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Rauriser Literaturtage: Großer Preis an Maja Haderlap

07.02.2012 | 14:43 |   (DiePresse.com)

Die Lyrikerin erhielt den mit 8.000 Euro dotierten Preis für ihr Romandebüt "Engel des Vergessens". Bereits im Vorjahr gewann Haderlap den Bachmannpreis.

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Maja Haderlap ist die diesjährige Trägerin des Rauriser Literaturpreises 2012. Die Lyrikerin erhält den mit 8.000 Euro dotierten Preis für ihr Romandebüt "Engel des Vergessens". Für ihre generationenübergreifende Familien-Geschichte aus dem Slowenisch-Kärntner Grenzgebiet wurde die Autorin im Vorjahr bereits mit dem Bachmannpreis ausgezeichnet.

Der mit 4.000 Euro dotierte Rauriser Förderpreis geht an die Autorin Elke Laznia für ihren Text "Blinde Fenster".

Die Juroren Sigrid Löffler, Angelika Overath und Arno Russegger begründeten ihre Entscheidung für die 50-jährige Kärntner Slowenin mit der "besonderen Innigkeit der Menschendarstellung". Haderlaps Buch hat in seiner poetischen Kraft das Selbstbewusstsein einer Gesellschaft verändert, teilte die Jury mit.

Die 42. Rauriser Literaturtage finden heuer von 21. bis 25. März unter dem Motto "Die Erfindung der Wahrheit" statt. Zum letzten Mal werden sie von Langzeit-Intendantin Brita Steinwendtner geleitet.

Den Anfang am 22. März macht Karl-Markus Gauss, der aus seinem noch unveröffentlichten Buch "Ruhm am Nachmittag" lesen wird. Es folgen der Schweizer Peter Stamm, Rauriser Literaturpreisträger 1999, und die Südtiroler Bäuerin Roberta Dapunt, die auf ladinisch schreibt und als eine der authentischsten Gegenwarts-Lyrikerinnen Italiens gilt.

Bachmann- und Rauris-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff eröffnet am 23. März, gefolgt von Patrick Roth, ebenfalls Preisträger dieses Literaturfestivals im Salzburger Pinzgau. Den Abschlus dieses "Lese-Tages" macht Nora Gomringer mit ihrer außergewöhnlichen Literatur-Performance an der Grenze zum Poetry Slam.

Der 24. März beginnt mit dem chinesischen Autor Wang Jiaxin und Wolfgang Kubin, Autor und Literaturvermittler zwischen deutscher und chinesischer Sprache. Im Zentrum dann freilich Christoph Ransmayr, der aus seinem erst im Oktober erscheinenden "Atlas eines ängstlichen Mannes" lesen wird. "Niemand erzählt so handgreiflich und zugleich so kunstvoll philosophisch wie Ransmayr", sagte Noch-Intendantin Steinwendtner bei der Präsentation des Rauris-Programms 2012, das von Stör-Lesungen, Konzerten, Gesprächen über Kindheit, Büchermärkten, literarischen Skitouren und Schulveranstaltungen, Bauernmärkten und Filmvorführungen ergänzt wird.

(APA)

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