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Bettina Wulff und die Maschine für modernen Rufmord

12.09.2012 | 18:09 |  KARL GAULHOFER (Die Presse)

Bettina Wulff klagt den Konzern und löst eine Debatte aus. Verstärkt die automatische Hilfe bei der Sucheingabe die Dynamik der Verleumdung? Muss Google einschreiten? Oder führt das zu Zensur und Lobbymacht?

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Für Don Basilio war die Verleumdung noch eine Naturgewalt: Wie sie als sanftes Lüftchen anhebt und sich zum verheerenden Gewitter steigert, schildert der heimtückische Musiklehrer im „Barbier von Sevilla“. Für heutige Zwecke müsste das Libretto von Rossinis Oper umgeschrieben werden: Der böse Tratsch mag immer noch einen analog geflüsterten Ausgang nehmen. Seine zerstörerische Dynamik aber gewinnt er heute sehr oft im Internet. Genauer: bei Google. Ganz genau: durch die „Autocomplete“-Funktion, die findige Programmierer dort vor vier Jahren geschaffen haben.

Wie das funktioniert, klingt zunächst ganz harmlos: Sie geben einen Begriff ein. Netterweise versucht die schlaue Maschine, zu erraten, was Sie eigentlich wissen wollen. So bessert das System Tippfehler aus. Mehr noch: Schon nach wenigen eingetippten Buchstaben erscheinen am Bildschirm treffsichere Vorschläge für eine komplette Suchabfrage. Praktisch und unbedenklich?

 

Promis und Firmen als Opfer

Angenommen, Sie wollen wissen, was aus der attraktiven Gattin des deutschen Ex-Präsidenten Wulff geworden ist. Sie brauchen nur die beiden ersten Buchstaben ihres Vornamens eingeben, und schon wird der Vorschlag generiert: „bettina wulff prostituierte“. Google lockt auf eine Fährte, auf die Sie als wohlmeinender, bösen Gerüchten abholder Mensch sonst nie gekommen wären. Das Herzstück der digitalen Welt wird so zu einer zeitgemäßen Version der Latrine, auf der sich Gerüchte in Windeseile unter Soldaten aller Dienstgrade verbreiteten.

Frau Wulff ist in illustrer Gesellschaft. Ähnlich geht es dem Schauspieler Brad Pitt, dem die Schwarm-Pestilenz der digitalen Gerüchteküche nachsagt, er sei geheimes Mitglied der Scientology-Sekte. Oder Philipp Lahm, Kapitän der deutschen Nationalelf mit Frau und Kind, bei dem die Komplettierung schon an dritter Stelle „schwul“ vorschlägt. Schwulsein ist o. k., beteuert der Fußballer, aber dass männliche Verehrer ihm vor seiner Haustür auflauern, nerve doch ziemlich. Ohne digital potenzierte Gerüchtebasis hätte Lahm solche Sorgen wohl nicht. Bettina Wulff hat nun beim Landgericht Hamburg den US-Konzern verklagt. Die Ex-First-Lady ist nicht die erste Deutsche, die ihren Ruf durch die Komplettierungsvorschläge der Suchmaschine mit ihren absurden 96 Prozent Marktanteil beschädigt sieht. Nicht immer geht es ums Privatleben von Prominenten. Für Unternehmen etwa kann es fatal sein, wenn ihr Name um die Begriffe „Betrug“, „Pleite“ oder „Abzocke“ ergänzt wird.

