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Papst geht gegen das Satiremagazin "Titanic" vor

11.07.2012 | 13:51 |   (DiePresse.com)

Das Titelbild zeigte Benedikt XVI. in weißer Soutane mit einem gelben Fleck im Schritt. Nun wurde die aktuelle Ausgabe gestoppt.

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Das Satiremagazin "Titanic" ist nicht gerade für politische Korrektheit bekannt. Auch auf dem aktuellen Cover wurde dies sichtbar: Es zeigte ein Foto von Papst Benedikt XVI in weißer Soutane mit einem gelben Fleck im Schritt. Darüber stand die Überschrift in Bezug auf die Spitzelaffäre der Kurie: "Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden." Auf der Rückseite war ein dunkler Fleck am Gesäß des Gewands zu sehen, darüber steht "Noch eine undichte Stelle entdeckt."

Papst Benedikt XVI. ging daraufhin juristisch gegen das Blatt vor. Der deutsche Anwalt Gernot Lehr bestätigte, im Auftrag von Joseph Ratzinger - so lautet der bürgerlicher Name des Papstes - zivilrechtliche Schritte gegen das Magazin einzuleiten.

"Titanic" zieht Papst-Titel zurück

Nach einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Hamburg verbreitet das Satire-Magazin das umstrittene Titelbild nicht mehr. In der einstweiligen Verfügung werde ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro angedroht, sagte Chefredakteur Leo Fischer am Dienstagabend. Das Magazin hoffe immer noch auf eine Einigung mit Benedikt XVI. Sollte sie nicht zustande kommen, werde das Heft möglicherweise ohne Titel verkauft. Im Internet wurden die Seiten bereits geschwärzt.

Die Bischofskonferenz hatte erklärt: "Titelbild und Rückseite der aktuellen 'Titanic'-Ausgabe sind rechtswidrig. Sie verletzen den Heiligen Vater in seinen Persönlichkeitsrechten. 'Titanic' überschreitet jedes Maß an Zumutbarem."

(APA)

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57 Kommentare
 
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Gast: Adventurer
18.07.2012 18:46
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Schande fürs Christentum

Das Oberhaupt der katolischen Kirche zeigt wider einmal ein schlechtes Forbild für ein geheiligtes Leben in Christus, indem er auf Beleidigungen mit Anklagen reagirt und nicht wie der Herr Jesus die Spuke der Feinde im Gesicht mit Liebe erduldete.
ich kann nicht in die Herzen schauen, aber meiner Meinung nach, ist der papst ein blinder Blindenleiter.

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Schön versteckt

wurde der Artikel hier.

Ich möchte nicht wissen, was los wäre, wenn...

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Kindergartenniveau

Das Titelbild finde ich ausgesprochen ärgerlich. Nicht weil der Papst aufs Korn genommen wird, sondern weil mit der Fotomontage die zahllosen inkontinenten Menschen, die an ihrem Defekt schon genug zu leiden haben, verspottet werden. Wenn ich boshaft wäre, würde ich den vermutlich noch jungen Machern dieser Satire wünschen, dass sie möglichst früh am eigenen Leib erfahren dürfen, wie lustig Inkontinenz für die Betroffenen ist.

Re: Kindergartenniveau

Auf Kindergartenniveau treiben sich katholische Kleriker bekanntlich am liebsten herum, bei Betatschen und Missbrauchen von Kindern.

Wer solche Straftaten weltweit systematisch begehen lässt und die Täter schützt, hat kein Recht, über so eine eine Fotomontage zu klagen.

Antworten Gast: vito c
11.07.2012 11:36
6 1

Re: Kindergartenniveau

also ich seh dass anders. der papst als prominenter vorreiter für ein gesellschaftliches bewusstsein und für mehr akzeptanz.

sehen sie es mal so: die alte kirchgängeren schämt sich sicherlich wenieger für ihr leiden, wenn sie weiss: auch der papst ist inkontinent und er steht dazu.

derartige unterstützung hilft oftmals betroffen mehr als das schweigen. michael j fox, der als parkinson-patient im fernseh auftritt oder auch muhamed ali. diese menschen schaffen bewusstsein, dass den leidtragen hilft. ich sehe dass deshalb weniger als verasche der inkontinenten.

