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Kein Blatt vorm Mund: Wie Frauen über Sex reden

14.03.2009 | 18:47 |  von ULRIKE WEISER (Die Presse)

Sie schreiben Bücher, die „Fucking Berlin“ heißen, und ihren Heldinnen ist so ziemlich alles „ficken egal“. Frauen haben Sex wieder als Thema entdeckt. Gut so. Denn irgendwer sollte die Sprache fürs Bett wieder zurückerobern. Dort wird im Porno-Zeitalter nämlich lauter geschwiegen als zuvor.

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Stellen Sie sich folgende Szene vor. Ein Mann, eine Frau, im Bett, auf der Couch, wo immer. Plötzlich dreht sich die Frau zum Mann und sagt: „Du geiles Vieh! Lass mich kommen so wie nie! Ich hab gehört, du bist der Meister des G-Punkts. Los Kleiner, fick mich wund.“

Falls Sie sich jetzt fragen. Nein, das ist kein übler Pornodialog. Sondern ein Songtext einer Frau. Mit Rap über „deutsche Schwänze“ und „Vaginastyle“ ist Lady Bitch Ray alias Reyhan ?ahin bekannt geworden. Und mit ihrem Hang zum Expliziten steht die studierte Germanistin auch nicht mehr alleine da. In Deutschlands Buchhandlungen reihen sich Titel wie „Fucking Berlin“, „Bitterfotze“ oder „Anatomi. Monotoni“ (dumm übersetzt mit „Die Hände des Cellisten“) aneinander. Ob die Ex-Prostituierte, die beichten will, die promiskuitive Norwegerin mit Hang zur Philosophie oder das Berliner Party-Gör aus Rebecca Martins „Frühling und so“, dem alles „ficken egal“ ist: Sie alle wollen bloß über eins reden.

„Frauen haben derzeit Lust, über Sex zu schreiben“, sagt Jennifer Hirte. Hirte leitet „Anais“ beim deutschen „Schwarzkopf & Schwarzkopf“-Verlag, ein im Herbst 2008 gestartetes Programm, das sich auf „coole erotische Romane“ (so die Eigendefinition) von Frauen spezialisiert hat. Ähnliches gibt es bei britischen Verlagen schon längst. Der Zulauf von Autorinnen ist enorm. Hirtes „digitaler Schreibtisch“ biegt sich geradezu unter Manuskripten. Manchmal schummelt sich via Pseudonym auch ein Mann darunter. Aber, so Hirte: „Den erkennt man am Text.“

Knietief im Feuchtgebiet. Neu ist es freilich nicht, dass Frauen über Sex schreiben. Man denke an Anais Nin, „Catherine Millet („Das sexuelle Leben der Catherine M.“), Virginie Despentes („Baise-moi“), überhaupt Frankreich! An Melissa Panarello („Mit geschlossenen Augen“) sowie Nellie Arcans „Hure“. Und selbstverständlich an sie, die hartnäckige Regentin der Bestsellerlisten: Die deutsche Ex-TV-Moderatorin Charlotte Roche und ihre „Feuchtgebiete“. Die – wenngleich ihr Thema mehr der Ekel denn der Sex ist – den aktuellen Trend auch losgetreten haben könnte.

Denn dass hier eine mit der alten Formel „Junge Frau schreibt schmutzig“ so viel Aufmerksamkeit und in Folge so viel Geld lukriert, bleibt weder bei Verlagen noch Kolleginnen unbemerkt. Weshalb hinter der Häufung der Sex-Literatur laut nüchterner Expertenanalyse vor allem Marketing steckt. Aber eben nicht nur. Denn auch wenn Roche klagt, dass sie „pseudofeministische Debatten“ über ihr Buch gründlich satt hat, lässt sich die ihr nachfolgende Romanflut doch als Versuch deuten, geänderte gesellschaftliche Spielregeln zu reflektieren. Findet auch Ariadne von Schirach, Autorin der Gesellschaftsanalyse „Der Tanz um die Lust“. Ihre These lautet: „Sex und Liebe sind heute endgültig getrennt, und die Frauen versuchen nun dieses Thema, diesen Raum, der offenbar frei geblieben ist, sprachlich zu besetzen.“ Und sie spielen dabei im literarischen Universum mit einem Thema, das im realen nach wie vor bloß in der Theorie existiert: die sexuelle Gleichberechtigung der Geschlechter. Auch mit dem Ton wird experimentiert. Der fällt bisweilen so desillusioniert, so zornig aus, dass sich das deutsche Feuilleton zuletzt fragte, ob der Sex-Trend nicht in Wahrheit ein einziger großer Wutausbruch sei.

