Junge Malerei im Pop-Up hinter Schönbrunn

Die Hollerei-Galerie bespielt ab 31. Mai auch eine leerstehende Halle in einem Bürogebäude. Mit 20 jüngeren Malern und Malerinnen.

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Jahrelang betrieben Margit und Andre Stolzlechner das Cafe im Essl-Museum, lernten Kunst und Künstler kennen und beobachteten die Szenen, die sich vor ihnen abspielten. 2014 sperrten sie dann gegenüber von ihrem Stammsitz, dem Gasthaus Hollerei praktisch neben Schönbrunn, eine eigene Galerie auf. Und engagierten als künstlerischen Leiter dafür den jungen Maler Christian Bazant-Hegemark, der zuvor den Off-Space mo.e in Hernals betrieben hat. Man begann sich zu etablieren mit jüngerer und ein bisschen weniger junger Malerei, jedenfalls mit leistbarer, was trotz Galerien wie Frey oder Gerersdorfer in Wien immer noch eine Art Marktlücke ist. Für die vielen jungen Maler aus den Kunstschulen, die in den etablierten Galerien nicht unterkommen. Für ein junges Bürgertum, das sich für Kunst interessiert. Hier bekommen Sie es, das berühmte Bild für die Wand über dem Sofa.

Jetzt stemmt die Hollerei zusätzlich zu Restaurant und gegenüberliegender Galerie in einer Parallelgasse noch ein Ausstellungs-Pop-Up für junge Malerei. In einem Bürogebäude bespielt man das Gassenlokal sozusagen, eine große Halle, in die man Künstler der Galerie, aber auch Gäste eingeladen hat. Die Qualität ist durchwachsen, interessant ist es allemal, fast erinnert es einen an die alten Zeiten, als Kolja Kramer - was wurde eigentlich aus ihm? - Anfang der 2000er Jahre in der Ottokringer Brauerei seine großen Überblicks-Ausstellungen über die junge Wiener Kunstszene organisierte. Gut, das ist hier nicht ganz so groß, aber 20 Künstler (und Künstlerinnen natürlich) sind dabei, darunter Paul Riedmüller, der auch im Stiegenhaus ein großes Wandbild schuf, die abstrakte Malerin Käthe Schönle oder Mathias Kloser, der bei Gunter Damisch studierte, und jetzt in Malawi lebt (und dort eine Kohlemine betreibt, tatsächlich). Es gibt groß- und kleinformatiges, viel buntes, gegenständlich und abstraktes, zwischen 500 und 15.000 Euro. Und die Eröffnung unter Anwesenheit aller Künstler aus Malawi, Düsseldorf, Prag und Wien ist am 31. Mai, 18 Uhr. Anschützgasse 1, Wien 15.

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