Die Entscheidung über den Literaturnobelpreis naht. Während die Schwedische Akademie dieser Tage über den Preis entscheidet, lässt "Ladbroke"s, der größte Wettanbieter Großbritanniens mit seiner Wettliste Spekulationen rund um den diesjährigen Preisträger aufkommen. Ganz oben bei den Favoriten stehen wieder einmal der amerikanische Rockpoet Bob Dylan und der Japaner Haruki Murakami. Der Preisträger wird in der ersten Oktoberhälfte bekanntgegeben. Einen genauen Termin gibt es bis dato noch nicht.
Seit knapp 20 Jahren hat kein Autor aus Nordamerika den begehrtesten Literaturpreis der Welt bekommen. Ausschlag für das US-Internetmagazin "Huffington Post" Kritik an den Auswahlkriterien zu üben. "Der Countdown für das jährliche Vorbeigehen an Philip Roth hat begonnen." titelte das Magazin in Anlehnung an den 79-jährige Nobel-Daueranwärter. Akademie-Sekretär Englund streitet vehement ab, dass die Stockholmer Runde nach geografischem Proporz entscheidet. "Für uns zählt einzig die literarische Qualität", lautet das Credo.
"Man sollte notieren, dass Murakami bei den Wettern schon ein alter Favorit ist", kommentiert Englund weiter. Wie bereits letztes Jahr liegen der amerikanische Rockpoet Bob Dylan und der Japaner Haruki Murakami. Relativ neu ist der chinesische Autor Mo Yan auf den Favoritenlisten aufgetaucht. Der Kenianer Ngugi wa Thiong'o steht neben den amerikanischen und kanadischen Dauerfavoriten Philip Roth, Cormac McCarthy, Thomas Pynchon, Don DeLillo, Joyce Carol Oates und Margaret Atwood ganz oben auf der Liste.
(APA/dpa)
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