Frauen als Schweine. Richtig ist: Die neue weibliche Sex-Literatur liest sich anders als jene aus den vergleichsweise gut gelaunten Sechzigern. „Mein Körper gehört mir!“, einst fröhlicher Schlachtruf, taugt heute nur mehr als halbironischer Kommentar. Denn, so sagt Klaus Kastberger, Leiter des Österreichischen Literaturarchivs in der Nationalbibliothek: „Es gibt jetzt nicht einmal eine vermeintliche Hoffnung mehr, dass Sexualität Befreiung bedeuten könnte.“ Und es gibt auch keine Zensur, keine Empörung mehr, gegen die man lustvoll anschreiben könnte. Stattdessen spielen die Sex-Autorinnen brav und desillusioniert nach den Regeln eines medialen Marktes, in dem Sex omnipräsent ist und zu dem sie selbst gehören. Ein System ohne Entkommen.

Und ein System, das Autorinnen/Rapperinnen glauben schlagen zu können, indem sie die – Internet sei Dank – fortschreitende Pornografisierung der Sprache für sich verwenden. Motto: Je härter, desto besser. Eine klassisch subversive Taktik. Man nimmt „dem Feind“ das Wort weg. Aber eine Taktik mit Tücken – und Potenzial zur Selbstverletzung. „Female Chauvinist Pigs“ nennt die postfeministische Autorin Ariel Levy das Phänomen, dass sich Frauen in männerbündlerischer Weise über Geschlechtsgenossinnen als Sexobjekte unterhalten, während sie selbst versuchen, so auszusehen, als wären sie einer erotischen Männerfantasie entsprungen. Paradox, oder?

Dort Porno, da Schweigen. Aber nicht weniger paradox, als die sich ständig verbreiternde Kluft, die sich zwischen der sexuellen Geschwätzigkeit in Literatur und Medien einerseits und dem beharrlichen privaten Schweigen anderseits auftut. „Was das Reden über Sex mit dem Partner angeht, sind wir seit 1968 keinen Schritt weiter, sondern eher wieder zurückgefallen“, schätzt Klaus Heer, Schweizer Paartherapeut und Sachbuchautor. Nachsatz: „Dieses Schweigen herrscht bei allen Altersstufen.“

Aber wie kann das sein? Menschen, die nicht zusammenzucken, wenn auf der Theaterbühne das Wort „ficken“ fällt, die bei der TV-Serie „Sex and the City“ locker mitsprechen können und www.youporn.com höchstwahrscheinlich nicht nur vom Hörensagen kennen, sollen privat verstummen, sobald es um Sex geht. Wieso? „Weil wir im öffentlichen Reden Sex zu einem objektiven Faktum stilisieren“, sagt Jakob Pastötter, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung. „Wir geben uns gleichsam wissenschaftlich distanziert, wenn wir über ein Thema diskutieren, das uns im tiefsten Inneren ängstigt. Im privaten Gespräch gelingt aber diese Objektivierung nicht, weil es klar ist, dass es um uns geht.“

Rüder Kommandoton. Wenn es ernst, also persönlich wird, wenn man ohne Ironie und Zoten auskommen soll, wird es schwierig – für beide Geschlechter. Da hilft auch der Pornosprech nicht weiter. Denn der, so Heer, sei letztlich „eine rüde Kommandosprache, die nicht zum Dialog taugt und mit der eigenen Bettrealität wenig zu tun hat“. Wie überhaupt die Porno-Ästhetik nicht auf das Du, sondern stets nur auf das Ich abzielt. In einer pornografisierten Welt wird der Sexappeal zum Selbstzweck und der Mensch zwar attraktiver, aber einsamer.

Und bleibt verlegen. So sind Erwachsene, die in Heers Praxis auftauchen, notorisch verunsichert, sollen sie ihre eigenen Geschlechtsorgane benennen: „Ich finde zum Beispiel, Schwanz ist ein gutes Wort“, sagt Heer. „Aber das muss man vorher abklären. Vielen ist es zu vulgär.“ Die am häufigsten verwendeten Bezeichnungen sind laut Pastötter übrigens auch anno 2009 „das da“ und „dort“.

