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Von Vouk bis Scrinzi – das Buch zur Ortstafellösung

21.02.2012 | 18:24 |   (Die Presse)

Politische (Familien-)Geschichten aus Kärnten: In Interviews erzählen Slowenen und Deutsche ihren Teil der Geschichte des Volksgruppenkonflikts.„Kärnten liegt am Meer“ ist sozusagen das Buch zur Ortstafellösung.

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Rudi Vouks Großvater väterlicherseits war Abwehrkämpfer, sein Opa mütterlicherseits wurde von Partisanen erschossen. Er selbst, der die Aufhebung der alten Ortstafelregelung erwirkte, sprach bis zur Volksschule kein Wort Deutsch. Die Familie von Bernard Sadovnik, dem moderateren Slowenenvertreter, hingegen stammt vom Peršman-Hof ab, auf dem die Waffen-SS 1944 ein Massaker verübte und der heute eine Gedenkstätte für die Partisanen ist. Welchen Otto Scrinzi, der frühere Nationalsozialist und spätere FPÖ-Politiker, wiederum sein Leben verdankt. Anstatt ihn wie geplant zu exekutieren, setzten sie ihn als Lagerarzt ein.

Diesen für Kärnten so typischen Lebens- und Familiengeschichten mit ihren Brüchen und Widersprüchen geht „Kärnten liegt am Meer“ nach. Es ist sozusagen das Buch zur Ortstafellösung. In Interviews erzählen Slowenen und Deutsche ihren Teil der Geschichte des Volksgruppenkonflikts. Die Narrative stehen gleichberechtigt nebeneinander. Wiewohl im hinteren Teil auch eine wissenschaftliche Einordnung folgt.

Die Aussiedlung der Slowenen durch die Nazis, die Verschleppung der Deutschen durch die Partisanen werden ebenso thematisiert wie der Dauerstreit um die Ortstafeln und die Frage, was denn nun ein „Windischer“ sei. Oder wie Botschafter Wolfgang Petritsch, einer der Herausgeber, bei der Vorstellung meinte: „Die Traumata sollen bewusst gemacht, das sich gegenseitig Anschweigen soll durchbrochen werden.“ oli

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.02.2012)

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1 Kommentare
Gast: Jörgale
22.02.2012 17:19
1 1

Euphemismus nennt man das!

.., wenn man gutmütig ist, ansonsten übelste Links-Progaganda! Na g**l, die Partisanen waren sooooo gut zum Scrinzi, sie haben ihn nicht umgebracht, sondern "nur" zum Lagerarzt gemacht. Dort hatte er sícher nix zu tun, weil das sicher ein Wellness - Lager für die Deutschsprachigen war! Dazu sicher 15 Monatsgehälter und eine fette Abfertigung bei der Entlassung aus dem Lager, net woar!? Lernen´s Geschichte, Herr Redakteur! hat einmal der Kreisky gesagt, nur ist da wohl nicht Unkenntnis der Geschichte die Mutter des Geschwürs, sondern der Versuch, uns das Deutschtum langsam aber sicher auszutreiben! Verbrechen der Deutschen immer schön groß und nach 1000 Joa no berichten, Verbrechen an Deutschen aber schön verschweigen oder zumindest verniedlichen, so ist die Taktik. Herr "oli" sollte lieber zum "Standard" gehen!