Der Südtiroler Schriftsteller und Rechtswissenschafter Herbert Rosendorfer ist nach längerer Krankheit im Alter von 78 Jahren in Bozen gestorben, wie der Folio Verlag mitteilte. Mit seinem erfolgreichen Romanerstling "Der Ruinenbaumeister" wurde Rosendorfer als Verfechter eines neuen "fantastischen Realismus" in der Literaturszene berühmt.
Bekannt wurde der Autor durch seine Ironie und Situationskomik. In seinem Erfolgs-Roman "Briefe in die chinesische Vergangenheit" zeigte sich der Autor als zeitkritischer Satiriker. Ein weiteres Beispiel für seinen Sarkasmus lieferte er mit der Erzählung "Der Eiffelturm" im Sammelband "Der stillgelegte Mensch".
Rosendorfer, der sich auch als Maler und Komponist betätigte, schuf Opernlibretti und verfasste für Kunstliebhaber die Bände "Bayreuth für Anfänger" und "Salzburg für Anfänger" unter dem Pseudonym Vibber Togesen. Zuletzt veröffentlichte Rosendorfer den Roman "Huturm". Am 8. Oktober wird sein letztes Werk "Die Kaktusfrau", ein Band mit Erzählungen, erscheinen.
(APA)
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