Schweizer Buchpreis geht an Jonas Lüscher

Jonas Lüscher hat für seinen Roman "Kraft" am Sonntag den Schweizer Buchpreis 2017 gewonnen. Mit dem Werk hatte er es bereits auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft.

Die Jury würdigte den Roman "Kraft" von Jonas Lüscher als "welthaltiges, dringliches und sprachmächtiges Werk". Der Autor schildert in ihm einen neoliberalen Rhetorikprofessor, der seiner unglücklichen Ehe und seinen finanziellen Nöten zu entrinnen versucht, indem er im Silicon Valley an einem Schreibwettbewerb teilnimmt. Im Zentrum steht die Preisfrage, ob die beste aller Welten noch weiter verbessert werden kann.

Es sei ein "fulminanter Text, der durch seine erfrischende Bösartigkeit ebenso überzeugt wie durch seinen philosophischen Tiefgang und die kluge Gegenüberstellung von alter und neuer Welt", hieß es zur Begründung.

Der Schweizer Buchpreis ist mit 30.000 Franken (25.900 Euro) dotiert. Die übrigen vier Finalisten Martina Clavadetscher, Urs Faes, Lukas Holliger und Julia Weber erhielten je 2.500 Franken.

Der vom Deutschschweizer Buchhändler- und Verlegerverband und LiteraturBasel vergebene Schweizer Buchpreis feierte heuer sein zehnjähriges Bestehen. 78 Werke waren zur Jurierung eingereicht worden.

(APA/sda)

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