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Katholischer Verlag verteidigt „Shades of Grey“-Boykott

24.07.2012 | 17:01 |   (Die Presse)

Die deutsche Weltbild-Verlagsgruppe wolle eine „kritische Auseinandersetzung“ mit dem Sadomaso-Bestseller „Shades of Grey“ fördern. Das Buch werde im Internetshop geführt, in den Filialen liegt es nicht aus.

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Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der katholischen Verlagsgruppe Weltbild, Prälat Michael Fuchs, hat das Vorgehen des Verlags im Falle des Sadomaso-Bestsellers „Shades of Grey – Geheimes Verlangen“ verteidigt. Das Unternehmen, in Deutschland einer der Buchhandelsmarktführer, wolle eine „kritische Auseinandersetzung“ mit dem Roman der britischen Autorin E. L. James, sagte Fuchs der in Würzburg erscheinenden katholischen „Tagespost“  am Dienstag. Das Buch werde zwar im Internetshop geführt, neu aber seien die kritische Einordnung und Stellungnahmen dazu. In den Filialen liege das Werk hingegen nicht aus, im Katalog komme es ebenfalls nicht vor, unterstrich der Regensburger Prälat. Auch könnten die weiteren Bände nicht vorbestellt werden.

„Ich wundere mich, dass es keinen gesellschaftlichen Aufschrei gibt, wenn ein solches Buch und die ganze Trilogie alle Verkaufsrekorde bricht“, kommentierte Fuchs. Der Regensburger Prälat rechtfertigte zudem die Entscheidung von Weltbild, „das sogenannte Aufklärungsbuch ,Make Love‘ nicht zu verkaufen, da es Abtreibung verharmlost. Dies hat Weltbild bereits massive Vorwürfe eingebracht – bis hin zum unsinnigen Vorwurf der Zensur. Aber diese klare Positionierung lohnt sich für das Profil.“ Klar sei, dass es um ein Abwägen gehe, so Fuchs weiter: „In einigen Fällen wird man Kompromisse finden müssen, die nicht immer allen gefallen. Die völlig weiße Weste gibt es auch hier nicht.“

Kontroversen wegen „Sexbüchern“

In letzter Zeit seien in dem Unternehmen intensiv weitere Möglichkeiten erörtert und genutzt worden, christliche Literatur zu fördern, betonte Fuchs. Darunter seien Bücher über das Gebet, über Papst Benedikt XVI. oder Erziehungsfragen. Auch verschiedene Filter seien verbessert worden. Diese Schritte gelte es nun zu verstetigen, doch bleibe das eine Daueraufgabe.

Weltbild gehört zwölf deutschen Bistümern, dem Verband der Diözesen Deutschlands und der Katholischen Soldatenseelsorge Berlin. Die Eigentümer haben jüngst beschlossen, ihre Anteile in eine kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts zu überführen. Damit wurde ein Verkaufsbeschluss zurückgenommen, der nach öffentlichen Debatten und kontroversen Schlagzeilen vor einem halben Jahr gefällt wurde, als das Sortiment wegen seiner Inhalte kritisiert wurde, nachdem bereits 2008 eine katholische Initiative das Weltbild-Angebot an „Sexbüchern, gewaltverherrlichenden, esoterischen, magischen und satanischen Schriften“ anprangerte.  APA/hub

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11 Kommentare
Gast: Bücherfreund
02.08.2012 22:55
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unsere Dunkelmänner

Die haben leider recht viel auf der schwarzen Liste, man suche nur mal nach wichtigen kirchenkritischen Titeln. Vieles ist ausgelistet, nicht mal Deschner führen die. Ich finde es schon sehr bedenklich, wenn ein Unternehmen dieser Größe sich damit zu einer Art Inquisitor/Zensor aufspielt. Sie sorgen sich wohl um die seelische Volksgesundheit. Auch als Gläubiger kann man diese Praxis nicht gutheissen. Dieses scheinheilige Gefasel von wegen kritischer Auseinandersetzung im Zusammenhang mit "Shades of Grey"ist richtig widerlich, sie unterdrücken doch kritische Auseinandersetzung auch an anderer Stelle.

