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„Kopfverbot“: Neuer Verstoß

13.07.2012 | 18:30 |   (Die Presse)

Nach Günther Platter ist auch der Wiener Stadtrat Michael Ludwig in einer Einschaltung zu sehen.

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Wien/Ib/Apa. Keine zwei Wochen ist das neue Medientransparenzgesetz in Kraft – schon gibt es den zweiten möglichen Verstoß. Nach dem Wirbel um ein Inserat des Energieversorgers Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag), das den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zeigt, kommt der nächste Aufreger aus der SPÖ: Ausgerechnet am 1. Juli – dem Tag, an dem das Gesetz in Kraft getreten ist – lächelte der Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig den Lesern einer Wohnbeilage im „Kurier“ entgegen.

Das Foto illustrierte einen Beitrag über den geförderten Wohnbau in der Seestadt Aspern. Laut Impressum ist es eine „entgeltliche Sonderbeilage in Kooperation mit Wien Energie Vertriebs GmbH und Co KG“. Also eine Medienkooperation, die meldepflichtig ist und den inhaltlichen Anforderungen des Medientransparenzgesetzes unterliegt. Das bedeutet, dass für Mitglieder der Landesregierung das „Kopfverbot“ gilt .

 

Keine Sanktionen vorgesehen

Bei Wien Energie sieht man allerdings kein Problem wegen des Fotos. Die Inhalte dieser Beilage seien Sache der Redaktion. Und auch aus Ludwigs Büro heißt es, man fühle sich dafür nicht verantwortlich. Sanktionen sind im Gesetz ohnehin nicht vorgesehen. Medienstaatssekretär Josef Ostermayer (SPÖ) will dies in naher Zukunft auch nicht ändern. Zwei Wochen nach Inkrafttreten könne von einer Reform keine Rede sein, sagte er dem ORF-Radio.

Der Ethik-Rat für Public Relations forderte am Freitag jedenfalls die Bürger auf, ihm mutmaßlich illegale Anzeigen mit Politikerköpfen zu melden. Der Rat will dann nach sorgfältiger Prüfung eine öffentliche Rüge aussprechen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.07.2012)

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16 Kommentare

sozusagen eine komplett neue

situation innerhalb der ö-justiz;-)

Gast: gast45
17.07.2012 10:34
0 0

praktisch

gesetz ohne sanktion und überwachung :-)
könnte man das nicht bei der steuer auch so machen ? .. nein ? .. ach so ja, da geht es ja
um das geld mit dem das kasperltheater am laufen gehalten wird :-)

Gast: Büderlleser sagt, Bildung kommt von Bildschirm und nicht von Buch, sonst hieße es ja Buchung!
16.07.2012 22:01
3 0

ich könnte das Bild beschreiben.....

...aber ich verzichte aus äs­the­tischen Gründen darauf!

Gast: Urtyp
16.07.2012 21:23
2 0

Ja, ja der Michi, der will in keinster Weise hinter seinem Vorgänger nachstehen

Außerdem will der Michi ja Nachfolger vom Michl werden, und da sind im Gesetze schei@ egal.

Gast: raus damit
16.07.2012 21:15
3 0

Typische Kosmetikgesetzgebung...

Schaut alles gut aus, aber wenn dann der Ernstfall eintritt, bleibt alles folgenlos... natürlich ein perfektes Gesetz aus der Kopfstube eines Sozialdemokraten. So machen Gesetzen Spass oder sind einfach nur Spassgesetze.

Sollte man bei allen Gesetzen so machen... würde den einfachen Bürger freuen (allerdings nur den straftatbegehenden).

Gast: Plach2
16.07.2012 19:44
4 0

Wieder einmal haben SPÖ+ÖVP bewiesen,

wie sie in Wirklichkeit ihre eigenen Pfründe sichern und mit einem teurem Gesetz viel Beamte (Parteigünstlinge) beschäftigen.

Ein hohe Strafe an die jeweilige Parteizentrale (so wie es jede Bürger bei Gesetzenübertretungen zu spüren bekommt), würde das Problem rasch lösen.

Gast: Wir hier
16.07.2012 16:10
3 0

Kopfverbot

Das Kopfverbot würde natürlich erklären, warum Politiker immer so viel Dummes Zeug brabbeln.
(Sorry, aber der war aufgelegt.)

Nur eine Frage der Zeit...

