Grass und die Torheit der Intellektuellen

07.04.2012 | 17:51 |  von ANNE-CATHERINE SIMON (Die Presse)

Von Brecht bis Sartre haben Schriftsteller oft desaströs geirrt - so wie andere Menschen auch. Niemand vermisst die Poseure und Ideologen. Doch Europa bräuchte auch heute noch Skeptiker, die genau hinsehen.

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Glaubt man George Orwell, sind manche Ideen so töricht, dass nur ein Intellektueller daran glauben kann. Es fällt dieser Tage schwer, da nicht an Günter Grass zu denken und sein Gedicht „Was gesagt werden muss“. Wäre man noch boshafter, könnte man den englischen Dichter Samuel Johnson bemühen, der über einen gebildeten Zeitgenossen urteilte: „Es muss ihn ganz schön viel Anstrengung gekostet haben, so zu werden, wie wir ihn hier sehen. Ein solcher Exzess an Dummheit, Sir, liegt nicht in der Natur.“

Es ist und bleibt eine beharrliche Schattenseite des politischen Engagements von Schriftstellern und anderen „geistigen Menschen“, wie man in Deutschland lange Zeit sagte: Sie irren sich oft – und nicht nur ein bisschen, sondern ungeheuerlich. Der irische Dramatiker George Bernard Shaw verkündete auf Besuch in den USA, Diktatur sei „die einzige Regierungsform, in der man etwas weiterbringt“, das war 1933. Sechs Jahre später freute er sich, dass Hitler vom „mächtigen Daumen Stalins“ niedergehalten werde, dem der Friede über alles gehe. „Und alle außer mir haben Angst vor den beiden!“ Eine Woche später begann der Zweite Weltkrieg. Shaw war damals kaum jünger als Grass. Der Philosoph Bertrand Russell war ebenfalls bereits ein alter Herr, als er die Abrüstung der britischen Armee forderte, zu einem Zeitpunkt, als Hitler fleißig aufrüstete.

Aber auch Jugend schützt vor Torheit nicht, man braucht nur an jene Autoren denken, die in ihren Sturm-und-Drang-Jahren Oden auf Stalin schrieben und nach China reisten, um sich Maos schöne neue Welt zeigen zu lassen. Jean-Paul Sartre besuchte sogar Andreas Baader im Gefängnis. Pablo Picasso, Bert Brecht, Hanns Eisler glaubten fest an den Kommunismus. Peter Handke verteidigte Milošević.

Neu ist diese vermeintliche oder wirkliche Inkompetenz nicht. Sie begleitet das Engagement des „Intellektuellen“, seit von diesem die Rede ist. Émile Zola und weitere französische Schriftsteller und Journalisten bezeichneten sich bei ihrer Kampagne für Alfred Dreyfus so. Ein „Intellektueller“ war für sie der gebildete Mensch, der seinem Gewissen folgte und seinen Beruf, seinen Ruf und die Presse nutzte, um für Demokratie und Menschenrechte einzutreten. Kritiker nannten sie „instinktlos-abstrakt“ und „inkompetent“, sie hätten von Außenpolitik und Spionage keine Ahnung.

Da ist er schon, der Intellektuelle, der angeblich über luftigen Ideen die Realität aus den Augen verliert, der nicht versteht, was Schiller seinen Wallenstein sagen lässt: „Leicht beieinander wohnen die Gedanken / Doch hart im Raume stoßen sich die Sachen.“ Lange galt gerade das als seine Stärke.

Moralische Mahner. Ein Intellektueller sei einer, „der sich um das kümmert, was ihn angeht, und von dem die anderen sagen, er kümmere sich um das, was ihn nichts angeht“, dekretierte Sartre, der diesen Typus wie kein anderer verkörperte. Gleichzeitig formierten sich auch im Deutschland der 1960er-Jahre die engagierten Schriftsteller, wie Hans Magnus Enzensberger, Siegfried Lenz und natürlich Günter Grass. Sie plädierten für die SPD, gegen Wiederbewaffnung und Atomrüstung – Grass' Israel-Kritik greift also ein Urthema seines öffentlichen Engagements auf.

Frankreichs linke Intellektuelle sahen sich mehr als soziale Revolutionäre, in Deutschland überwiegen die moralischen Mahner. Der Schweizer Max Frisch machte den Vorwurf der Inkompetenz mit einer Geschichte lächerlich: Ein Mann, der die Bedrohung einer Kirche durch eine riesige Überschwemmung gemeldet habe, sei gefragt worden, ob er Fachmann im Kirchenbau sei!Nachdem die religiösen Autoritäten zerbrochen waren, brauchte die Öffentlichkeit wohl Menschen, die einem die Welt erklärten und „das Ganze“ zu sehen vorgaben. In gut romantischer, aber auch aufklärerischer Tradition waren das Literaten und Philosophen, die Medien lieferten das Sprachrohr. Der Tod dieser „universalen Intellektuellen“ wurde aber schon in den 1970er-Jahren verkündet, heute sind sie fast verschwunden.