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Re: Re: Kindergartenniveau

Ihr Argument mag auf Parkinson, Krebs und andere schwere Krankheiten zutreffen. Mit solchen Patienten hat man Mitleid und fühlt sich als selbst Betroffener vielleicht noch getröstet. Aber Inkontinenz im Erwachsenenalter ist nur peinlich, weil sie an Kleinstkinder erinnert. Sie wird deshalb fast immer sehr diskret behandelt. Im Übrigen: Glauben Sie ernsthaft, dass ausgerechnet das Spottbild der Titanic geeignet ist, Inkontinenz salonfähig zu machen?

Antworten Antworten Antworten Gast: kuhotto
11.07.2012 16:58
3 1

Re: Re: Re: Kindergartenniveau

Glauben Sie ernsthaft, dass ausgerechnet das Spottbild der Titanic geeignet ist, Inkontinenz salonfähig zu machen?
nein! ist ja auch nicht der sinn der satire. diese eselsbrücke ist ihnen eingefallen unbd sonst niemanden.

Antworten Antworten Antworten Gast: vito c
11.07.2012 13:31
4 0

wie jetzt?

und was ist mit alzheimer? wirken die villeicht wie erwachsene.

und was das titelbild anbelangt: es wird darüber geredet und wenn man mitredet, was wir beide ja tun, dann man das auch in eine bestimmte richtung lenken. man spricht darüber, und dass kan man auch in seinem bzw. in ihrem sinne nutzen. machen sie was draus.

das inkontinenz "salonfähig" im engeren wortsinn wird, ist nicht anzunehmen, da "der salon" und "die ausscheidung" wohl nur in der schnittmenge des Boudoirs vereinbar sein dürften

Gast: vito c
11.07.2012 11:08
2 1

person des öffentlichen interesses

der papst als person des öffentlichen interesses, sprich als promi, hat eingeschränke rechte hinsichtlich einer bildverwertung bzw. eben der satiere. der muss da eben ein wenig mehr aushalten, als ein max mustermann. aber was will er, ich mein war doch mehr als eindeutig satirisch gemeint. da finde ich es schlimmer wie in der regenbogenpresse über irgeneine schauspielerin hergezogen wird, weil die ohne abendmakeup zum supermakrt fährt: geht doch gar nicht.

zudem inkontinenz ist eine verbreitete alterserkrankung. das ist doch ganz normal, da muss man sich nicht schämen. wie alt ist der papst jetzt?
also selbst wenn man die ironie nicht erkennt, wird ein problem angesprochen, dass sicherlich die mehrheit der über 80 jährigen betrifft.
http://www.tena.at/fuer-maenner/informationszentrum/
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Antworten Gast: Walfischer
11.07.2012 11:42
1 1

Re: person des öffentlichen interesses

Sie haben leider in beiden Absätzen gedankenlos argumentiert. Schade.

Antworten Antworten Gast: vito c
11.07.2012 11:49
1 1

Re: Re: person des öffentlichen interesses

ABER: ich habe argumentiert

Was darf die Satire?

Alles.
Kurt Tucholsky

Re: Was darf die Satire?

... allein dadurch, daß ein Tucholsky ( mit welcher Berechtigung und in welchem Zusammenhang denn ??) diesen Spruch getan haben soll, wird er nicht richtiger.

Antworten Gast: Flüh
11.07.2012 11:40
0 6

?

Ist aber keine Satire...

Antworten Antworten Gast: vito c
11.07.2012 11:51
4 0

Re: ?

und sind sie kompetent eine derartige aussage zu treffen?

