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Werbe-KV: Eine Zitrone für die Wirtschaftskammer

28.06.2012 | 13:42 |   (DiePresse.com)

Am Mittwoch protestierten Hunderte vor der Wirtschaftskammer gegen die Abteilung Werbung- und Marktkommunikation. Die Kollektivvertragsverhandlungen stockten seit Jahresbeginn.

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Mittwoch, 16 Uhr, Wirtschaftskammer: Vor dem Eingangstor klebt ein Plakat auf dem Boden und empfängt die Mitarbeiter der WKO: "Wie fühlt es sich an, wenn Sie die Rechte der Angestellten der Werbung und Marktkommunikation mit Füßen treten". Mit diesen Koordinaten begann gestern Nachmittag eine von der Gewerkschaft der Privatangestellten aus Druck, Journalismus und Papier (GPA-djp) organisierte Protestkundgebung am Schwarzenbergplatz.

Die Pfiffe und "Pfui"-Rufe waren an die Abteilung für Werbung- und Marktkommunikation adressiert, seit Winter 2011 zeigte sich diese Abteilung nicht zu Kollektivvertragsverhandlungen bereit. Unmittelbar nach der Kundgebung, in deren Rahmen auch die Kollektivvertragszitrone des Jahres überreicht wurde, konnte ein Verhandlungstermin für den 5. Juli 2012 vereinbart werden.

Business as usual

Der Weg zu diesem Termin war lang und unergiebig. Die Verhandlungen wurden am 22. Dezember des Vorjahres unterbrochen, nachdem die Arbeitgeber ihr erstes Angebot einer Mindestgrundgehaltserhöhung von 3,3 Prozent auf 3,1 Prozent reduziert hatten.

Rund 12.000 Beschäftigte in Wien warten seitdem vergeblich auf eine Gehaltserhöhung und "das in einer Branche, in der seltsame All-In-Verträge und damit verbundene Nichtauszahlung von geleisteten Überstunden, das Ignorieren von Ruhezeiten sozusagen Business as usual sind", brachte es eine Betriebsrätin auf den Punkt. "Wir können und werden diesem gesetzlich legitimierten Lohndumping nicht länger tatenlos zusehen", kündigte der stellvertretende Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Proyer, an.

(sh)

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1 Kommentare

Freitag

wäre ein besserer Tag, da ist ihre königliche Hoheit meistens im Haus