Die Medienlandschaft hat sich pluralisiert, Naturwissenschaften drängen sich vor und produzieren neue Welterklärer wie Richard Dawkins, und die Vorstellung einer kleinen Geisteselite, die die Massen leitet, hat sich überholt. Einzig im Geburtsland der „Intellektuellen“ Frankreich spielen Einzelne noch das Gewissen der Nation, mit weniger Pathos und genauerem, auf die Tagespolitik konzentrierten Blick. Wie aus Grabestiefen, wenn auch sehr verständlich, hallt dagegen Elfriede Jelineks Wutlitanei über den „kleinen Niko“ Pelinka zu uns herüber, oder eben, viel weniger verständlich, Günter Grass' Gedicht „Was gesagt werden muss“.

Ungeprüft. Ein Ingenieur werde daran gemessen, ob seine Arbeit zu brauchbaren Bauwerken führe, für die Intellektuellen gebe es keine externe Prüfung, kritisiert der US-Wirtschaftswissenschaftler Thomas Sowell im Buch „Intellectuals and Society“. Dabei hätten ihre Ideen oft desaströse Auswirkungen. Schon der Soziologe Max Weber bemängelte die „ins Leere laufende Romantik ohne alles sachliche Verantwortungsgefühl“.

Trotzdem ist das Leiserwerden des „engagierten Schriftstellers“ in Westeuropa nicht unbedingt erfreulich. Sein Einsatz kann zwar zur Pose werden, er kann irren Ideen folgen genau wie andere Menschen; es gibt aber auch unzählige Gegenbeispiele wie Václav Havel, Albert Camus oder heute Juli Zeh und Kathrin Röggla, Skeptiker, die keinen ideologischen Verlockungen erliegen und genau hinsehen – und zwar nicht nur auf das, was draußen passiert. Camus zufolge sind Intellektuelle Menschen, deren „Geist sich selbst beobachtet“. Den 84-jährigen Günter Grass hätte er sicher nicht dazugezählt.

Günter Grass
wurde 1927 in Danzig geboren. Er machte eine Steinmetzlehre, studierte zunächst an der Kunstakademie Düsseldorf Grafik und Bildhauerei und später an der Hochschule für bildende Künste in Berlin.

„Die Blechtrommel“
verschaffte Grass 1959 den Durchbruch als Schriftsteller. Mit „Katz und Maus“ und „Hundejahre“ folgten die Teile zwei und drei der Danziger Trilogie. Weitere wichtige Werke Grass' sind „Der Butt“, „Die Rättin“, „Ein weites Feld“ und „Im Krebsgang“.

1999
erhielt Günter Grass den Literaturnobelpreis. Der Schriftsteller sah sich selbst stets als moralische Instanz, gerade auch was den Umgang der Deutschen mit dem Nationalsozialismus betraf.

Mit den Erinnerungen
„Beim Häuten der Zwiebel“ sorgte Grass 2006 für Aufsehen. Darin schrieb er nämlich, dass er mit 17 Jahren zur Waffen-SS eingezogen worden war – ein Umstand, den er bereits kurz vor Erscheinen des Buches in einem Interview kundgetan hatte.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.04.2012)

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101 Kommentare
 
12 3
Gast: schlÄchter
10.04.2012 12:49
0

sge frau redakteurin simon!

und dann sind da noch die neuen volkserzieher und mahner: die selbstgerechten journalisten.

mfg
s.

Gut, jetzt wissen wir ...

... dürch diesen "aufklärenden" Artikel, welche Irrtümer Intellektuelle angeblich so durchleben.
Und jetzt würde ich noch gerne wissen, welche reale Tatsachen Grass' poetische Aussagen nicht spiegeln. Vorausgesetzt, es wird verstanden, dass er sein dynamisches Prosaschreiben aus keinem anderen Grund veröffentlichte, als aus Furcht vor einem großflächigen atomaren Konflikt.
Falls jemand das Gedicht, ähnlich mindestens 95% der Menschen, noch nicht gelesen hat, hier die Gelegenheit, das nachzuholen. Es zu verstehen, verlangt keine großartige intellektuelle Leistung, behaupte ich einmal.
Der zweite Link führt zu einem Interview mit Grass selbst.
Die weiteren Links beschäftigen sich vor allem mit den Ergebnissen dummer Politiker, die, meist gewählt von vertrauenden Menschen, Unfug anstellen, der natürlich nichts mehr fürchtet, als den klaren Blick Intellektueller,
die den Menschen klarzumachen versuchen, welchem Betrug sie auf den Leim gingen und gehen.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,825744,00.html