Antworten Antworten Antworten Gast: Flüh
11.07.2012 14:15
1 3

Re: Re: ?

Ja.

Re: Re: Re: ?

Begründung bitte - was wissen Sie mehr als -----

...und selbst wenn der "Herr Josef Ratzinger" ein Blasenproblem oder sonst was hätte ( was aber nicht zutreffend ist ) dann verbietet es der Anstand, auf der artige ( gesundheitliche ) "Schwächen" mit Häme und Spott hinzuweisen ---

Stellen Sie sich ´mal vor, sie wären ein wenig prominent, und sie hätten geistig behinderte Kinder... nein, nein, es trifft ja alles nicht zu aber--- nur ´mal so, des "feelings" wegen.

Gast: Huni
11.07.2012 10:09
6 4

Nanu?

Sonst wird hier im Forum immer auf die PC geschimpft und plötzlich wird die fehlende PC des Magazins Titanic kritisiert.....

Antworten Gast: SWI
11.07.2012 11:39
6 6

Sie verkennen,

dass auf den Papst schimpfen pc ist.

Gast: nina blum
11.07.2012 09:48
6 3

Sind wir also wieder im Mittelalter


Antworten Gast: ido
11.07.2012 10:47
4 2

Re: Sind wir also wieder im Mittelalter

Sieht so aus - die Inquisition kommt!

Die Freiheit des einen ...

... muß an der Freiheit des anderen ihr Ende haben. Darüber hinaus hat jeder Mensch – egal ob Papst, Hausmann oder Strafgefangene – Anspruch auf ein Minimum an Respekt, das seiner Menschenwürde gerecht wird.
Dem Volk seine Presse, der Presse ihre Freiheit, der Freiheit ihre Grenzen!

Antworten Gast: ido
11.07.2012 10:18
6 0

Re: Die Freiheit des einen ...

Das sehe ich anders, die Freiheit des Papstes ist durch das Magazin in keiner Weise eingeschränkt.

Man könnte hier maximal mit Verletzung der Würde argumentieren, aber da Titanic ja offensichtlich ein Saitiremagazin ist, und das Bild offensichtlich saitirisch gemeint ist, sollte nichtmal das hier gelten.

Das hat für mich sowohl mit künstlerischer- als auch mit Meinungs-freiheit zu tun. Diese Dinge sind in meinen Augen unveräußerbar.

Antworten Antworten Gast: David Witting
11.07.2012 11:36
1 4

Re: Re: Die Freiheit des einen ...

Mit meinem Begriff von Satire hat das nichts mehr zu tun. Und ob jemandes Würde angegriffen ist, steht diesem frei zu entscheiden. Wem Freiheit gebührt und wem nicht ist bei Ihnen offenbar relativ einseitig ausgelegt.

Antworten Antworten Antworten Gast: ido
11.07.2012 14:56
3 0

Re: Re: Die Freiheit des einen ...

Mit meinem Begriff von Satire auch nicht, aber mit meinem Begriff für Meinungsfreiheit - frei nach dem Motto "I do not agree with what you say, but I'll defend to the death your right to say it"

Verletzte Würde ist auch nichts Subjektives, gerade das würde ja willkürlicher Zensur Tür und Tor öffnen. Hier gibt es objektive Definitionen, die von Gericht in diesem Fall anzuwenden sind. Wenn das Gericht dann entscheidet, dass das Cover nicht gedruckt werden darf, kann ich damit leben. Nicht leben kann ich mit den PseudoMoralAposteln hier im Forum, die den Entsetzten mimen, weil es diesmal um den Papst geht, die aber Jubeln wenn, welche auch immer von ihnen sonst gehasste Person öffentlich durch den Dreck gezogen wird.

Gast: ZARA
11.07.2012 08:14
10 6

Genau wie in jeder religiösen Diktatur!

Da unterscheidet sich der Vatikan num nichts von Sharia & Co!

 
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