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"Buch Wien 09": Messe steuert Rekorde an

12.11.2009 | 10:13 |   (DiePresse.com)

Mit einer Rede von Eva Menasse und der Verleihung des Österreichischen Staatspreises für Europäische Literatur wurde die "Buch Wien" eröffnet. Mehr Besucher als im Vorjahr werden erwartet.

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"Der Buchhandel zählt zu den Krisengewinnern", sagte Gerald Schantin, den Präsidenten des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels bei der Eröffnung der Buchmesse "Buch Wien" am Mittwochabend. 472,6 Mio. Euro gaben die österreichischen Haushalte im Vorjahr für Bücher aus, 2009 konnte bis Oktober ein Umsatzplus von 2,9 Prozent verzeichnet werden. Bis Sonntag ist die "Buch Wien" in der Halle D der Messe Wien geöffnet, die Veranstalter erwarten sich für das zweite Jahr der Messe einen Besucherrekord.

21.600 Besucher hatte die im Vorjahr vom Wiener Rathaus in die Messe übersiedelte Veranstaltung bei ihrer ersten Auflage. Heuer sollen es, auch dank angestrebter Synergien mit der gleichzeitig stattfindenden Interpädagogica und der Seniorenmesse, 30.000 bis 40.000 Besucher werden, hofft Matthias Limbeck, Geschäftsführer von Reed-Exhibitions in Wien.

Staatspreis für Per Olov Enquist

Die in Berlin lebende Wiener Autorin Eva Menasse beschäftigte sich als Eröffnungsrednerin mit Österreich, "meiner Heimat, meinem Land, meinem Verhängnis" (zur vollständigen Rede). Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) nutzte ihre Rede zur Bekanntgabe der Zuerkennung des Österreichischen Staatspreises für Europäische Literatur 2009 an den schwedische Autor Per Olov Enquist, des Würdigungspreises für Literatur an Margit Schreiner und des Staatspreises für Literaturkritik an Klaus Amann. Sie strebe an, künftig auch die Verleihungen selbst im Rahmen der Messe vorzunehmen, so Schmied.

228 Aussteller sind vertreten, davon 139 nationale und 89 internationale Aussteller aus elf Ländern sowie neun Länderpavillons mit Verlagen aus Belgien, Italien, Rumänien, Russland, Saudi Arabien, Schweiz, Spanien, Tschechien und Ungarn.

"Sieht aus, wie eine Buchmesse aussieht"

Für Hauptverbands-Präsident Schantin, war es eine richtige Entscheidung, in die Messe Wien zu übersiedeln, auch wenn er zugeben musste, dass dank des gleichzeitigen Christkindlmarktes früher besonders viele Familien zur "Buchwoche" ins Rathaus gekommen waren. Dieses spezielle Flair ist in den Messehallen nun nicht mehr zu finden. Oder, wie es Menasse ausdrückte: "Es sieht aus, wie eine Buchmesse aussieht."

Schantin erinnerte an die am Freitag erwartete Entscheidung über die Digitalisierungspläne von Google: "Das Recht auf Eigentum muss verteidigt werden, die Buchbranche braucht auch im Internet rechtsstaatliche Verhältnisse."

E-Book kein großes Thema

Das E-Book ist auch auf der "Buch Wien" ein Thema - allerdings kein großes. "Meiner persönlichen Einschätzung nach wird sein Anteil bis 2015/16 etwa den Hörbuch-Anteil erreichen, 2 bis 2,5 Prozent", so der Hauptverbands-Präsident. "Das E-Book wird sich sehr gut mit dem gedruckten Buch vertragen."

In der Halle D gibt es auf 7.200 Quadratmetern Verlagspräsentationen sowie sechs ins Ausstellungsgeschehen integrierten Bühnen für Diskussionen, Lesungen und Signierstunden. Die vorgestellten Bücher können wieder in einer Messe-Buchhandlung direkt erworben werden. Die begleitende "Lesefestwoche" läuft bereits seit 9. November und bietet zahlreiche Lesungen an vielen Schauplätzen in der Stadt.

Die Messe
Buch Wien

Vom 9. bis 15. November

Messe Wien, Halle D

Donnerstag bis Samstag 9 bis 19 Uhr
Sonntag 9 bis 18 Uhr

Tageskarte für Erwachsene: 9 Euro.
Ermäßigungen u.a. für Schüler, Studenten, Senioren und Familien.

(APA/Red.)

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1 Kommentare
analogo
12.11.2009 16:07
0 0

(Messe)Eröfffnungsrede...Überheblichkeit

und Anmaßung. Also, nochmals...sehr fragwürdig diese Rede (eher ein Schmarr'n würde andere meinen)...irgendwie sonderbar und unglaubwürdig dieseSchriftstellerin/Person wie auch enervierend diese eigenartigen u.seltsamen Sichtweisen inkl. rhetorischer Zuspitzungen (passt zu d.optisch/verstörten Eindruck den dieser Person b.medialen Auftritten bisher machte).Typisch linksideolog. Verblendungen...aber ideal für Bewusstseinsstörungen...bei manchen läuft die Vernunft im Leerlauf...So manche Künstler/Literaten (ob erfolgreich od. nicht) glauben polit. Handlungsanweisungen geben zu können ? Außerdem, der Marxismus (u.ähnliche Erklärungstheorien) trägt kaum was bei zur konkreten Daseinsbewältigung, vielleicht seinerzeit kurzfristig. "Interessant" und mühsam od. bedauerlich ist ja das Problem d. Alt69er Leute, so mancher Grünen und Gutmenschentümler inkl. so gen. Künstler , die ja ihren Hader ,ihre Neurosen auf die fleißigen,anständigen, tüchtigen Österreicher projizieren, wobei d.Mehrheit des Volkes ein Interesse u.Bedürfnis nach abendländ.europ. Wertehaltungen, homogenen Volksstrukturen (Problem Asylmissbrauch/Parallelgesellsch.) sowie nach Verknüpfung v. Tradition u.Moderne hat. Man könnte meinen, die Grünen u.linken KünstlerInnen haben nur noch ein theoretisches Verhältnis zu Ö...zumUnterschied von anderen Auslandsösterreichern, die eher ein gutes,praktisches u.konstruktives Verhältnis zu Ö.. beweisen. Ein plötzliches Bekenntnis zu Ö...e. Fr.Menasse ist entbehrlich.Sorry.

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