Museum der Superlative: Ein Louvre für Abu Dhabi

Nach über zehn Jahren Plan- und Bauzeit wird in den Vereinigten Arabischen Emiraten der Louvre Abu Dhabi eröffnet.

Das von Stararchitekt Jean Nouvel entworfene Museum auf der Insel Saadiyat beherbergt die erste Ausstellung mit universellem Anspruch in der arabischen Welt. Auf mehr als 6.000 Quadratmetern soll hier die Geschichte der Menschheit erzählt werden.

Um den Namen des Louvre 30 Jahre lang tragen zu dürfen, bezahlt das schwerreiche Emirat mehr als 400 Millionen Euro.

Auch Österreich hatte einen großen Anteil an dem Bauwerk: Waagner-Biro baute die Kuppel.

Mit 178 Metern Durchmesser entspricht die offene, aus Stahlprofilen gefertigte, Kuppelkonstruktion der Größe von fünf Fußballfeldern. Der Auftragswert für das heimische Stahlbauunternehmen lag bei knapp 80 Mio. Euro.

Der Louvre Abu Dhabi mischt Werke aus unterschiedlichen Kulturkreisen und ordnet die Kunst chronologisch unter Aspekten wie Zivilisation, Handel oder Religion an. Auf diese Weise sollen Zusammenhänge und Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Teilen der Welt gezeigt werden.

Die Gesamtkosten des Kunsttempels belaufen sich auf über 1,5 Milliarden Euro.

Hinzu kommen weitere Hunderte Millionen für Expertise und Leihgaben von Kunstwerken französischer Museen über die nächsten zehn Jahre. Mehr als 580 Millionen Euro fielen für das Gebäude an.

 

Offiziell eröffnet wird der Louvre Abu Dhabi am 11. November. Die Einweihung, an der auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron teilnahm, fand bereits am 8. November statt.

Auch Paris feiert die Eröffnung des Louvre Abu Dhabi mit - bei den Geldern, die hier fließen, keine Überraschung.

Seit dem 8. November ist die Pariser Louvre-Pyramide eine riesigen Leinwand, auf der Bilder des neuen Museums in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate projiziert werden.

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