"Spectrum"-Fotopreis für Chronist des UdSSR-Zerfalls

Der Ukrainer Boris Mikhailov erhält den mit 15.000 Euro dotierten Fotografie-Preis. Er widmet sich in seinen Fotos dem Zerfall der Sowjetunion.

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(c) EPA (JULIAN STRATENSCHULTE)

Der gebürtige Ukrainer Boris Mikhailov erhält den mit 15.000 Euro dotierten "Spectrum"-Fotografiepreis der Stiftung Niedersachsen. Mikhailov sei einer der herausragenden Fotografen der Gegenwart, begründete am Montag die internationale Jury ihre Entscheidung.

Der 73-Jährige widmet sich in seinem Werk primär dem Zerfall der Sowjetunion. 1996 zog der Künstler nach Berlin, kehrt aber wiederholt in seinen Geburtsort Charkow zurück. Seine Bilder waren auch schon mehrfach Wien zu sehen: Vor drei Jahren wurden etwa seine Porträts von Badenden am ukrainischen Strand, vor Fabriken und auch Obdachlosen aus seiner Heimat in der Ausstellung "1989. Ende der Geschichte oder Beginn der Zukunft“" in der Kunsthalle gezeigt. 

Der "Spectrum"-Fotopreis ist mit einer Ausstellung im Sprengel Museum Hannover 2013 verbunden. Mikhailov ist der achte Preisträger, zu seinen Vorgängern zählen Robert Adams, Thomas Struth und zuletzt postum der Iraner Bahman Jalali.

(Ag./Red.)

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