenrechte denken. Ich bin so traurig und unter starkem Druck... Bitte bete für mich, meine Familie und mein Land.“ Ein zweites Mail blieb unbeantwortet.

 

Vulgäre Leibesvisitation

Genau zwei Monate später, so beschreibt es nun „Der Spiegel“, am 22.August, nimmt der Geheimdienst die junge Frau fest. Es ist der erste Tag des Fastenmonats Ramadan; sie bereitet mit ihrer Mutter, einer Ärztin, zu Hause das Festessen für den Abend vor. Drei Männer durchsuchen Wohnung und Computer, nehmen die Journalistin mit. Sie ist dabei eine von zahlreichen Journalisten und Bloggern, die im Laufe der Proteste verhaftet wurden. Der Mutter versprachen die Männer, die 29-Jährige wie ihre eigene Tochter zu behandeln, so „Der Spiegel“.

Eine Lüge: Sie kam in Teherans Evin-Gefängnis, zuerst in eine der winzigen unterirdischen Zellen, die von den Häftlingen „Gräber“ genannt werden. Ihre Anwältin erfuhr erst nach zwei Monaten, was ihr vorgeworfen wird: „Propaganda gegen das Regime“. Da sitzt die junge Frau bereits in einer oberirdischen Zelle. Gemeinsam mit der zweiten inhaftierten Journalistin, sie sind die beiden einzigen Frauen im Trakt, tritt sie in Hungerstreik. Eine von ihnen wird freigelassen – die 29-Jährige nicht.

Den Eltern wird gestattet, sie zu besuchen: Sie sei in einem besorgniserregenden Zustand, wird die Mutter im „Spiegel“ zitiert, habe weiße Strähnen in ihrem dunkelbraunen Haar. „Starkem mentalem und physischem Druck“ sei sie ausgesetzt worden, um zu gestehen, heißt es im US-Magazin „Frontline“. Der Vater, ein ehemaliger Offizier, berichtet dort von einer „vulgären Leibesvisitation“, die seiner Tochter widerfahren ist; auch der übliche Vorwurf an weibliche Gefangene, sie führe ein „unmoralisches Leben“, sei ihr gemacht worden.

Bei seinem Besuch habe sie vor Zorn über die Haftbedingungen geschrien. Er selbst hat im Ersten Golfkrieg in der iranischen Luftwaffe gedient, seine damals kleine Tochter hatte ihn nicht wiedererkannt, wenn er nach Monaten von der Front zurückkam. Als Kriegsveteran hatte er laut „Frontline“ nicht gedacht, dass seiner Tochter und ihm derartiges zustoßen könnte.

 

„Ich brauche ein bisschen Freiheit“

Die Familie kämpft seit der Verhaftung um die Freilassung der jungen Frau, wurde bisher aber nur vertröstet. Auch Menschenrechtsorganisationen konnten nichts ausrichten. Vergangene Woche hielten die Eltern einen achtstündigen Sitzstreik im Revolutionsgericht ab – und wurden wieder vertröstet. „Ich bin müde“, schrieb die Journalistin am 14.August, in ihrem vorerst letzten Facebook-Eintrag, „ich brauche frische Luft. Ich brauche ein bisschen Freiheit.“

Am Montag wurde die auflagenstärkste iranischen Zeitung, „Hamshari“, geschlossen – weil sie bei Ahmadinejad in Ungnade gefallen war. Seit dem Sommer wurden mehrere regimekritische Zeitungen verboten, die Internetzensur wurde verschärft.

KAMPF GEGEN DAS INTERNET

Billig, schnell, grenzenlos, allgemein zugänglich – das sind die Assets des Internet, die freilich mittlerweile Diktaturen das Fürchten lehren. Dissidenten haben heute andere Möglichkeiten, sich bemerkbar zu machen als zu Zeiten des Kalten Krieges. Die Ambivalenz, einerseits Geschäfte mit dem Westen zu machen, andererseits die eigenen Bürger zu knebeln, zeitigt skurrile Maßnahmen: Geräte werden beschlagnahmt, Computer dürfen nur mehr in Hotels aufgestellt werden usw. „Reporter ohne Grenzen“ hat ein „Handbuch für Blogger und Internetdissidenten“ herausgegeben: in fünf Sprachen, kostenlos. Es gibt noch andere Kanäle. Speziell Länder wie der Iran, China haben eine sehr lebendige Filmszene. Auch Bücher boomen: „We are Iran: The Persian Blogs“ (Soft Skull Press NY bzw. Amazon).

