Geschichte

Maximilians Brautfahrt: Wie der letzte Ritter ein Reich gewann

Als der Burgunderherzog Karl der Kühne 1477 starb, nutzte Kaiser Friedrich III. die Chance und verheiratete seinen Sohn Maximilian mit Karls Tochter und Erbin Maria von Burgund. Gegen massiven Widerstand von Erbfeind Frankreich.

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Kaiser Maximilian I. – (c) imago stock&people (imago stock&people)

Die Namen dieser Herzöge, einer Seitenlinie des französischen Hauses Valois, die nach der Großen Pest Mitte des 14. Jahrhunderts in hundert Jahren eine Großmacht im Herzen von Europa schufen, waren Programm: Philipp der Kühne, Johann ohne Furcht, Philipp der Gute und Karl der Kühne betrieben die Expansion des Herzogtums Burgund, das bald die reichsten Regionen des Kontinents umfasste – mit modernsten Manufakturen, den größten Märkten. Gent, Brügge und Antwerpen waren damals die „Global Players“. Bald ging von diesen Städten wirklich der Welthandel aus. Der wildeste der Burgunderherzoge war ihr letzter – Karl der Kühne, ein tapferer, aber zuweilen auch unüberlegter Gewaltmensch. Er versuchte, seine Ländereien im Norden mit denen im Süden zu vereinen und wollte sich dazu das dazwischenliegende Herzogtum Lothringen einverleiben. Karl träumte sogar vom Zugang seines Reiches zum Mittelmeer. Doch im Kampf um Lothringen fiel er 1477 vor dessen Hauptstadt Nancy. Um das Erbe seiner Tochter Maria entbrannte ein zäher Machtkampf zwischen Frankreich und dem Hause Habsburg.

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Grabmal des Burgunderherzogs Karls des Kühnen (1433 - 1477) in Brügge. Er war nicht nur tapfer, sondern auch aufbrausend und unüberlegt, sagten Zeitgenossen. Karl starb im Kampf vor Lothringens Hauptstadt Nancy. – (c) imago stock&people (imago stock&people)

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