"You can't fire me. I quit. You think you can replace me with some other guy. Go ahead, it won't be the same. You may think I am losing, I am not. I'm ...". Mit dieser ironischen Abrechnung gegenüber seiner Ex-Wirkungsstätte "Two and a Half Men" und seinem Nachfolger Ashton Kutcher beginnt die erste Folge von "Anger Management", Charlie Sheens neuer Serie. Der 46-Jährige spielt darin nicht nur die Hauptrolle - den Ex-Baseballprofi und nunmehrigen Therapeuten Dr. Charlie Goodson - er hat sie auch mitproduziert.
Wer in "Anger Management" eine völlig neue Facette an Sheens Schauspielkunst erwartet hat, wird wohl enttäuscht sein. All jene, die ihn in der jüngsten "Two and a Half Men"-Staffel vermisst haben, könnte seine neue Serie gefallen. Den schwarzen Humor seines ehemaligen Alter Egos Charlie Harper hat Sheen nämlich transferiert. Freilich trägt er nun weder Bowlinghemden noch kurze Hosen und führt kein Lotterleben mehr. Auch seine familiären Serienverhältnisse haben sich verändert: So ist Dr. Goodson geschieden und Vater einer Teenager-Tochter. Das Schlafzimmer teilt der Anti-Aggressionscoach mit der ihm Paroli bietenden Selma Blair ("Hellboy"), ebenfalls einer Therapeutin. Der Pilot stellt die ihm nahe stehenden Personen vor, in Episode zwei wird Charlie von einer ehemaligen Affäre heimgesucht.
Vox und ATV zeigen "Anger Management"
Das Publikum zeigt sich jedenfalls vom "ordinierenden" Charlie Harper begeistert: Die Premiere auf dem US-Sender FX sahen 5,5 Millionen, die zweite Episode, die anschließend gezeigt wurde, sogar 5,7 Millionen. FX zufolge bedeuten die Einschaltzahlen einen Rekord für ein Comedyserien-Debüt. Insgesamt sind 90 Folgen geplant. Im deutschsprachigen Raum haben sich die Privatsender Vox und ATV vorab die Rechte an "Anger Management" gesichert. Einen genauen Ausstrahlungstermin gibt es noch nicht.
(mtp.)

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