http://www.youtube.com/watch?v=9UQsZCSiy0I&feature=related

http://de.wikipedia.org/wiki/Atommacht

http://de.wikipedia.org/wiki/Mordechai_Vanunu

http://de.wikipedia.org/wiki/Negev_Nuclear_Research_Center

http://www.globalsecurity.org/wmd/world/israel/index.html

Gast: wassersuppe
09.04.2012 08:22
0

intellektueller ist kein brotberuf


Intellektuell ist jemand dessen Geist sich mit sich selbst beschäftigt zum Zwecke des Verstehens (intellegere) von Vorgängen außerhalb der eigenen Wirkungssphäre. Man kann sich mit anderen Dingen befaßen auch ohne den Geist ständig nachzuschärfen, dann gibt man eher den eigenen Senf dazu als intellektuell zu sein. Der Stammtisch könnte in dieser Verzerrung auch zur Gruppe von Intellektuellen des Bierkrügels erklärt werden.
Zumal die manische Sucht sich in Szene zu setzen die Kategorie des "Berufs-Intellektuellen" hat entstehen lassen, der Schnittlauch auf der Suppe maßt sich schon an Gehalt und Geschmack der Brühe zu bilden. Eine konsistente kommt ohne das obenauf schwimmende Grün prächtig aus, sehr dünne brauchen ihn hingegen unbedingt.
In einer Welt von Wichtigtuern wie Heller, Broder, Bernard-Henri Lévy und vielen gleichartigen Pseudo-Intellektuellen ist ein aus der Tiefe kommendes Donnergrollen Panik einflößend - der schöne Schein hängt schon schief noch ehe die letzte Tinte aufs Papier geflossen ist.

Gast: Iustitia Coveredeyes
09.04.2012 02:10
1

Es ist ein Grundsatz der westlichen Demokratie, den Beschuldigten selbst auch zu Wort kommen zu lassen

8. Strophe, Grass

Und zugegeben: ich schweige nicht mehr,
weil ich der Heuchelei des Westens
überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen,
es mögen sich viele vom Schweigen befreien,
den Verursacher der erkennbaren Gefahr
zum Verzicht auf Gewalt auffordern und
gleichfalls darauf bestehen,
daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle
des israelischen atomaren Potentials
und der iranischen Atomanlagen
durch eine internationale Instanz
von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.

Gast: Christoph Kaminsky
08.04.2012 17:56
2

Frage der Persepktive

Stellt man mich vor die Wahl zwischen Islamisten und Zionisten, wobei letztere Erben der abendländischen Kultur sind, so ist für mich klar, dass mein Platz an der Seite Israels ist.

Für Grass ist das offenbar nicht so klar. Vielleicht sollte er sich einen Bart wachsen lassen und zur Religion des Friedens konvertieren.

Antworten Gast: Gast.Gast
09.04.2012 10:27
0

Re: Frage der Persepktive

Traurige Tatsache ist, man kann sich den Konflikt nicht aussuchen, er ist da. Alles was man tun kann ist Stellung zu beziehen. Die fällt für westlich denkende Menschen naturgemäss pro Israel aus.

Intellektuelle irren

sehr oft. Ihre wahre Aufgabe ist es aber nicht rechtzuhaben, sondern die Masse zum Nachdenken anzuregen, neue Perspektiven zu öffnen, das ist Günther Grass wohl gelungen. Ohne seinen Text hier zu bewerten, es gibt schon soviele geistreiche Bewertungen, zeigt die Reaktion des israelischen Staates doch zum wiederholtenmale eine undemokratische Geisteshaltung. Nicht genehmes wird ausgeschlossen, nazifiziert, verboten und wenns sein muss auch liquidiert.

Antworten Gast: Moondi
08.04.2012 20:10
0

Re: Intellektuelle irren

Wir Kommen in Frieden.

Gast: Bildlicht
08.04.2012 16:34
0

Auch ein Pole.

