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„Liebesmärchen“: Schwarzer verteidigt Sadomaso-Bestseller

13.07.2012 | 18:31 |   (Die Presse)

Alice Schwarzer lobt den Sadomaso-Roman „Shades of Grey“: Er sei „eher emanzipiert“ und „das Gegenteil von Pornografie“.

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Im Interview mit der deutschen Nachrichtenagentur DAPD hat Vorzeigefeministin Alice Schwarzer den Erotikroman „Shades of Grey“ verteidigt: Das Buch der Britin E.L. James über eine sadomasochistische Beziehung wurde im angloamerikanischen Raum bislang 15 Millionen Mal verkauft, die am Montag erschienene Übersetzung ins Deutsche hat nach Angaben des Verlags Goldmann bereits die siebente Auflage mit einer Million Exemplaren erreicht. Vorwürfe im Zug des großen Medienechos weist Schwarzer zurück: „Dieser Unterhaltungsroman ist das Gegenteil von Pornografie, in der Sex entpersonalisiert ist“, meint sie: „Die Frau wird nie zum passiven Objekt degradiert, sondern bleibt denkendes und handelndes Subjekt.“ Die Heldin des Romans lasse sich zwar auf die Welt ihres dominanten Geliebten ein, ziehe dann aber die Reißleine.

Überhaupt sei das Buch „kein Sadomaso-Roman, sondern ein Liebesmärchen nach vertrautem Muster: Charaktervolle junge Frau begegnet Traumprinzen. Der kommt nicht auf dem Schimmel geritten, sondern im Hubschrauber geflogen und hat nicht nur strahlende, sondern auch dunkle Seiten. Aber auch das ist ja ein Klassiker.“

Dass der Roman ein Rückschlag für die Emanzipation sei, bezweifelt Schwarzer: „Eine Frau schreibt über männlichen Sadismus – denn der ist das eigentliche Thema! – und über ihre weiblichen Fantasien. Das ist eher emanzipiert.“ Letztlich unterwerfe sich die Heldin dem Mann eben nicht: „Genau das macht wohl die Faszination für die Millionen Leserinnen aus: Das Spiel mit dem Feuer, das sie selbst löschen können“, erklärte Schwarzer den Erfolg des Romans, an dem Leserinnen lernen könnten, „angstfrei und spielerisch mit Fantasien umzugehen.“ Gelebter Sadomasochismus sei ja ein Medienhype und „Reaktion gewisser Männer auf die erstarkende Emanzipation. In einer Welt, in der immer mehr Frauen in die Chefsessel drängen, imaginiert so mancher verunsicherte Mann und Hausherr sich Frauen eben lieber auf allen vieren als im aufrechten Gang.“ Über die im Lauf der Mediendebatte stark in Zweifel gezogene literarische Qualität des Erfolgsbuchs äußerte sich Schwarzer allerdings nicht. apa/hub

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.07.2012)

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8 Kommentare

um in unserer heutigen psychopatischen welt ueberhaupt noch aufzufallen

braucht es etwas entartetes, abartiges und besonders blutruenstiges, sonst geht es im allgemeinen schwall der psychopatischen msm propaganda unter. wenn jeden tag in syrien ein paar hundert menschen abgeschlachtet werden und in afrika zehntausende verhungern bzw verdursten - das wird gar nicht mehr wahrgenommen. die meisten hirne bzw deren besitzer koennen sachliche informationen gar nicht verarbeiten, besondern nicht wenn sie bedrohlich sind - die werden dann einfach ausgeblended. da laesst man sich lieber von der mehr als seichten wahnsinns-psychopatischen pseudo-literatur berieseln, wo man das hirn nicht anstrengen muss sondern nur schauergeschichten von dieser irren sich in seinem eigenen kranken hirn vorstellen kann.
bert brecht ist schon ein schmutzliterat, aber dieses stueck schlaegt wohl alles bisher dagewesene.
wo waren noch die zeiten, als man die meister der deutschen klassik als "literatur" bezeichnete? schiller, goethe - ist das ueberhaupt noch jemanden ein begriff?
heute geht es nur noch um sex & gewalt :-(

ja,

die mag ich, die Alice. Sie macht das gut.

Gast: Das ist nicht Erotik!
13.07.2012 19:55
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Das ist nicht SM!

Das ganz ist nichts anderes als eine Vergewaltigung von Körper und Seele bei der ein klassisches Stockholm-Syndrom beschrieben wird!

Stockholm-Syndrom
http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom

BDSM
http://de.wikipedia.org/wiki/BDSM

Persönlich, das Spiel mit Köper, Geist und Seele brauch immer das gegenseitige Einverständnis! Jeder drittklassige einschlägige Film ist so gesehen besser, es gibt kein Abhängigkeitsverhältnis, das einzige Argument wäre Geld, da sollte man sich vor Augen halten, 650.- Dollar kann Frau/Mann im Erotik Geschäft auf weit billiger haben, sprich in den allermeisten Fällen spielt auch der Spaß mit so etwas zu machen und vor allem die Firmen da die meisten in den USA gedreht werden können schon aus Rechtsgründen keinen Skandal brauchen!

die Zeit arbeitet zum Glück

gegen Sie, Frau Schwarzer.

Frage:

Wen interessieren die verbalen Flatulenzen dieser zutiefst gestörten Person?

Interessant wäre, ...

... was eine Psychiaterin oder ein Psychiater zum Männerbild der Frau Schwarzer zu sagen hätte. Was ist da schiefgelaufen?
Dafür wird sie übrigens auch in Feministenkreisinnen kritisiert, auch dafür, dass sie ihre eigenen Sexualneurosen zur anstrebenswerten Zielen erklärt, da fühlen sich die Frauen doch ein wenig zu sehr in ihrer sexuellen Selbstbestimmtheit eingeschränkt.

Gast: b754
13.07.2012 14:28
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bei sm kann halt auch sie nicht nein sagen

aber natürlich sind nur die männer die schweine

4 1

Re: bei sm kann halt auch sie nicht nein sagen

Diese Person ist eigentlich unerträglich seit dem, was sie sich mit der Verleumdungs-Kampagne gegen Kachelmann geleistet hatte.