Krimispannung und Literatur im Zug: "Österreich liest" mit 600 Events

Das Literaturfestival von 16. bis 22. Oktober ist vor allem auch für Krimifans interessant. Es lesen aber etwa auch Franzobel und "Tagespresse"-Gründer Fritz Jergitsch.

Thomas Raab liest aus seinen Werken.
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Thomas Raab liest aus seinen Werken.
Thomas Raab liest aus seinen Werken. – (c) Clemens Fabry

Mehr als 600 Veranstaltung bietet die diesjährige Ausgabe des Literaturfestivals "Österreich liest. Treffpunkt Bibliothek": Von 16. bis 22. Oktober stehen dabei einerseits die mehr als 10.000 öffentlichen Büchereien des Landes im Rampenlicht, kommen aber auch Krimifans auf ihre Kosten und werden nicht zuletzt Zugfahrten literarisch aufgewertet.

Bei der vom Büchereiverband Österreichs (BVÖ) initiierten Kampagne werden Autoren wie Friedrich Ani, Franzobel, Eva Rossmann oder Julya Rabinowich teilnehmen, geht es aus dem Programm hervor. In der Österreichischen Nationalbibliothek können Interessierte "abtauchen", wird doch etwa ein Rundgang durch den unterirdischen Bücherspeicher angeboten. Außerdem kann man sein Wissen über Kurrentschrift auffrischen - oder es sich gegebenenfalls erst aneigenen.

Thomas Raab, Bernhard Aichner und Fritz Jergitsch lesen

In vielen Bibliotheken wird wiederum die Spannung groß geschrieben, gibt es doch etliche Krimifeste, bei denen mörderische Kaliber wie Thomas Raab oder Bernhard Aichner aus ihren Werken lesen. Eher die schenkelklopfende Klientel bedienen wiederum Kabarettist Klaus Eckel oder "Tagespresse"-Gründer Fritz Jergitsch.

Auf den Zug gekommen ist man in Oberösterreich und Salzburg: Die benachbarten Bundesländer locken unter dem Motto "Bücher fahren Zug" bzw. "Grenzenlos lesen" zu Bahnfahrten mit literarischen Mehrwert. So werden einerseits die oberösterreichischen Regionalbahnen mit Buchtiteln und Zeitschriften von Bibliotheken entlang der Strecke ausgestattet. Und in Salzburg werden Bücher in ausgewählten S-Bahnen von und ins benachbarte Bayern zum Schmökern aufgelegt.

Weiters gibt es eine "Österreich liest"-Broschüre, die sich den Bibliothekaren widmet. Sie erscheint in einer Auflage von 100.000 Stück. "Über 10 Millionen Medien und ebenso viele Besucher jährlich machen die rund 1.300 öffentlichen Büchereien Österreichs zu den literarischen Nahversorgern des Landes", wird BVÖ-Geschäftsführer Markus Feigl zitiert. Er verweist außerdem auf Aktionen wie Lesenächte, Library Slams oder Bilderbuchkinos. "Und da in diesem Jahr die Bibliothekare im Zentrum stehen, kann man in vielen Bibliotheken auch einen Blick hinter die Kulissen werfen."

 

(APA)

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