Die Lösung für das Kommunikationspatt ist aber keine ganz einfache. Einerseits, weil Lust und Scham nun mal zusammengehören. Andererseits, weil das dauernde öffentliche Reden über Sex das private zunehmend erschwert: „Unsere Sprache ist einer feindlichen Übernahme zum Opfer gefallen“, glaubt von Schirach. Weil nämlich Sex und Erotik in Werbung, Film und Diskussion ständig präsent seien, habe man das Gefühl, man spreche hundert Mal gehörte Versatzstücke nach. Die Konsequenz, so von Schirach: „,Ich liebe dich', sagen heute nur mehr große Versicherungen.“

„Ich finde dich geil.“ Was aber soll man denn sagen, wenn „Ich begehre dich“ oder „Ich finde dich geil“ nur nach schlechtem Film klingt? Hier setzt von Schirach Hoffnungen auf die schreibenden Frauen, auf dass sie nicht bei der Reproduktion des vorherrschenden „männlichen Blicks“ auf Sexualität stehenbleiben, sondern diesem vielmehr einen authentischen Ausdruck des weiblichen Begehrens entgegensetzen: „Es geht nicht darum, ein neues Wort für Vagina zu erfinden, sondern mit einer kunstvollen Sprache neue Räume zu eröffnen.“ Verwirklicht wird dieser Anspruch jedoch vom aktuellen literarischen Angebot kaum. Im Gegenteil: „Vieles ist von erschreckender Banalität.“

Erschreckend findet von Schirach auch, dass weibliches sexuelles Selbstbewusstsein nicht nur Männern (die Leser des FHM-Magazins wählten Charlotte Roche unlängst zur „Unsexiest Woman in the World 2009“) Angst zu machen scheint, sondern auch den Autorinnen selbst. Bleibt doch der Feminismus in vielen der neuen Bücher erschöpft auf der Strecke. Zum Schluss muss die Frau auf subtile Weise für ihre sexuelle Freiheit bezahlen und/oder sehnt sich – geläutert – nach der sicheren Partnerschaft. Und alles andere ist dann „ficken egal“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.03.2009)

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40 Kommentare
 
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noesis
15.03.2009 22:50
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Gut, dass es solche Artikel gibt

gut, dass zwischen Feminismus und "female chauvinism" unterschieden wird, gut, dass auf die unzueichende Sprechpraxis bedeutungvoller Kommunikation hingewiesen wird, die jenseits von hilfloser Ironie angesiedelt ist.

Schade, dass all das von manchen nur noch ironisch verstanden werden kann.

Gast: direktor
15.03.2009 21:54
0 0

Leiter des Literaturarchivs

...und ich dachte, die Bewerbungsfrist läuft noch (bis 24 Uhr)...

Michael
15.03.2009 21:18
0 0

Wunschdenken

Na, dann möchte ich mal wissen, wie viele Frauen "youporn.com" nicht nur vom Hörensagen kennen, sondern sich auf freiem Willen zum Spass regelmässig ansehen.

Es ist ein Faktum und psychologisch erwiesen, dass ein Mann seinen Reiz verliert, wenn er gleich direkt herausrückt, auf was er hinauswill. Frau will träumen, von Heldentum und einem abwechslungsreichen Leben. Und Sex gehört dazu, aber gerade für Frauen sicher nicht primär.

So gesehen bleibt die Passage mit der "gamsigen" Frau im ersten Absatz wohl weiterhin Wunschdenken. Von Ausnahmen natürlich immer abgesehen.

Gast: klüng klüng
15.03.2009 17:29
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dieStandard

ein artikel wie man ihn in dieStandard.at zuhauf findet. liebe presse, so ein schwachsinn muss doch nicht sein, oder?

Antworten AS
16.03.2009 20:39
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Re: dieStandard

ich finde den Artikel echt gut. Ob mir diese Qualität des Lesens im Standard oder in der Presse geboten wird ist mir herzlich egal. Auf den Inhalt kommts an.

Antworten noesis
15.03.2009 22:53
0 0

Re: dieStandard

Was ist an dem Artikel schwachsinnig?

Gast: Ludwig Ammer
15.03.2009 15:28
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Lilith und Selene

sind Kampfinstrumente, die Frauen unfrei machen und an die geistlose Körperlichkeit fesseln, womit sich die Freiheitssymbole als Boomerang erweisen.

beardsley
15.03.2009 15:12
0 0

was für eine feministische errungenschaft *lach*

eins von vielen zeichen allgemeiner degeneration. für amokläufer und andere psychisch beknackte mindestens ebenso verantwortlich wie mediale und virtuelle gewalt.

Gast: Graf Gudenus
15.03.2009 14:11
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"Ficken egal": Wie Frauen über Sex reden

Kann man so einen Titel auch in der Neuen Züricher, im Figaro bzw. Monde, The Times, China Daily, Japan Times lesen?

