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Bizarre ZiB-Auftritte: "Mehrheit findet das schlecht"

16.07.2012 | 14:34 |   (DiePresse.com)

Die ZiB-Auftritte von Petzner und Stronach können bei einer Mini-Zielgruppe helfen, sagt Politologe Filzmaier. Der Haken: Sie waren "zu emotional".

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Die bizarren Liveauftritte in der "Zeit im Bild 2" von Magna-Gründer Frank Stronach und BZÖ-Mandatar Stefan Petzner haben für Aufsehen gesorgt. Für Ziel und Image der Betroffenen muss das nicht notgedrungen abträglich sein, konstatiert Politikwissenschafter Peter Filzmaier. "Der Grundgedanke lautet hier: Ich polarisiere, um einen kleinen Teil der Wähler zu erreichen." Bei den Auftritten von Petzner und Stronach sei das allerdings nicht hundertprozentig aufgegangen, da sie zu "ungeordnet und emotional" waren.

"Man darf hier nicht die Frage stellen, fand eine Mehrheit das gut oder schlecht - die Mehrheit fand das sicher schlecht", so Filzmaier über Petzners Darbietung in der "Zeit im Bild 2" am Freitagabend. Auch Petzner selbst dürfte mit dem Interview, bei dem er ununterbrochen das Wort an sich riss, Moderator Tarek Leitner und den ORF attackierte und sich barsch und fahrig zeigte, nicht glücklich gewesen sein: "Das Interview hab ich versemmelt. Shit happens", twitterte er nach dem Besuch im "ZiB"-Newsroom, löschte den Tweet aber mittlerweile wieder.

Für Filzmaier ist Petzners Verteidigungsstrategie, nämlich auf die möglichen Korruptionsvorwürfe nicht einzugehen, sondern die Thematik auf eine Metaebene zu ziehen und zum Gegenangriff zu blasen, theoretisch sinnvoll. Allerdings sei sie hier gescheitert, nachdem sich der Interviewer nicht darauf eingelassen hat und bei seinen Ursprungsfragen geblieben ist. Außerdem sei Petzner merkbar emotional gewesen, was immer schlecht sei, wenn man eine Strategie verfolgt, wodurch die gezielte Provokation beziehungsweise das übliche ORF-Bashing untergegangen sei.

"Sie wollen streiten mit mir?"

Auch Stronach dürfte mit seinem "ZiB 2"-Auftritt bei Lou Lorenz-Dittlbacher nicht das Ziel verfolgt haben, Sympathie zu erwecken (Zitate Stronach: "Ich bin Steuerzahler und ich verlange, dass ich das Recht habe, mich hier auszudrücken, was ich überbringen will, damit die Leute das hören können." "Sie wollen streiten mit mir?"). "Seine Zielgruppe ist die Wählerschaft einer mutmaßlichen Partei, die eine Vier-Prozent-Hürde schaffen muss. Es geht also nur um einen kleinen Teil der Zuschauer, der sich theoretisch vorstellen kann, eine Stronach-Partei zu wählen", so Filzmaier. Diese Zielgruppe könne man mit Polarisierung bis hin zu Skurrilität erreichen. Für Großparteien sei dieses Vorgehen allerdings keinesfalls zu empfehlen, mahnt Filzmaier.

(APA)

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26 Kommentare
 
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Auftritts Stronach

fand ich authentisch. Ob er eine alternative zu dem Parteien sumpf ist bleibt abzuwarten bzw. hoffen

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Petzner hat Recht ....

.... wenn er meint, was fürs Innenministerium gilt muss auch für Kärnten gelten (in diesem Fall).
Aber:
Wenn damals aus welchem Grund auch immer anders geurteilt wurde heißt das noch lange nicht, dass dir nun angezeigte Vorgangsweise korrekt war.
Vielleicht ist 2010 ein Fehl(-Nicht)urteil passiert, vielleicht hat sich die Gesetzeslage geändert. Wenn es so war wir in Kärnten dann war es - vermutlich - jedenfalls auch nicht in Ordnung.

Ich hab mit das Petzner-Interview jetzt "gegeben" und stimmt, Leitner mag Petzner offenbar nicht wirklich. DAS kann ich aber gut verstehen.

Weil - z.B. - Petzner vor laufender Kamera ja auch gelogen hat. Seine Behauptung Dörfler hätte gesagt, Petzner wäre nur fürs Layout zuständig gewesen, war halt nicht nur dumm sondern hält schlichtweg unwahr. Und das, obwohl das alle sehen konnten. Solche Dinge sind es, dass ich Politiker wie Petzner ( und leider viele andere auch) zum Kotzen finde .....

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Der Filzmaier

Ein typischer SPÖ Soldat.

Eine Spasskultur...

braucht auch Spasskandidaten!

Gast: walrap elosa`s mummy
16.07.2012 19:20
5 0

zib stronach petzner

passt zum übrigen orf-niveau

der ORF


weiß natürlich wie man mit "politisch andersdenkenden" umgehen muss.

Gast: Gast 2012
16.07.2012 18:01
9 4

die Mehrheit findet es schlecht

dass der ORF in unverschämter Form im Interesse der SPÖ seine Interviews manipuliert. Da ist es wohltuend wenn sich endlich jemand gegen diese DDR-Methoden des roten ORF zur Wehr setzt!

Gast: Hans im Glück
16.07.2012 17:10
9 6

Eine kleine Dosis Offenheit und Ehrlichkeit wird als bizarr dargestellt...

Haben sie überhaupt das Interview mit Hr. Stronach gesehen???