Die Presse ist auch ein Propagandaorgan der röm.-kath. Kirche


Die Presse ist im Besitz der römisch-katholischen Kirche:

„98,33 % der Anteile sind im Besitz der Katholischer Medien Verein Privatstiftung (vormals Katholischer Preßverein Privatstiftung) und zu 1,67 % im Besitz des Katholischen Medien Vereins (vormals Katholischer Preßverein)“

„…Meilensteine der Unternehmensentwicklung waren … die schrittweise Übernahme der österreichischen Traditionszeitung Die Presse ab 1991.“

vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Styria-Verlag

vgl. http://diepresse.com/unternehmen/sales/online/532662/Offenlegung-fuer-Die-Presse-Digital



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tja...

die bibel ist auch nur ein buch wie dieses :D

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Sollen sich lieber um ihre Kinderf**er kümmern.

Bis dahin: Maul halten.

Gast: Gast AO
25.07.2012 08:27
16 5

Medien in der Hand der katholischen Kirche



haben´s schwer – was man ja auch bei der PRESSE sieht…



Gast: Gadrielle
24.07.2012 23:58
2 2

Shads of grey

Eigen-Fass-An-Die-Katholische-Nase-Realität.

Gast: wassolls
24.07.2012 23:58
16 4

scheinheilig

so ist die Kirche eben, was steht den eigentlich zu Sado Maso in der Bibel?

Antworten Gast: Was so in der Bibel steht und anderswo...
25.07.2012 10:30
12 7

Re: scheinheilig

Das Sex ganz Pfui ist, ein Sünde ist, höchstens zum Kinder bekommen gut ist, Frauen ein Geburtenmaschine sind, alles was schön ist sowieso nur einer Gottheit zusteht und sonnst niemand, und wir uns gefälligst in Götzenbildern an Krieg, Tod und Zerstörung uns freuen sollen!

Obendrein ist dieses Buch ohnedies auf der halben Welt verboten, den das einzige was man dort befriedigen darf ist ein perverse Gottheit die es ohnedies nur in den Köpfen einiger geistig gestörten Menschen gibt die besser in einer geschlossenen Anstalt aufgehoben wären als als Diener von Tempeln ihren Mist Tag ein Tag der Welt zu verkünden!

(Wenn es überhaupt so etwas wie ein Jenseits gibt, dann ganz sicher ganz anders als es die Prediger dieser Welt verkünden, wenn es eine Hölle gibt, Prediger dieser Welt sind die ersten, die dort auf Erlösung hoffen dürfen, wenn nicht, begreifen sie am Ende doch ihr eigens jämmerliches dasein auf Erden!)

Re: Re: scheinheilig

Ach ja? Das haben sie in der Bibel alles so gefunden? Sonst nix?

Gast: Jusstudent87
24.07.2012 22:29
7 14

Das ist ein Verlag

Weltbild ist ein Unternehmen und Unternehmen dürfen verkaufen was sie wollen. Wer das nicht kapiert soll doch nach Kuba und Nordkorea auswandern und im Kommunismus glücklich werden.

Antworten Gast: Stimmt schon!
25.07.2012 09:01
9 0

Re: Das ist ein Verlag

Zumindest solange Sie keine Marktbeherrschende Position hat kann niemand Vorschreiben was verkauft wird oder nicht. Anders sieht es aus wenn es eine Marktbeherrschende Position Sie haben, dann darf von Zensur geredet werden, und der Gesetzgeber kann ihnen Auferlegen das sie dieses Buch zu verkaufen haben.

Es gibt viel Kritik an dem Buch, auch ich hege eine, vor allem fachliche ;-)))

Dennoch, ein Händler der dieses Buch aus moralischen Gründen nicht führt werde ich nicht aufsuchen, kann ja sein das Sie andere Dinge auf der schwarzen liste haben die mich Interessieren würden, damit schaden sie sich mehr als sie nützen.

Und als wahrscheinlich ungewollter Nebeneffekt ist es noch eine wunderbare indirekte Werbung für dieses Buch, damit hat man genau das erreicht was man verhindern wollte und verzichtet als Würze auch noch auf die Einnahmen!

Der Schuß ging eindeutig voll nach hinten los!