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Hat Bob Dylan seine Bilder kopiert?

29.09.2011 | 10:06 |   (DiePresse.com)

Der Musiker stellt in New York seine Gemälde aus – einige Motive kommen Kritikern seltsam bekannt vor. Sie sollen von Fotos von Henri Cartier-Bresson und Leon Busy abgemalt worden sein.

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Bilder von Bob Dylan, die der Musiker angeblich bei Reisen durch Asien gemalt hat, beschäftigen die New Yorker Kunstszene. Die renommierte Galerie Gagosian in Midtown Manhattan stellt Dylans Werke unter dem Titel "Die Asien-Serie" aus. Aufmerksamen Beobachtern fiel jedoch auf, dass Dylan in einigen Bildern Motive verwendet, die berühmten Fotografien etwa von Henri Cartier-Bresson und Leon Busy erstaunlich ähneln. Das berichtet die "New York Times" am Mittwoch.

Die Galerie beschreibt Dylans Werke als "Abbildung von Menschen, Straßenszenen, der Architektur und Landschaft" in Japan, China, Vietnam und Korea. Der Musiker selbst gab noch keinen Kommentar zu den Vorwürfen ab. An seiner Stelle kommentierte die Galerie Gagosian: "Einige von Bob Dylans Malereien haben verschiedene Quellen, darunter Archivmaterial und historische Aufnahmen. Ihre Frische und Resonanz reflektieren aber die Eindrücke, die Dylan bei seinen Reisen in Bezug auf Farben und Strukturen aus alltäglichen Szenen gewann."

"Ich orientiere mich an allem, was sich anbietet"

Die Galerie verweist auch auf ein Interview mit dem Allroundgenie im Ausstellungskatalog. Dort antwortet Dylan auf die Frage, ob er Skizzen oder Fotografien als Vorlage benutzt. "Ich orientiere mich meistens am wahren Leben. Richtige Menschen, wahre Straßenszenen, Eindrücke vom Hintergrund, echte Modelle, Malereien, Fotos, gestellte Szenen, Architektur, grafische Designs: alles, was sich anbietet", heißt es in dem Interview. "Ich verfolge die Ursache und ihre Wirkung von Anfang bis Ende. Beginnen sollte es aber immer mit etwas Greifbarem."

Es sei nicht das erste Mal, dass der Sänger des "Tambourine Man" des Materialklaus verdächtigt werde, ergänzt die Zeitung. So wurde 2006 entdeckt, dass die Lyrik seines Albums "Modern Times" Versen des 1867 gestorbenen Dichters Henry Timrod ähneln. Die Lyrik seines Albums "Love and Theft" wiederum weise Parallelen zu dem Gangsterroman "Confessions of a Yakuza" des Japaners Junichi Saga auf, hieß es.

 

(Ag.)

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2 Kommentare
Gast: Musiziermann
18.07.2012 13:04
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Streichen, malen, singen

Meine Gattin Gertrude und ich hören eigentlich lieber Streichquartett. Die streichen wenigstens nur und malen nicht, vom Singen ganz zu schweigen.

Gast: Silberwald
17.11.2011 17:10
0 0

Einfach ein schlechter Maler

Ich hab mir die Muehe gemacht, fuhr in die 77. Strasse und schaute mir die bildnerische "Kunst" von Bob Dylan an. Und?
Ich bin ein bekennender Fan des von mir sehr verehrten, grossartigen Musikers Bob Dylan.
Seine Malerei ist schlichtweg graesslich. Einfach schlecht. Der Arme hat keine Ahnung von einem Farbauftrag, keine von Proportionen und die gedaempften Farben machen's auch nicht besser.
Dass jedoch gleich von der New York Times bis zur Presse in Wien alle aufschrien ueber die Urheberrechtsverletzung, das versteh ich nicht. Natuerlich hat er alles von ein paar Fotografen abgekupfert. Ja und? Was haben Jeff Koons, oder vor ihm Warhol und so viele andere getan?
Jeder Artdirector in jeder Werbeagentur kann ja auch selber nix, also macht er das gleiche, er kopiert.