Doch schon fünf deutsche Klagen hat die Allmacht aus Kalifornien routiniert abgewehrt. Ihre Rechtfertigung hat die Richter überzeugt, juristisch wie technisch. Der juristische Teil: Der Großteil der Links, die ungewollte Abfragen wie „Bettina Wulff Escort“ liefern, ist völlig legal. Ganz oben in der Liste finden sich der Wikipedia-Eintrag, Artikel seriöser Medien und Verweise auf Wulffs neue Biografie, die sie ja liebend gerne bewirbt. Wichtiger ist der technische Aspekt: Der Algorithmus, den die Komplettierung anwendet, beruht im Wesentlichen auf der statistischen Häufigkeit der Anfragen aller User. Sprich: Nicht Google ist böse, sondern wir alle, die wir misstrauisch, neiderfüllt und neugierig eine Bestätigung für aufgeschnappte Verdächtigungen suchen.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Die Algorithmen, bei der Suche wie beim Komplettieren, sind wohl gehütete Geheimnisse, vergleichbar mit der Rezeptur von Coca-Cola. Aber an den Ergebnissen lässt sich einiges ablesen. Vor allem, dass sehr wohl Eingriffe stattfinden und schwarze Listen unerwünschter Begriffe und Kombinationen existieren. Ein so geläufiges Wort wie „Bombe“ etwa wird bei der Eingabe nicht komplettiert. Sicher: Die berüchtigte Suchanfrage „Wie bastle ich eine Bombe?“ liefert Ergebnisse. Aber immerhin will sich Google nicht nachsagen lassen, es helfe dem terroristischen Nachwuchs auch noch auf die Sprünge. Im Bereich der Kinderpornografie werden auch Ergebnisse nicht angezeigt.

Weniger den moralischen Prinzipien des „Don't be evil“-Konzerns, sondern eher dem Druck der Musik- und Filmindustrie ist zu verdanken, dass der Nutzer nicht mit der Nase auf illegale Download-Angebote stößt. In Frankreich erstritten Menschenrechtsorganisationen, dass bei vielen Prominenten nicht „Jude“ als Ergänzung vorgeschlagen wird. Ein Italiener und ein Japaner wollten ihre Namen nicht mehr mit Verbrechen verknüpft sehen – und setzten sich durch.

 

(K)eine neue Realität

Es wäre also vermutlich ein Leichtes, die schwarze Liste um ein paar Rotlicht-Termini im Gefolge von Bettina Wulff zu ergänzen. Nur: Was wäre damit gewonnen? Der Präzedenzfall würde zahllose gefühlt oder tatsächlich Rufgeschädigte ermuntern, es der tapferen Dame gleichzutun. Letztlich bliebe Google nichts anderes übrig, als die smarte Funktion, die Abfragen beschleunigt, wieder abzuschalten. Dank ihrer Lobbymacht auf Gerichte verzichten können große Unternehmen. Ihr Deal mit Google mag lauten: Wir werben nur dann auf eurer Plattform, wenn ihr uns unerwünschte Assoziationen und Konkurrenten vom Leib haltet. Noch weniger erfreulich ist die Vorstellung, dass sich Google zum Richter aufschwingt und als oberste Zensurbehörde manche Suchergebnisse unterdrückt und andere fördert.

Was hat es also auf sich mit Google? Bildet diese monopolistische Maschine die Wirklichkeit nur getreu ab? Oder schafft sie eine eigene Realität? Diese Grundsatzfrage von ontologischer Wucht ist ein gefundenes Fressen für die Hausblogger auf Spiegel Online. Google muss seinen Algorithmus offenlegen, fordert voller Misstrauen Sascha Lobo. Denn die digitale Öffentlichkeit habe ein Recht zu erfahren, wie dieses „merkwürdige Konstrukt“ zustande kommt, das „enorme Wirkung auf die Welt hat“. „Der Suchalgorithmus spiegelt die Interessen und das Verhalten der Nutzer wider“, konstatiert hingegen Jakob Augstein. Die Gefahr komme von außen, von Störfaktoren wie Frau Wulff: „Suchergebnisse zu verformen bedeutet, die Wirklichkeit zu verformen.“ Nach dieser Lesart schafft Google nur einen digitalisierten Dorfplatz, auf dem wir tuscheln wie eh und je. Und mitten unter uns, als gewohntes Risiko, weilt immer noch Don Basilio.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2012)

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50 Kommentare
 
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Gast: wurschtwer
24.09.2012 16:02
2 1

Hasserfülltes Gesindel

Sorry, ich wehre mich normalerweise gegen das Wort, aber die ganzen Leute, die sie auf amazon fertigmachen, obwohl sie nicht einmal das Buch gelesen haben, sind für mich Gesindel.