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.11.2009)

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23 Kommentare
Gast: Fidel Gastro
28.11.2009 21:40
0 0

Jo mei ...

... bei so vielen geifertriefenden Hasspostings fragt man sich, wo die ganzen Religionsfanatiker in Österreich wohl herkommen? Aber vielleicht kommen sie gar nicht aus Österreich ...?

psaiko
28.11.2009 12:58
0 0

Dieser Islamismus hat nicht nur nichts in Europa...

...sondern nirgendwo auf der ganzen Welt zu suchen. Es ist die Pflicht aller freiheitsliebenden, demokratischen, Anhänger westlicher Werte den Menschen weltweit, die für die Durchsetzung dieser Werte kämpfen und unter antidemorkatischen Tyranneien und Regimes leiden, sich einzusetzen.

Anders als manche Kulturrelativisten von rechts und links, die meinen Europa müsse man vor dem Islam hüten, aber im Nahen Osten kann die Barbarei herrschen.

dr. philpp
27.11.2009 07:34
0 2

Islam ist eine frauenfeindliche, totalitäre, gewaltbefürwortende, antiliberale und antihumanistische Ideologie

und hat im Europa des 21. Jahrhundert nichts aber auch schon garnichts zu suchen.
Und um den Anfängen zu wehren ist es fast schon zu spät...........

1 0

Re: Islam ist eine frauenfeindliche, totalitäre, gewaltbefürwortende, antiliberale und antihumanistische Ideologie

Habe ich irgendwas übersehen?
In diesem Artikel geht es weder um den Islam, noch um Europa. Es geht um die Behandlung einer Regimekritikerin durch ein autoritäres Regime, das sich per Wahlfälschung an der Macht hält.

Antworten Antworten Gast: Das wahre genie erkennt die Zusammenhänge....
28.11.2009 13:55
0 0

Re: Re: Islam ist eine frauenfeindliche, totalitäre, gewaltbefürwortende, antiliberale und antihumanistische Ideologie


Antworten Antworten Gast: Balduin Hugo
27.11.2009 14:04
0 0

Re: Re: Islam ist eine frauenfeindliche, totalitäre, gewaltbefürwortende, antiliberale und antihumanistische Ideologie

Und durch wen wurde die Wahlfälschung druchgeboxt?
Und wer steht hinter Ahmedinejad?
Und wer bringt sich allwöchentlich immer wieder in die öffentliche Diskussion ein?
.
.
.

1 0

Re: Re: Re: Islam ist eine frauenfeindliche, totalitäre, gewaltbefürwortende, antiliberale und antihumanistische Ideologie

Hinter dem Präsidenten stehen Moslems. Seine Gegner sind ebenso Moslems, dank der Wahlfälschung wurde ein Moslem um seinen Sieg betrogen. Die eingesperrte Journalistin ist höchstwahrscheinlich auch ein Moslem.

Und erzälts mir nicht, daß es nur in moslemischen Ländern Wahlfälschung und politische Justiz gibt, ich kenne genügend Gegenbeispiele.

Antworten Antworten Gast: Histi
27.11.2009 13:18
0 0

Re: Re: Islam ist eine frauenfeindliche, totalitäre, gewaltbefürwortende, antiliberale und antihumanistische Ideologie

Um den Zusammenhang zu erkennen, vor allem was die Behandlung von Frauen betrifft, braucht man allerdings ein Mindestmaß an Bildung (Intelligenz in höherem Maß, wäre gar nicht nötig)!

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Re: Re: Re: Islam ist eine frauenfeindliche, totalitäre, gewaltbefürwortende, antiliberale und antihumanistische Ideologie

Die Frau sitzt nicht im Häfen weil sie eine Frau ist, sondern weil sie eine kritische Journalistin ist.

