Frankfurter Buchmesse: Hoffnung für Buchläden

Der klassische Buchhandels wird durch den Online-Handel immer stärker bedroht. Doch dieser habe einen entscheidenden Mangel.

Frankfurter Buchmesse 2013
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Frankfurter Buchmesse 2013
Frankfurter Buchmesse – (c) imago stock&people (imago stock&people)

Am Mittwoch hat die 65. Frankfurter Buchmesse hat ihre Pforten am Mittwoch für Fachbesucher geöffnet. Auf der weltgrößten Bücherschau sind 7300 Aussteller aus 100 Ländern vertreten, darunter 130 Verlage aus Österreich. Zu den wichtigsten Themen der Messe gehört die Zukunft des klassischen Buchhandels, der durch den Online-Handel immer stärker bedroht wird. Für Publikumsverlage bleibt dabei der stationäre Buchhandel unverzichtbar. "Nur in Buchhandlungen können neue Bücher eingeführt werden", sagte dtv-Geschäftsführer Rudolf Frankl. Der Online-Handel könne keine Bücher entdecken. Auch aktuelle Studien machen Hoffnung.

Eine Umfrage des IT Branchenverbands Bitkom untermauerte die Wichtigkeit des klassischen Buchhandels: Zwar verlassen sich die meisten Menschen (68 Prozent) beim Kauf eines Buches auf die Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Aber bereits auf Platz zwei folgt das Stöbern im Buchladen (44 Prozent), auf Platz drei Empfehlungen von Buchhändlern (29 Prozent). Auf automatisierte Buchtipps in Online-Shops achtet gut jeder Vierte (27 Prozent).

Für 61 Prozent sind Bücher wichtig

Einer Befragung ür die Kampagne "Vorsicht Buch!" zufolge sind für gut 61 Prozent der Deutschen Bücher ein wichtiger Bestandteil des Lebens, für jeden Zweiten sogar "wie gute Freunde". Auch bei der jungen Generation der 14- bis 19-Jährigen liege die Zustimmung zum Buch mit 45,5 Prozent auf hohem Niveau.

Mehr Kinder- und Jugendbücher verkauft

Gedruckte Bücher sind auch für Kinder und Jugendliche weiterhin attraktiv, wie eine Studie über den Kinder- und Jugendbuchmarkt ergab. "Entgegen aller Schwarzmalerei sind es gerade Kinder und Jugendliche, die mit großer Begeisterung lesen", hieß es dazu am Mittwoch auf der Buchmesse. Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hatten die Studie in Auftrag gegeben. Eines der Ergebnisse: Die Anzahl der Käufer steigt, aber nicht die Zahl der Titel. 2012 kauften 14,3 Millionen Menschen jeweils durchschnittlich 4,8 Kinder- und Jugendbücher.

Frankfurter Buchmesse

Auf der weltgrößten Buchmesse sind 7.300 Aussteller aus 100 Ländern vertreten. Etwa 1500 Autoren werden nach Angaben der Organisatoren kommen.

Für das allgemeine Publikum ist die Messe erst am Wochenende geöffnet. Insgesamt werden bis zum Sonntag rund 280.000 Besucher erwartet. Ehrengast der Messe ist Brasilien.

(APA/dpa)

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