Gast: Stimme der Demokratie
13.09.2012 12:50
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Schluß mit Werbung für Frau Wulff

Nicht nur, daß Ihr Mann mittlerweile schon Euro 217.000 Euro Ehrensold pro Jahr erhält, obwohl eine Untersuchung der Staatsanwaltschaft gegen Ihn läuft. Nein, jetzt machen die Medien auch noch Werbung für das Buch der Gattin, damit diese damit nochmal ein paar Hunderttausend verdient. Deshalb: Keine Plattform mehr für die Eheleute Wulff in den deutschen Medien!

Antworten Gast: geoopster Heike
16.09.2012 09:54
8 1

Aber Rufmord ist okay?

Die AMAZON-Rezensionen und wichtigen "Umfragen" bei "den" Deutschen kann man ruhig in Frage stellen, weil nämlich die Zeitungs-Foren VOLL sind mit direkten (!) LINKS zu den Rechtsrotz-Ecken mit neuesten Anschüttungen und zu den halblustigen AMAZON-Tags (!), so wie auch hier.

Keine Ahnung, was so ein "langweiliger und überflüssiger" Internet-Flashmob auf AMAZON aussagen soll und warum schon wieder von allen Zeitungen das Wulff-Gequake von "BILD am Sonntag" zitiert wird. Anscheinend kann der Boulevard damit gute Kohle machen, egal was die Zeitungen an Unsäglichkeiten ÜBER sie erbrechen.

Nur sie selber soll die Pappe halten?
:-)

Gast: Vogel Strauss
13.09.2012 09:31
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Immerhin hat sie es mit diesem Theater ...

... in sämtliche deutschsprachige Medien geschafft und so erfolgreich Werbung für ihren Schinken gemacht.

Danke Google, daß ihr der Welt das Gratis-OS Android selbstlos und aus freien stücken geschenkt habt, das OS ist wirklich gratis! Echt jetzt!


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Re: Danke Google, daß ihr der Welt das Gratis-OS Android selbstlos und aus freien stücken geschenkt habt, das OS ist wirklich gratis! Echt jetzt!

Davon haben aber auch nur die Gerätehersteller einen Vorteil. Die Geräte wären mit Windows Phone auch nicht teurer.

mein Sarkasmus spielt auf das angeblich "gratis" an, in Wahrheit ist das ne Riesen Datensammelkraake ungeahnten Ausmaßes, die Google da der Welt untergejubelt hat


Antworten Antworten Antworten Gast: Trolli
16.09.2012 13:29
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Das ist doch verrückt.

Irgendwann kommt dann Google und sagt: "Release the Kraken", oder was?
Ich glaube, das ihr alle nur Vermutungen habt und keiner die Wahrheit wissen kann. Und genau das ist euer Problem.

2 0

Da fehlt noch was

Und zwar die technische Anmerkung, dass das "Autocomplete" Verfahren von Google mitnichten technisch über jeden Zweifel erhaben ist. Sondern mindestens einen grundsätzlichen Haken hat: es erzeugt potentiell eine Rückkopplungs-Schleife, die sich selber aufschaukelt. Und zwar spätestens ab dem Punkt, ab dem etwas aufgrund der Häufigkeit der Suchanfragen in den Vorschlägen für andere auftaucht. Ab dem Zeitpunkt kann man die Häufigkeit der Suchanfragen nach einen bestimmten Begriff nicht mehr wirklich als Gradmesser für das echte öffentliche Interesse an einem Thema nehmen. Und auch davor ist es keineswegs gesagt, dass man den Algorithmus nicht nasführen kann, z.B. mit Linkspamming und ähnlichem (siehe seinerzeit die Suchergebnisse zu "Völlige Inkompetenz").