Es war eher überraschend und der Tolpatschigkeit anderer zuzurechnen, dass kein Vertreter der Wiener SPÖ, der Erfinderin dieser Art "Medienkooperation", als Erster damit "aufschlagen" würde.
Bei Ludwig (und seinen Vorgängern) war und ist diese Art der Politik-Schleich-Werbung zu Lasten des Steuerzahlers und Konsumenten Programm. Wie egal denen das neue Gesetz ist, zeigt schon das Timing: 1. Juli.
Die Äußerungen von Ostermayer dazu können nur als die sprichwörtliche "lange Nase" verstanden werden.
Bin kein Jurist, aber was für einen Sinn machen Gesetze ohne Durchsetzungs- oder Sanktionsmöglichkeit?

Diese Parteiwerbung überschwemmt Wien

Das alles ist doch in der Stadt Wien gar nicht mehr zu trennen. Der SPÖ Wien gehört die Stadt und genauso führen sie sich auch auf.

Wird Zeit dass die Sippschaf endlich abgewählt wird. Die brauchen mindestens 10 Jahre in völliger Opposition bis die sich auch nur annähernd geändert haben so verfilzt wie die sind. Denen kommt doch gar nicht in den Sinn etwas Unrechtes zu tun.

Die Landgemeinde aus der ich komme hatte ähnliche Verhältnisse. Der dortige Bürgermeister (Schwarz) fuhr die Gemeinde vollgas an die Wand und war schwer beleidigt wenn ihn irgendjemand auch nur ansatzweise kritisierte. Er sah es als sein unveräusserliches Recht an zu tun und lassen was er will. Bei diesen Bürgermeistern jeglicher Couleur können sich die Putins und Assads der Welt noch was abschauen.

Gast: Fraueneder K
14.07.2012 08:24
10 0

Frechheit!

Die Hamsterbacke geistert schon seit Jahren in Gratisblättern und Bezirkszeitungen doppelseitig herum und beweihräuchert sich selbst, als ob er die Wohnungen die er auch jenen verspricht, die kein Geld haben, selbst finanzieren würde.

Gast: Günther Platter's Fan
14.07.2012 08:09
0 1

Bitte, bitte...

lasst doch endlich den Günther Platter in Ruh!

Er ist der beste LH den Tirol jemals gehabt hat, volksnah, ehrlich und integer!

Er baut auf Traditionen, so geht er z.B. in seiner spärlichen Freizeit mit wichtigen Persönlichkeiten auf die Jagt, um das Beste für Tirol zu bewirken!

Letztens hat er sogar einer alten Dame das Leben gerettet!!!

Hört endlich auf, den Platter andauernd anzupatzen!!

So einen guten Politker haben wir schon lange nicht mehr gehabt!!!

Antworten Gast: ökono-mist
15.07.2012 01:12
0 0

Re: "Bitte, bitte..."


Unverkennbar: "Michi_Austria"! Stimmt's, oder hab' ich recht?

Gast: ökono-mist
14.07.2012 00:56
1 0

Angemessene Sanktion:


Zum Ausgleich müssen nun 500 Hausmeister (=Mundln) von "Wiener Wohnen" oben ohne hergezeigt werden...

Gast: treffsicher
13.07.2012 20:35
12 1

Den Rollmops kann man mehrmals pro Woche in HEUTE sehen.

Da sind ständig mehrseitige Korruptionsinserate zu irgendwelchen Pseudothemen drin.

Re: Den Rollmops kann man mehrmals pro Woche in HEUTE sehen.

Auch den Pröll aus NÖ können Sie jeden Tag sogar im Fernsehen bewundern, wie mir glaubwürdig versichert wurde. Es gibt in diesem lustigen, aber total verschuldeten Bundesland täglich um 19 Uhr die "Sendung mit der Badehaube" oder so ähnlich. Oh, richtig, "Bundesland heute" heißt diese Belangsendung des Erwin P.

Antworten Antworten Gast: globetrotterneu
14.07.2012 15:50
3 0

Re: Re: Den Rollmops kann man mehrmals pro Woche in HEUTE sehen.

im fernsehen ja aber da liegt der unterschied.das verbrechen in wien ist das die spö glaubt das wien energie und staatwerke wien ihr eigentum ist und mit unseren geld werbung machen genau wie faymann aber wie man sieht wien ist anders ich würde sagen zum kotzen.