Belvedere-Garten: Zu heiß zum Bäumeschneiden

... und schuld ist die Natur. Tatsächlich.

Barocke Verunkrautung
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Barocke Verunkrautung

... und schuld ist die Natur. Tatsächlich. Schlendert man diesen Sommer vom Oberen zum Unteren Belvedere, im Pulk mit tausenden Touristen, kann man sich schon wundern: Die barocke Gartenanlage schaut schwer zerzaust aus.

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Wildwuchs im Belvedere-Garten – Spiegler
zuständig seien (man sei jedenfalls selbst nicht glücklich mit dem Zustand, heißt es). Gerd Koch von den Bundesgärten erklärt: Schuld am späten Baumschnitt sei das ungewohnt heiße Wetter, das gerade am hitzemäßigen Brennpunkt der Bundesgärten - dem Belvedere-Barockgarten - die nötige Arbeit erschwere. Nicht der Gärtner wegen. Sondern der Bäume, die bei derartiger Hitze nicht geschnitten werden dürfen, so Koch, sonst drohe ihnen "Sonnenbrand". Das wuchernde Unkraut in den Buchs-Rabatten ist darauf zurückzuführen, dass erstens seit einem Jahr kein Glyphosat mehr verwendet werde, man also händisch kaum mehr nachkomme beim Jäten. Außerdem müssten Teile der Metall-Wandln, in denen der Buchs wächst, erneuert werden (nächstes Jahr). Und ein Pilz hat sein Übriges dazu getan. Viel Nöte, wenig Schönheit also.

Was auch eine Brache im Unteren Belvedere erklärt, wo in der sogenannten Marmorgalerie Kaffeehaustische und ein besonders hässlicher Bar-Tisch aufgestellt wurden. Was manche Wiener Besucher schon zu erbosten Bemerkungen veranlasste, denn die Möblage scheint unbenutzt.

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Schlechtwetter Cafe im Unteren Belvedere – Spiegler

Zumindest bei Schönwetter. Es handle sich, so Belvedere-Sprecherin Monika Voglgruber, um das Ausweich-Szenario für den Gastgarten, der draußen betrieben wird. Die sonstigen Räumlichhkeiten des Museumscafes im Inneren, im Obergeschoß, wären zur Zeit aus sicherheitstechnischen Gründen geschlossen. Was sich wieder ändern soll. Dann wird auch wieder die verstellte Marmorgalerie in prächtiger Leere glänzen.

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