Aber vielleicht nur für das online Publicum sichtbar; ein schliesslich nicht sehr klassisches Product

Gast: aeiou
15.03.2009 13:31
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Na warum nicht?

Das läßt sich ein Poussierstengel doch nicht zweimal sagen: "Besorgs mir, nimm mich hart, fick mich bis ich schreie etc.etc." Die Sterblichkeitsrate wird dadurch höher. Die Blödmänner, cosi fan tutte, wenn¿s um den Coitus geht, werden dann die Spreizung, wie treffend, der Sterbezahl zwischen Manderln und Weiberln weiter vergrößern. Und der lachende , die, lachende Dritte? Die Witwen und weiblichen Singles.

Antworten anna89
15.03.2009 20:52
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Re: Na warum nicht?

@aeiou
Jessas! Wie groß muss das Unwissen eines Mannes über die weibl. Sexualität sein, wenn er so einen Artikel ernst nimmt und sich sogar bedroht fühlt. Ja, auch Frauen sprechen über Sex, na sowas. Auch wir erlauben uns unsere Wünsche zu formulieren - endlich.
Aber so, wie Sie das beschreiben - NEIN! Sie sollten weniger Pornos auf Premiere schauen - das ist alles amüsant weltfremdes, narzisstisches Wunschdenken. Männer die immer ewig können und Frauen, die nix anderes wollen. Geh bitte ............... ; )

Antworten Antworten AS
16.03.2009 20:56
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Re: Re: Na warum nicht?

Schreibt mehr und verändert die Welt nachhaltig!
Wie gerne würde ich all die CSIs und Tatorts dieser Welt mit dem schwarzen Pornobalken versehen und die Sprache die das Miteinander VOR DEM TOD beschreibt neu ausformuliert wissen. Endlich ist es öffentlich dass da zwischen Porno, Sex und Liebe Freiräume sind die auch beschrieben und literarisch erobert werden wollen. Und wenn die ersten Regungen von Euch Frauen hier trotzig und direkt sind, so vertraue ich auf Euch, dass Ihr hier die Beziehung zwschen unseren Geschlechtern auf neue schlanke Beine anstatt der groben Klumpfüe stellt. We sonst wenn nicht Ihr?

Leo Naphta
15.03.2009 12:28
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Letztklassig

Letztklassig - das Thema, der Titel und die darin beschriebene "Literatur". Das würde gut in den Literaturteil jeder x-beliebigen Schmutz-und-Schund-Postille passen.

Was aber hat das in der Presse zu suchen?

Vielleicht sollte man das man den katholischen Grazer Pressverein fragen, dem das ganze Ding letztendlich gehört!

Antworten Firemage
15.03.2009 14:49
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nett,

wie sie, allerdings ohne es zu wollen, die beiden hauptgründe für das entstehen neuer genderspezifisch-sexualmoralischer tendenzen offenlegen. beiindruckend. wirklich.

Antworten Lepanto
15.03.2009 14:00
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Re: Letztklassig


Gott sei Dank verreckt dieses Gesellschaftssytem gerade! Sie können dem Prozess des Verfaulens zusehen.

Gast: Gast
15.03.2009 12:20
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ist

Sex wirklich so wichtig ? ich glaube nicht.

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Re: ist

Haben's schon Sex gehabt?

Ich meine -ähem- mit jemand anderen.

Antworten anna89
15.03.2009 13:13
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Re: ist

Sex bestimmt viele Handlungen unseres Lebens - unbewußt, denn unsere wichtigste Lebensberechtigung ist, wie bei allem was kreucht und fleucht, die Erhaltung unserer Art . Der Rest ist Beiwerk. Sex ist nicht schmutzig und in Verbindung mit Liebe und Geborgenheit der ultimative "Kleister" für die Familie.

Den schmutzigen Anstrich erhielt er im Mittelalter durch die Kirche. Aber auch das hat einen nachvollziehbaren Hintergrund: Mit dem Aufkommen der Geschlechtskrankheiten in Verbindung mit Badehäusern und der damals freizügigen Handhabung des (männl.) Sexauslebens, verbreitete sich die Krankheit rasant. Dem wollte man entgegentreten.

