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Ein Toter im Windpark

25.08.2012 | 17:51 |   (Die Presse)

In Eva Rossmanns neuestem Krimi Unter Strom werden Pipelines gesprengt und Internetseiten gehackt. Journalistin Mira Valensky ermittelt im Energiesektor.

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Aufmerksame Leser von Eva Rossmanns Krimis stoßen immer wieder auf Sachverhalte und Personen, die ihnen bekannt vorkommen. Im jüngsten Krimi „Unter Strom“ sind das etwa ORF-Moderatorin Ingrid Thurnher oder der Haubenkoch Christian Petz. Menschen, die sie mag, nennt die Krimiautorin meistens beim Namen; bei den anderen, den weniger geschätzten, verrät sie lieber nicht, um wen es hier gehen soll. Der Leser kann sich somit aussuchen, welchen Expolitiker er im Kopf hat bei diesem Heinrich Gruber, dem Kurzzeit-Vizekanzler, der nun den internationalen Energiekonzern „Pure Energy“ berät und viele Feinde hat.

Doch plötzlich ist Gruber verschwunden. Die Journalistin Mira Valensky und ihre Freundin Vesna Krajner beginnen im Energiesektor zu ermitteln. Verdächtig sind wieder einmal fast alle: die ehrgeizige, energiegeladene Sprecherin des Ökostrom-Anbieters „PRO!“, die unberechenbaren Manager von „Pure Energy“ und ein zweifelhafter Parlamentsabgeordneter.

Dazwischen fliegen Gasleitungen in die Luft und Internetseiten der Energielieferanten werden von Netzaktivisten gehackt, was deutlich an die Hackerserie von Anon Austria im vergangenen Jahr erinnert. In den vier Wänden von Mira Valensky und ihrem Mann Oskar wird trotzdem wieder viel und gern gekocht. Bewährte Krimikost für Valensky-Fans ist auch dieser, der 14. Fall. Nicht mehr, nicht weniger.


Buchpräsentation: Mo, 3.9., 19.30 h, Morawa, Wien 1. awa

Eva Rossmann: „Unter Strom“, Folio Verlag, 292 Seiten, 19,90 Euro

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.08.2012)

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