"Was gesagt werden muss"

ein artikel der extraklasse

der aufzeigt wie wenig fachkapazitaeten und andere beruehmtheiten oft wirklich zu sagen haben. der vergleich zwischen verantwortungsvollem ingeneur und mit narrenfreiheit privilegiertem hirnwixern hats genau getroffen. g.g. war vielleicht in den 1970ern interessant weil wir nichts anderes kannten, aber erbaermlicher - und geistig inkonsequenter - als diese morschen zeilen gehts wohl nicht mehr. jeder zweite leser/forumsschreiber kann eine derartig unqualifizierte meinung ablassen die aussen-und verteidigungspolitik mit einem haufen unzusammenhaengender themen und emotionen vermischt.

Re: ein artikel der extraklasse

Ich bin schon gespannt was Sie posten, wenn Israel den Iran wirklich angreift??

"Was gesagt werden muss"

...dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

man kann von grass halten was man will. das thema das er anschneidet ist jedoch wichtig.
niemand darf sich unantasstbar machen, und genau das ist es auch was viel nervt.
darüber zu reden nur im stillen kämmerlein erlaubt ist, weil ansonsten die antisemitenkeule umgehend zuschlägt.

israel wird ewig opfer bleiben, auch wenn es schon längst zum täter geworden ist.

Liste peinlicher Intellektueller

Die Liste peinlicher Intellektueller ließe sich beliebig fortsetzen. Als Sartre von einer Reise in Stalins Sowjetunion widerkehrte, verstörte er das staunende Publikum mit der Feststellung, in der Sowjetunion sei die Idee der Freiheit verwirklicht. Und als Elfriede Jelinek anfangs der 1990erjahre aus der KPÖ austrat, empörte sie sich über die Genossen, man hätte ihre Gutgläubigkeit ausgenützt und ihr nie gesagt, dass im Realen Sozialismus die Menschenrechte nicht geachtet werden.
Völlig auf Abwegen ein Tolstoj, der die Sexualität unter Strafe zu stellen wünschte - selbst auf die Gefahr hin, dass dann die Menschheit ausstürbe.

Ist es Wichtigtuerei, Weltfremdheit, Eitelkeit oder nur schnödes Marktverhalten, es zeigt die Geschichte, dass vielen Intellektuellen die Tugend des geistigen Maßhaltens abgeht.

Gast: ASVG-Sklave
08.04.2012 14:26
2

Brecht, Satre und Grass

zeigten jeweils die Verlogenheit der bestehenden Systeme auf. Gerade deswegen - sind sie im Unterschied zu den gefeierten offiziellen "Intellektuellen" - die einzig Wahren. In Ehrfurcht, ASVG-Sklaven aller Länder.

Antworten Gast: Adalbert M. Rohde
08.04.2012 16:59
0

Re: Brecht, Satre und Grass

lachhaft!

Antworten Gast: ASVG-Sklave
08.04.2012 14:54
4

Nachgedanke

In unserem diktatorischen System muss ein Genie wie Grass erst 85 Jahre alt werden, ehe es sich mit der Wahrheit herauskommen getraut. Welch ein teuflisches System!

Re: Wahrheit...

Vielleicht sieht die 'Wahrheit' anders aus fuer diejenigen welche mit der Verteidigung ihrer Staatsbuerger verantwortlich sind (darunter 1/3 Araber oder so) und die sich in einer verzwickten regionalen Situation befinden. Was ist nun peinlicher- GG's kindliches Schuldzuweisung oder die emotionale Welle die diesem literarischen Nichtereignis folgte...

Orwell

Orwell würde sich dreimal im grab umdrehen, wenn er diesen Bericht aus dem Ministerium für Information Lesen müsste.

Antworten Gast: exxc
08.04.2012 14:28
0

Re: Orwell

Orwell vs. Grass? Erübrigt sich schon von selbst.

Gast: ASVG-Sklave
08.04.2012 13:30
1

um in Wrabetz-Jargon zu sprechen

"da hat uns ANNE-CATHERINE SIMON" wieder einmal richtig angebrunzt. WER ist dieser (....) überhaupt?


Gast: JVD
08.04.2012 13:06
2

Glaubt man George Orwell, sind manche Ideen so töricht, dass nur ein Intellektueller daran glauben kann.

Mir fällt es schon seit Jahrzehnten überhaupt nicht schwer, da tagtäglich an einen ganze Menge Intellektueller denken zu müssen.
"Sie irren sich oft – und nicht nur ein bisschen, sondern ungeheuerlich." Das kann man tatsächlich immer wieder wahrnehmen.

der unterschied

zwischen grass und vielen der im artikel erwähnten intellektuellen ist, dass diese meistens unpopuläre positionen einnahmen - man denke hier nur an handke. solche eine position fordert, auch wenn man sie nicht teilt (so wie ich), mut - wie beim erwähnten handke - der doch ein gewisses maß an respekt verdient. was grass aber tat ist schlicht nur dumm und ganz sicher nicht mutig, sondern nur ein intellektuell verbrämtes wiedergeben von äußerst populären stammtischpositionen.