Unter TVthek auf der Seite des ORF müsste es noch abrufbar sein. Leider weiss ich nicht mehr an welchem Tag das war.

Es hat mal richtig gut getan, nicht das übliche bla bla zu hören.

3 4

Re: Eine kleine Dosis Offenheit und Ehrlichkeit wird als bizarr dargestellt...

Im Kurierartikel gibts den Link dazu.
Es war einfach chaotisch schlecht.
Auf agressives blabla geb ich nichts.

Für das TV-Volk, das Politik als Unterhaltung braucht,

war das schon ok!
Gewählt wird deswegen weder Stronach noch Petzner!
Die beiden sind typische Kaschperln, die niemand in der Politik braucht!

nur positiv

wenn ein Politiker Emotionen zeigt. das beweist das manche Herren/Damen voll und ganz bei der Sache sind und noch sowas wie Werte besitzen!

4 0

Re: nur positiv

Petzners Emotionen haben nicht gezeigt daß er "voll u ganz bei der Sache ist und noch sowas wie Werte besitzt" sondern daß er erwischt wurde und sich jetzt in die Ecke gedrängt fühlt.

Emotionen können Leidenschaft, Tatkraft und Glaubwürdigkeit signalisieren oder Ausdruck einer labilen Persönlichkeit sein.


Im Falle Stronachs und Petzners ist es eindeutig Letzteres. Exaltierte, nicht kritikfähige Persönlichkeiten mit Hang zum Manisch-Depressiven.

Re: Emotionen können Leidenschaft, Tatkraft und Glaubwürdigkeit signalisieren oder Ausdruck einer labilen Persönlichkeit sein.

Psychologe mit Spezialgebiet Ferndiagnose?

Re: Re: Emotionen können Leidenschaft, Tatkraft und Glaubwürdigkeit signalisieren oder Ausdruck einer labilen Persönlichkeit sein.

Komisch, denjenigen, die den emotionalen Auftritt Petzners oder Stronachs als positive Erscheinung sahen, werfen Sie nicht vor eine Ferndiagnose gestellt zu haben, obwohl sie dasselbe taten wie ich.

Beobachtung eines Verhaltens und Interpretation desselben.

Wenn sich jemand wie eine hysterische, nicht kritikfähige Person verhält, dann liegt der logische Schluss eben nahe, dass es sich auch um eine hysterische, nicht kritikfähige Person handelt.

ich minderheit

finde das gut.

diese dressierten zombies shängen doch eh schon jedem beim hals raus

Gast: nicholasblarney
16.07.2012 16:13
12 3

Ein anderer Aspekt:

Was auch immer man von der Qualität des Stronach-Auftrittes und jenes von Petzner hält: es war längst fällig, daß jemand die manipulative ORF-Interviewer-Praxis einmal ein bisschen aufmischt, wie das die beiden Herrn getan haben. Dafür gebührt ihnen Applaus. Daß man das auch - je nach Fähigkeit - eleganter tun kann, steht auf einem anderen Blatt.

Gast: nicholasblarney
16.07.2012 15:55
12 2

Keineswegs will ich hier...

...für Frank Stronach Partei ergreifen. Aber um sein - zugegeben - seltsames Verhalten zu verstehen, muß man die flapsig-beleidigende Mail-Korrespondenz zwischen Lou Lorenz-Dittlwirgendwer und ihrer Chefin kennen, die Frau Lorenz via "CC" beantwortet hat, sodaß sie auch Frank Stronach lesen konnte.

10 4

Die ZiB 2 Moderatoren - allen voran

Armin Wolf benehmen sich des öfteren ihren Gästen (!) gegenüber zu emotional!

Gast: mfgderrotefülzmeier
16.07.2012 15:48
10 4

Bizarre ZiB-Auftritte: "Mehrheit findet das schlecht".....

.....unter diesen Bericht fehlt nur mehr....
mfg
spövp

Herr Filzmeier wir d von den Genossen

und der beamtenregierung bezahlt daher schreibt er negativ gegen den guten Frank und dem Werbe Profi Petzner diese 2 sind allemal besser für uns echte Österericher den sie schickebn keinen unter 60 in Pension (so wie der Häupl mit 53)

Der ORF ist schuld

wenn Stronach hört dass der ORF ihm keine solche Plattform geben will es aber vverschlampt so dumm ist der ORF halt und dann wundert man sich dass die eingeladenen explodieren für diesen schwachen Staatsfunk

Gast: Fernseher
16.07.2012 15:22
6 4

Danke für die Unterhaltung!

Die 2 Kasperln haben wenigstens Unterhaltungswert, was der Rest in ZIB-Interviews so daherschleimt ist ja eh nur traurig. Da möchte man sich ja (fast) am liebsten wieder den Jörgl ausgraben!

Gast: joseph
16.07.2012 15:04
11 6

bei den leistungen

bei den leistungen der jetzigen regierung und bei diesem linksorientierten orf kann man sich begruendet aufregen und emotion auch zeigen.

Gast: hahahallo
16.07.2012 15:02
17 4

seh ich ähnlich

ich find die nichtssagenden und aalglatten interviews von faymann, spindelegger und fekter am besten. mein hochgefühl erlebe ich immer dann, wenn werner einen seiner seltenen grinser in die kamera schießt dicht gefolgt von einem erneuten super griechen geschäft.

achtung: dieses posting könnte sarkasmus enthalten.

p.s. warum erleben wir nie ein interview vom werner in englisch? muss sich dieser nicht auch ab und zu international outen, ähm, ich meine stellung beziehen?

Re: seh ich ähnlich

nein der Werner braucht nur lächeln und nicken und lächeln und nicken und lächeln...

 
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