Es klingt vielleicht nach einer Haarspalterei, wenn man darauf hinweist, dass da grundsätzliche technische Probleme vorhanden sind. Aber das ist insofern wichtig, als sich ja Google bisher immer damit gerechtfertigt hat, dass ihre Algorithmen nur das widerspiegeln, was sich draussen im echten Leben abspielt. Und ihnen deswegen die Hände gebunden sind, da steuernd einzugreifen. Aber das stimmt so einfach nicht. Die Algorithmen geben ein recht gutes Abbild dessen, was sich so tut, aber sie sind auf nachvollziehbare Weise fehleranfällig und im Einzelfall auch kompromittierbar.

Antworten Gast: Trolli
16.09.2012 13:42
0 0

Re: Da fehlt noch was

Du weißt aber schon, dass die Vorschläge beim Auto-Complete nur durch direkte Suchanfragen generiert bzw. gepusht werden? Was wäre der Sinn darin, wenn ich nach "Wirtshaus" suche und jedes Wirtshaus, das in den Vorschlägen erscheint, damit unterstütze?
Es zählt immer nur das, was man am Ende wirklich sucht. Eigentlich logisch, oder?

Re: Da fehlt noch was

Und was hat das mit der B.Wulff zu tun...? beweist dass jetzt eine Rotlicht-Vergangenheit oder nicht ? Das würde mich als Frau natürlich besonders interessieren-bitte um männliche Aufklärung über Methoden von Suchmaschinen...!

Antworten Antworten Gast: geoopster Heike
16.09.2012 10:03
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gute Frage ...

in der Tat

:-)

Hätte die Presse auch davon berichtet, wenn es ein kleiner Arbeiter gewesen wäre?


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Re: Hätte die Presse auch davon berichtet, wenn es ein kleiner Arbeiter gewesen wäre?

Wohl nicht, da es wohl wenige gäbe, die das lesen wollten. Dann wäre auch jede Zeitungsausgabe dicker als ein Telefonbuch.

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Re: Hätte die Presse auch davon berichtet, wenn es ein kleiner Arbeiter gewesen wäre?

Wollen wir versuchen, Ihre Frage gemeinsam zu beantworten ?

Also, wir fragen: "Hätte die 'Presse' auch dann mehrere größere Berichte und Kommentare gebracht, wenn es sich um einen Friseurgehilfen gehandelt hätte, und zwar in folgendem Fall:

Seine Lebensgefährtin ist als BILLA-Kassierin gekündigt worden (aus welchem Grund auch immer), und da ihr Abgang in den umliegenden Gassen nicht unbemerkt geblieben ist, so kommt das Paar wieder einmal in den lokalen Tratsch. Denn vor Jahren schon, als die beiden hier zugezogen sind, gab es Gerüchte, dass er ("Wie der scho' ausschaut . . . !") früher als Gayboy gearbeitet haben soll.

Haben wir das ?

Dann denken wir uns noch dazu, dass er daraufhin die Haupttratschn zur Rede stellt, die Szene wird ungut, und am Schluss (wir überspringen einiges) erteilt der Bezirksrichter gleich mehreren vorgeladenen üblen SchwätzerInnen einen strengen Verweis.

Und nun wieder Ihre Frage:

Hätte die "Presse" diesem Fall gleich viel Raum geben sollen wie dem Fall Bettina Wulff ?

Antworten Antworten Gast: Trolli
16.09.2012 14:09
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Hätte die Presse auch davon berichtet, wenn es ein kleiner Arbeiter gewesen wäre?

Du meinst das alles ganz ernst, oder?
Kennst du eigentlich "Mitten im Leben"?
Das verfolgen mehr Leute als die Artikel in der Presse. Oder generell Nachrichten.

Re: Hätte die Presse auch davon berichtet, wenn es ein kleiner Arbeiter gewesen wäre?

Sie meinen einen Menschen der weniger "tapfer" (ist das das neue Wort für Finanzstark?) ist?