Gast: Leser
27.11.2009 01:11
0 0

Denker

Die haben eine Journalistin gefunden die gegen das Regime ist das gibts überrall auf der Welt personen die gegen das system sind bzw politik alles nur Propaganda.Iran braucht bald EU garnicht mehr das heißt die sanktionen bringen nix den der Iran findet imma neue Freunde für die Wirtschaft zb.Venezuela,Brasilien,Bolivien,Weissrussland,Russland,
Ukraine,Türkei,Irak,China,Thailand,Südafrika,Senegal, und Gambia die schon mehrere Verträge abgeschlossen haben das rafft langsam Obama und seine Heuchler bande auch und es wird bald nächste Krieg kommen...

Antworten Gast: Auslandsösterreicher
28.11.2009 00:31
0 0

Re: Denker

Ich muss das auch noch los werden.
China..
Das hat doch mit den Aufständen der Islamisten ziemlich kurzen Prozess gemacht. Nicht?
Es zeigt aber das sich Ihre Mullahs auch wenig um deren Glaubensbrüder kümmern wenns um Kohle geht? ;)

Antworten Gast: Auslandsösterreicher
28.11.2009 00:21
0 0

Re: Denker

Sorry.
Sie haben ja auch Chavez erwähnt und ich habe nur die Türkei angesprochen.
Also das Venezuela auch auf Grün macht denke ich weniger.. ;)

Aber..
Eigentlich eh wurscht..
Kommunismus, Islamismus, Faschismus..
Wo war da nochmal der Unterschied?
Doch alles korrupte Diktaturen mit eigenartigem Verständnis von Menschenrechten..

Antworten Gast: Auslandsösterreicher
28.11.2009 00:14
0 0

Re: Denker

Öl mein Freund. Öl (wie bei Chavez)!
Und wenn das knapp wird im grünen Iran will kein Land mehr mit den Mullahs was zu tun haben sollte es nicht selbst ähnliche Verhältnisse haben. Was bei der Türkei leider der Fall werden könnte.

Also. Ohne Öl gehts dem Iran wie Dubai.. Sand spielen.. ;)

Gast: Gastname
27.11.2009 00:26
0 1

Überschrift

Ich erinnere mich noch daran wie der Standard die Twitter Revolution gelobt hat, weil Siemens Waffen verkaufen durfte. Meines Erachtens gehoeren die Haelfte der Journalisten zur Verantwortung gezogen, aber dagegen haben sie ja das Terrorthema erfunden, dass verschleiert wie westliche Soldaten ganze Voelker unterwerfen, damit sie die Pressefoerderung einkassieren koennen.

Gast: netter gast
26.11.2009 23:03
0 1

hetze

Die anti Iran und anti Islamhetze
findet noch immer Veröffentlichung

"Der Spiegel" ist die Erste Adresse ,
wenns gegen den Iran geht

Gast: Türkin
26.11.2009 21:32
1 1

Das sollte HC lesen...

Der Islam hasst nicht nur Christen. Frauen sind auch nicht besonders beliebt bei den Mullahs.

Wenn ich solche Beiträge lesen (Die allesamt sowieso noch SEHR Weichgespült sind!) frage ich mich warum immer noch Menschen verlangen, dass jegliche Kritik am Islam sofort als Rassismus oder ähnliches miskreditiert wird?!

Antworten psaiko
28.11.2009 13:03
0 0

HC schert sich einen Dreck um Humanismus

und Menschenrechte. Für die Rechte ist die islamische Rechte im Nahen Osten ein Ansprechpartner und Verbündeter im Kampf gegen die westlichen demokratischen Werte, mit denen HC rein gar nix am Hut hat, da sie seinem völkischen Kulturrelativismus und Verständnis von Freiheit zutiefst widersprechen.

Den Islamismus bekämpft man nicht, indem man die Islamisten hinters Mittelmeer abschiebt (=HC) und dort ihre Barbarei führen lässt, sonder indem man den Islamismus weltweit bekämpft. Dazu gehört auch der Einsatz für die Werte des Humanismus in arabischen Ländern.

Antworten komajo
27.11.2009 06:55
0 1

Re: Das sollte HC lesen...

Die Gutmenschen sollen das lesen. Der Strache hält nichts von Islamisten, das ist bekannt. Die Allesversteher und Allesverzeiher sind bei solchen Nachrichten gefordert.

