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Ai Weiwei darf weiterhin nicht aus China ausreisen

21.06.2012 | 10:20 |   (DiePresse.com)

Zwar sind die Bewährungsauflagen ausgelaufen, seinen Pass hat der renommierte chinesische Künstler aber nicht wiederbekommen.

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Schlechte Nachrichten für Ai Weiwei. Der renommierte chinesische Künstler darf weiterhin nicht frei reisen. Zwar sind die Bewährungsauflagen ein Jahr nach seiner Haftentlassung ausgelaufen, China verlassen dürfe er aber immer noch nicht. Das sagte Ai Weiwei am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Sie haben mir meinen Pass nicht wiedergegeben." Die Anordnung, die er von der Polizei erhalten habe, untersage ihm zwar nicht, Peking zu verlassen. Er sei sich aber nicht sicher, ob er zumindest in China frei reisen dürfe.

Der international bekannte Dissident war vor einem Jahr wegen angeblicher Steuerhinterziehung 81 Tage lang an einem unbekannten Ort inhaftiert, als in China Rufe nach Protesten nach dem Vorbild der arabischen Welt laut geworden waren. Am 22. Juni 2011 kam er unter der Auflage frei, ein Jahr lang Peking nicht zu verlassen. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete damals, Ai habe die Steuerhinterziehung über eine von ihm gegründete Firma "gestanden".

Ai ist nicht nur wegen seiner Kunst, sondern auch wegen seines Einsatzes für Rechtsstaatlichkeit in China über die Grenzen seiner Heimat hinweg bekannt. Er wird häufig zu Ausstellungseröffnungen in aller Welt eingeladen. Über sein Leben und Wirken läuft seit einer Woche der Dokumentarfilm "Never Sorry" in den deutschen Kinos. Er zeigt, wie sich Ai gegen Behördenwillkür einsetzt.

(APA)

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1 Kommentare
Gast: ling ding
24.06.2012 11:20
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Während Ai Weiwei als Steuerbetrüger in China behandelt wird, sehen wir ihn als politischen Gefangenen.

Während Chun in die amerikanische Botschaft flüchtete, weil er unter Hausarrest stand, wird in Bezug auf Julian Assange aus einem anderem ganz anderen Blickwinkel auf Menschenrechte berichtet.

Die britische Botschaft droht mit einer Verhaftung Assanges, wenn er die ecuadorianische Botschaft wieder verlässt. Er hat schließlich gegen die Auflagen seines Hausarrestes verstoßen, wie Chun - doch die Wahrheit wird stehst von der Perspektive betrachte, in der sie sich in das zu erhaltende Weltbild einfügt.