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Literaturnobelpreis: Murakami und Dylan wieder voran

28.09.2012 | 11:51 |   (DiePresse.com)

Während die Akademie über den Nobelpreis entscheidet, gibt es bereits Favoriten auf den Wettlisten. Der Preisträger wird in der ersten Oktoberhälfte bekanntgegeben. Ein Termin steht noch nicht fest.

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Die Entscheidung über den Literaturnobelpreis naht. Während die Schwedische Akademie dieser Tage über den Preis entscheidet, lässt "Ladbroke"s, der größte Wettanbieter Großbritanniens mit seiner Wettliste Spekulationen rund um den diesjährigen Preisträger aufkommen. Ganz oben bei den Favoriten stehen wieder einmal der amerikanische Rockpoet Bob Dylan und der Japaner Haruki Murakami. Der Preisträger wird in der ersten Oktoberhälfte bekanntgegeben. Einen genauen Termin gibt es bis dato noch nicht.

Seit knapp 20 Jahren hat kein Autor aus Nordamerika den begehrtesten Literaturpreis der Welt bekommen. Ausschlag für das US-Internetmagazin "Huffington Post" Kritik an den Auswahlkriterien zu üben. "Der Countdown für das jährliche Vorbeigehen an Philip Roth hat begonnen." titelte das Magazin in Anlehnung an den 79-jährige Nobel-Daueranwärter. Akademie-Sekretär Englund streitet vehement ab, dass die Stockholmer Runde nach geografischem Proporz entscheidet. "Für uns zählt einzig die literarische Qualität", lautet das Credo.

"Man sollte notieren, dass Murakami bei den Wettern schon ein alter Favorit ist", kommentiert Englund weiter. Wie bereits letztes Jahr liegen der amerikanische Rockpoet Bob Dylan und der Japaner Haruki Murakami. Relativ neu ist der chinesische Autor Mo Yan auf den Favoritenlisten aufgetaucht. Der Kenianer Ngugi wa Thiong'o steht neben den amerikanischen und kanadischen Dauerfavoriten Philip Roth, Cormac McCarthy, Thomas Pynchon, Don DeLillo, Joyce Carol Oates und Margaret Atwood ganz oben auf der Liste.

(APA/dpa)

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4 Kommentare
Gast: tomb
29.09.2012 12:53
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Wen interessiert´s

Mit seinen Entscheidungen seit Dario Fo hat sich der Preis als ernst zu nehmende Auszeichnung selbst abgeschafft. Das zeigt sich auch an der zunehmenden Bedeutung der nationalen Buchpreise.

20 Jahre kein Preis

20 Jahre kein Preis kann doch kein Kriterium für Preiswürdigkeit sein, eher ein Hinweis auf 20 Jahre Mangel an künstlerischer Qualität. Mein Favorit ist eindeutig Peter Handke, er hätte den Nobelpreis schon längst verdient. Die oben angeführten Autoren können es an literarischer Qualität mit ihm nicht im Entferntesten aufnehmen

Gast: Hannes Ebner
29.09.2012 00:46
0 0

Nobel-Preise

Die Kommission sollte unbeeinflusst von den diversen Wett-Büros und deren Quoten eine Entscheidung treffen. Ist eh schon alles so kommerzialisiert..

Gast: Nobelpreis
28.09.2012 17:31
0 0

Bitte nicht,

Bob Dylan küren. Bei allem Respekt, er ist ein großartiger Songschreiber und Musiker, aber ein Literaturnobelpreisträger? Nie und nimmer!
Haruki Murakami hätte sich diese Auszeichnung jedenfalls verdient! Ich drücke ihm die Daumen.