Vor und nach dem Schreiben an ihrem jüngsten Roman „Ich nannte ihn Krawatte“ hat Milena Flašar Japan besucht. Zu Japan hat sie „einen sehr innigen, weil emotionalen Bezug“, da es nicht nur die Heimat ihrer Mutter, sondern auch ihre eigene ist und mittlerweile ihr Bruder dort lebt. Auf ihren Spaziergängen durch Tokio sei sie „des Öfteren Menschen begegnet, von denen ich dachte: Der und der könnte Hiro oder Tetsu sein“. Hiro und Tetsu sind die zentralen Figuren in ihrem Roman: Ein sogenannter Hikikomori, also ein junger Mensch, der sich in seinem Zimmer zurückzieht, soziale Kontakte vermeidet, und ein Angestellter, der nicht mehr gebraucht wird, treffen sich auf einer Parkbank.
Text: Anna-Maria Wallner, Fotos: Christine Pichler
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