Antworten Antworten Gast: aeiou
15.03.2009 13:39
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Re: Re: ist

Schmutzig oder wie es sonst bezeichnet wird ist der Akt allemal. Wenn man an die übelriechenden Ausflüsse denkt, die ihn begleiten. Aber so vermehren sich auch andere Viecher. Nicht nur wir. Dort kommt noch, bei unseren Vorfahren war das wahrscheinlich auch so, ein wenig Urin oder Kot hinzu. Also alles für unsere zartbeseiteten Seelen Grausliches. Aber das ist die Natur. Wir können nur nicht mit der Wahrheit leben. Weit entfernt haben wir uns ohnedies nicht von den Praktiken unserer Vorfahren. Also was soll das Geschwafel. Solange "der" Trieb funktioniert ist alles andere zweitrangig. Nicht umsonst heißt es ja "Liebe , Brot der Armen". Ein Wirrwarr, dieses Posting? So wie die "Liebe". Eigentlich der Akt. Alles andere ist nur Vorspiel und gehört zum Balzritual.

Antworten Antworten Antworten anna89
15.03.2009 21:07
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Re: Re: Re: ist

@ aeiou
Tut mir für Sie leid, dass Ihnen bis jetzt eine liebevolle und positive Erfahrung in Sachen Frauen und vermutlich auch Liebe an sich noch nicht zuteil wurde. Und- Sex ist Sex und Liebe ist Liebe. Wenn beides zusammen trifft, und das ist nicht selbstverständlich - ist es genial.
Verschließen Sie sich der Liebe nicht! Es muss ja kein Austausch von Körperflüssigkeiten stattfinden.
Alles gute, Anna

cabron
15.03.2009 12:15
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Die Auslassungen der...

...geld- und mediengeilen AutorInnen; wie sie über Sex denken und ihre Orgasmen aussehen, ist mindestens so interessant wie die Beschaffenheit des Morgenstuhls von z.B. Angelina Julie!

Antworten Gast: gast
15.03.2009 22:01
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Re: Die Auslassungen der...

und die auslassungen der männer über sex sind interessanter? warum ist es so schrecklich dass auch frauen über sex reden, schreiben und nachdenken??? don't forget we're just human! ;)

anna89
15.03.2009 10:20
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Porno ist fad, ein Leben ohne Sex auch

Für Frauen ist Sex ein viel komplexeres Thema, wie für Männer. Wir müssen mit einem Vielfachen an Gefühlsebenen durchs Leben gehen und das bremst: Männer sehen Busen, Hirn schaltet auf "Vermehrung" und auf gehts; Frauen sehen sein bestes Stück und nix schaltet automatisch irgendwohin, spätestens nach der Zeit, wo der ultimative Kick vorbei ist. Wir sind von Natur aus außerhalb unserer fruchtbaren Tage einfach anders programmiert. Da helfen keine allzeitbereiten Frauenvorlagen aus den Pornos, oder gesellschaftl. Zwänge, die jungen Mädchen einreden, dass mit ihnen was nicht stimmt, wenn sie den Vorlagen aus der Männerwelt emotional nicht entsprechen. Das Programm ist fix installiert unanhängig unseres Wollens.

Sex kann sowieso nur mit dem richtigen Partner genial sein, auf so viel Gefühlsebenen wie mögl. und ich wünsche jeder Frau, dass sie diese Erfahrung zumindest einmal in ihrem Leben macht, und das vielleicht sogar der Lebenspartner bleibt.


Antworten Gast: aeiou
15.03.2009 13:41
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Re: Porno ist fad, ein Leben ohne Sex auch

Immer wenn ich von einer läufigen Hündin lese, bin ich angefressen. Die Hündin ist, wie das Menschenweiberl hitzig. Läufig ist der Rüde. Rund um die Uhr. Solange er noch genug Testosteron produziert.

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Re: Porno ist fad, ein Leben ohne Sex auch

"Männer sehen Busen, Hirn..."
Stimmt.

Aber:

Auch die Damen haben ihren Fetisch, meine Teure.
"Frau sieht Akademischen Grad, Siegel-Ring, Armani-Anzug und Hirn schaltet..."

Deswegen haben Männer im feinen Zwirn auch mehr Sex als die Kerle im orangen Drillich der MA 48.
Funktioniert nach wie vor.

Und ob das sooo komplex ist?

Antworten Antworten Gast: Bernie
15.03.2009 16:33
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Re: Re: Porno ist fad, ein Leben ohne Sex auch

Männer im feinen Zwirn haben auch mehr Sex Du hast recht und wenn Du eine Frau von so nem bist, dann kaufst Du dir am besten ne Fliegenklatsche oder so stimmt das auch?

will auch keinen MA 48er verwerflich?

 
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