Gast: Grass hat vollkommen recht.
08.04.2012 12:20
6

Leute überlegt mal,..... Natürlich würde man den Ersteinsatz dieser Massenvernichtungswaffen als „Zweitschlag" ausgeben, indem man in Israel einen nuklearen Terroranschlag z.B. mit einer schmutzigen Bombe inszeniert, für den man den Iran verantwortlich macht. Denkt nur an den 11.9, US-Liberty, da hatten die Israelis auch keine Probleme unschuldige Menschen für ihre Zwecke zu ermorden.

Israel hat, in Person der israelischen Botschafterin in Moskau, Dorit Golender, offiziell erklärt, Israel werde "alle Mittel" bzw. "alle Wege" dazu einsetzen, um das iranische Nuklearprogramm zu stoppen. "Alle Mittel" bedeutet in der Diplomatensprache, dass auch kriegerische Mittel, und zwar alle kriegerischen Mittel in die Drohung einbezogen sind. Shimon Peres, hat laut "Times of Israel" zum Thema eines möglichen Angriffskrieges gegen den Iran gesagt: "Wenn wir sagen, alle Optionen sind auf dem Tisch, dann meinen wir das auch so."

Um das zionistische Kriegsziel: „Zerstörung des iranischen Nuklearprogramms" zu erreichen, gibt es aber nur eine - die nukleare - Option. Israel verfügt nicht über die militärische Fähigkeit, mit konventionellen Waffen die tief im Felsen befindlichen iranischen Anlagen zu erreichen. Das gilt auch für den Fall der Lieferung neuester Bunker brechender Superbomben durch das Obamaregime, denn auch diese können 60 Meter Granit nicht durchdringen.

Zudem wird es so gut wie unmöglich sein, diese Superbomben sicher über 1500 km ins Ziel zu bringen, ohne zuvor die iranische Luftabwehr ausgeschaltet zu haben, die sich natürlich auf genau dies Kriegsszenario seit Jahren intensivst vorbereitet hat. Das einzige Mittel, was Israel hat, das tatsächlich eine realistische Chance auf die Zerstörung des iranischen Nuklearprogrammes verspricht, sind seine mehr als 200 Nuklearsprengköpfe. Und genau das ist die Bedeutung der von Deutschland gelieferten Atomraketen tauglichen U-Boote. Deren mit nuklearen Sprengköpfen bestückten Cruise Missiles sind vom persischen Golf aus abgeschossen dazu in der Lage, die iranische Luftabwehr ´mit minimaler Vorwarnzeit zu überwinden.

Gast: Maria Stückler
08.04.2012 10:52
1

DANKE

Danke für diesen sachlichen und sehr informativen Beitrag!!!!

Gast: BK
08.04.2012 10:46
0

Macht ohne Verantwortung!

Aber gut situiert! Diese Rolle spielen heute die "Journalisten", als Kapitalverwerter der Medienindustrie! Dennoch: Heute hat Deutschland einen "postmodernen" Präsidenten der den Beitrag über die DDR im "Schwarzbuch des Kommunismus" verasst hat, und das ist gut so! Vielleicht aber auch ein Zeichen der Zeit?

Gast: dauerzensuriert?
08.04.2012 10:41
6

Günther Grass kann man nur danken für seinen Mut, welcher in der heutigen Zeit ja keine Selbstverständlichkeit ist. Die drei großen Tabus, 9/11, unser Schuldgeldsystem und der Antisemitismus/iSSrael müssen aufgebrochen werden.

Am interessantesten an der Diskussion sind die völlig unterschiedlichen Meinungen der Mainstream- Lohnschreiber verglichen mit den Leserbrief- Schreibern.
Das zeigt, das es den korrekten Medien noch nicht gelungen ist, die Bevölkerung völlig zu verdummen. Warum etwa Helmut Schmid und Peter Scholl- Latour noch nicht den Mut gefunden haben die Wahrheit auszusprechen, die ja noch älter und weiser? sind, hat sich mir noch nicht erschlossen. Vermutlich glauben sie, die Bevölkerung vor der Wahrheit schützen zu müssen. Sie sollten uns besser vor den Lügen schützen. Aber ich gebe da die Hoffnung nicht auf. Wenn sie Hundert sind, werden sie vielleicht noch bevor sich der Sargdeckel schließt Grass verstehen und ihr verdienstvolles Andenken in den Geschichtsbüchern tauschen wollen gegen ihre verschwiegene Wahrheit.

 
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