Ähnliche Algorithmen verwenden auch andere Suchmaschinen. Warum die nicht geklagt werden, wird wohl nur die Dame selbst wissen...

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Schlechter als der Artikel von Gaulhofer kann kein Buch sein.


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Re: Schlechter als der Artikel von Gaulhofer kann kein Buch sein.

Der letzte Satz war es wert den ganzen ARtikel zu lesen.

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Re: Schlechter als der Artikel von Gaulhofer kann kein Buch sein.

Bezieht sich auf den Artikel: "Ehre retten und Kohle machen".

Re: Nicht so streng

Also nein, ich bin ja wirklich einer der die Presse oftmals hart kritisiert. Aber die Einleitung lässt mein Herz höher schlagen. Endlich!

Ich kenne zwar den Herrn Gaulhofer nicht, aber er scheint zumindest eine Gewisse Bildung zu haben, wenn er das Libretto von Barbier von Sevilla wiedergeben kann.

Viele TV-Moderatoren scheitern schon daran, dass sie nicht einmal den Unterschied zwischen einer Oper und Operette kennen.

Und seit dem Tschaikowskys Klavierkonzert Nr. 1 b-Moll für eine Werbung verwendet wurde, glaubt sowieso jeder dass diese eine Oper sei.

Seien wir Dankbar dafür, dass es noch Journalisten gibt, die abseits von belanglose Castings-Shows auch "musikalisch" etwas anderes beitragen können.

Re: Re: Nicht so streng

aber hallo...was hat es mit journalistischer leistung zu tun, ob derjenige sich mit oper und operette auskennt? ob er was über tschaikowsky weiß?

könnte jetzt auch sagen: wow, er kann pressing von raumdeckung unterscheiden! was für ein toller journalist! er kennt sich in einem ganz spezifischen kulturellen bereich (fußball/sport) aus, er muss super sein!

wenn er weiß, was fore-checking ist, dann informiert er sich sicher sehr genau, liefert detaillierte infos und schreibt differenzierte, zu 100% objektive und pointierte artikel, die nicht nur informieren, sondern auch zum nachdenken anregen, warnen, animieren!
wow!

also bitte, was ist denn mit ihnen los?

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Re: Re: Re: Nicht so streng

Ein wirkliches Problem im "Presse"-Forum: Ironie als solche zu erkennen scheint wirklich schwerer zu sein als man annehmen möchte.

Worum geht es Ihrem Vorposter (und, wie er gleich erkannt hatte, auch mir weiter oben) ?

Herr Gaulhofer hat einen Kommentar geschrieben, wie wir ihn so wie er dasteht nicht einmal in einer U-Bahn-Zeitung haben wollen.

Es ist ärgerlich, wenn die "Presse" ihrem Aufklärungsauftrag nicht nachkommt, und in einem Anlassfall, der soviele Möglichkeiten zu sehr wesentlichen journalistischen Erörterungen böte, nichts weiter tut, als auch ihrerseits eine publizistisch vogelfrei gestellte Frau durch den Kakao zu ziehen.

Alles johlt, das ist klar, und je gehässiger solch ein Artikel ist, um desto fröhlicher. Auch der Bildungsbürger (aus dessen Kreisen die Gerüchte ja sogar stammen sollen).

Aber wenn der Bildungsbürger auch mitjohlen will, so will er doch auch feiner bedient werden von seinem Medium, und solchem Drumherum dienen halt dann die mehr oder weniger gewichtigen Redefiguren aus dem Maturaklassenwissen.

Und sowas ist ärgerlich. Und wenn man sich ärgert, dann wird man halt bisweilen ironisch.

That's it.

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Re: Re: Re: Re: Nicht so streng

Anmerkung: Der Artikel, um den es ging, war der "Presse"-Kommentar "Bettina Wulffs Biographie: Ehre retten und Kohle machen".


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Re: Bitte unterstützen!!!

Für Liebhaber deutschen Sexualhumors.

 
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