Antworten Gast: eg
26.11.2009 22:43
0 1

Re: Das sollte HC lesen...

Wie recht sie haben!

Antworten Antworten Gast: Iraner
27.11.2009 22:46
0 0

Re: Re: Das sollte HC lesen...

Hat zwar nix mit dem Thema zutun,schreibe trotzdem.Der Islam.Was ist das überhaupt.Milliarden von Menschen sind wie es behauptet wird Moslems.Ich meine sie kommen als Moslem auf d. Welt.Sie haben gar keine Wahl.Wenn sie freie Wahl hätten,dann will ich sehen wieviele von denen wirklich moslem sind.Haben sie aber nicht wegen Todesstrafe. Denn in Islam ist es verboten was anders zu sein als moslem.Wer was anders behauptet der lügt.Islam = Gewalt.Das seit 1400 jahren.

Antworten Antworten Antworten Gast: Türkin
28.11.2009 14:25
0 0

Re: Re: Re: Das sollte HC lesen...

Danke für den Beitrag.
Das ist was ich so oft anspreche.

Keiner der Befürworter des Islam in Europa hat jemals wirkliche Erfahrungen damit gemacht.
Selbstverständlich möchte ich nicht Europa mit Islamischen Staaten vergleichen!
Die Argumente wie.
Ja die machen das auch nicht. Oder warum sollen wir das akzeptieren. DIE machen das ja auch nicht zählen für mich nicht.
Was aber sehr wohl für mich zählt ist die Tatsache, dass der Islam jede Möglichkeit nutzt um die Rechtsstaatlichkeit in Europa zu untergraben!

Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Perser
01.12.2009 15:58
0 0

Re: Re: Re: Re: Das sollte HC lesen...

also echt ich finde die gesammte disk. einfach nur lächerlich ich bin Iraner ich bin auch moslem doch wer glaubt der islam sei nur dazu da um leute zu unterdrücken der täuscht sich gewaltig
denn auch medien berichten fast nur wie böse der islam doch sei

aber die guten seiten kommen zu kurz auch wird gerne vergessen wie heilig doch die westlichen nationen sind also min. 500 jahre unterdrückung sklaverei, kreuzzüge, Hexenverbrennerei, die westliche welt is ja sooooo heilig und gut, naja von 7 Mrd. menschen auf der welt verhungern 4 Mrd. und da wird nur zugeschaut ich frag mich wer wohl an der dritten welt schuld ist!

Antworten Antworten Antworten Antworten Antworten Gast: Auch Perser
21.12.2009 15:37
0 0

Re: Re: Re: Re: Re: Das sollte HC lesen...

Ich bin auch gebürtiger Iraner und (auf meine eigene Art und Weise) Moslem, und ich muss sagen derartige Diskussioen beunruhigen mich!
Wie kann man nur behaupten, "die" Moslems und der Islam sind grundsätzlich gewaltätig? Ich bin nicht gewaltätig, meine Angehörigen auch nicht! Der Islam ist eine Religion wie jede andere auch - wenn eine Gruppe Verrückter diesen Glauben missbraucht und missinterpretiert, dann ist nicht der Glaube schuld. Jeder Glaube und jede Ideologie lässt sich missbrauchen, die Geschichte hat es immer und immer wieder gezeigt.
Lest z.B. in der Bibel die Offenbarung, die dargestellten Gewaltszenarien gegenüber Menschen toppen so manchen Hollywood-Streifen. Mann muss eben seinen Verstand benutzen und diese Passagen, die es bei jeder Buchreligion gibt, sinngemäß interpretieren.
Und wenn jemand einer Religion gegenüber abgeneigt oder zugetan ist, ist das sein gutes Recht. Aber es steht niemanden zu, 1,5 Millarden Menschen und deren Glauben über einen Kamm zu scheren und zu verurteilen. Höhrt bitte auf mit diesen ungerechten Pauschal-Aussagen. Diese Verallgemeinerungen führen zu nichts Gutem, ausser Grenzen zu ziehen und Menschen nur noch mehr gegeneinander aufzuhetzen. Überlegt doch lieger, wie man sich einander annähren kann.