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"Krone": Dichand entschuldigt sich für Fotomontage

31.07.2012 | 12:18 |   (DiePresse.com)

Das Boulevardblatt hatte ein Bild einer flüchtenden Familie in Syrien montiert. Ein Hinweis auf eine Fotomontage fehlte jedoch. Chefredakteur Christoph Dichand bedauert die "Versäumnisse".

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Christoph Dichand, Chefredakteur der "Kronen Zeitung" entschuldigt sich und zwar für "Versäumnisse" rund um die umstrittene Veröffentlichung eines verfremdeten Bildes zum syrischen Bürgerkrieg. Die Fotomontage, die in der Samstagsausgabe der "Kronen Zeitung" erschienen war, hatte für Aufregung und Kritik gesorgt. Darauf war eine flüchtende Familie vor zerstörten Häusern zu sehen, welche jedoch montiert wurden. Dichand bedauert den Vorfall: "Während wir die Copyrights beider Fotos korrekt angegeben haben, fehlte leider der Hinweis darauf, dass es sich eben um das journalistische Stilmittel einer Fotomontage handelt. Wir entschuldigen uns für dieses Versäumnis", so der "Krone"-Chefredakteur  in der Dienstagsausgabe.

Der Boulevardzeitung wurde zuvor eine Dramatisierung des syrischen Bürgerkriegs vorgeworfen. Tatschen und Fotos dürften keinesfalls manipuliert werden, hieß es etwa beim Österreichischen Journalisten Club (ÖJC). Neben dem  US-Technologie-Blog Gizmodo und etlichen Facebook-Seiten wie jener von Kobuk haben sich auch deutsche Medien wie die "Süddeutsche Zeitung" oder der NDR mit der Bildverfremdung auseinandergesetzt. Auch der Presserat dürfte sich für den Vorfall interessieren, berichtet der Online-Branchendienst etat.at. Mehrere Mitteilungen von Lesern sollen bereits eingegangen sein, berichtete Presserats-Geschäftsführer Alexander Warzilek.

(APA)

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21 Kommentare
Gast: Birnstingl Pepi
01.08.2012 10:46
1 2

is jo a scho wurscht

bei der Zeitung.

Antworten Gast: napoleon1
01.08.2012 12:34
1 0

Re: is jo a scho wurscht

Welche Zeitung kann es sich noch leisten, ohne eigene Gedanken des Redakteurs, vollkommen emotionslos zu berichten. Bitte um Namen solcher Zeitungen. Danke

Re: is jo a scho wurscht

aber selber lesen, gell?

Antworten Antworten Gast: Birnstingl Pepi
01.08.2012 14:11
0 2

jo, aber nur,

weil die die Politik vom Faymann loben. Der Pandi, der schreibt so toll.

Gast: Nope
31.07.2012 23:43
1 0

Internationaler Fail

Das Bild wurde sogar von internationelen Webgroessen wie YourAnonNews getwittert

Gast: UKW
31.07.2012 22:27
2 1

In Zeiten von Gratiszeitungen, ist kein Platz mehr für manipulative, überteuerte Kaufzeitungen

Entweder bietet man den Lesern Qualität, dann werden sie auch weiter bereit sein zu zahlen, oder man hält dem Häupl, dem Faymann, dem Berlakowich, dem Strache & Konsorten den verlängerten Rücken hin und lässt mittels Inseratenmillionen ordentlich penetrieren.

einen artikel über die krone

bei der presse in der rubrik 'kultur' zu finden hat dann schon wieder was kabarretistisches ;-)

Gast: africano
31.07.2012 19:28
2 1

Den Medien gehört ,des öfteren auf die Pfoten geklopft.


Gast: John Galliano
31.07.2012 18:03
6 0

Das Bild oben

wurde am Reumannplatz gemacht, oder?

Gast: Gesichtschirurg
31.07.2012 16:58
4 2

Die Krone entschuldigt sich wenigstens...

...die ganz großen Manipulatoren kommen aber ungeschoren davon.

11 0

Genauso schlimm...

...wie Ö3. Massenenmedien lassen halt die Massen verblöden.

10 0

Re: Genauso schlimm...

Ö3 ist schlimmer - das ist Suggestivjournalismus in perfektion. Themen die gegen die SPÖ gehen, werden einfach ignoriert...dabei haben sie dort eine "Nachrichtenredaktion"

Die aber im Dittlbacher Stil geführt wird :-)

Gast: caz
31.07.2012 15:27
3 0

Ist ja nicht das einzige das bei der Krone bis ins lächerliche übertrieben wird

Da wäre der mit einseitigen und oft ganz einfach falschen Argumenten geführte Kreuzzug gegen die EU, die zur Obsession gewordene Kampagne gegen die "Asylbetrüger Bande", Die Angst Hetze gegen alles was über die mutwillig offenen Grenzen im Osten kommt usw. In der Krone gibt es eben nur schwarz und weiß, auch zu komplexesten Themen. Trade-off Verweigerungen sowie tautologische oder eben kontradiktive Schlussfolgerungen sind eben das Markenzeichen der "Krone". Der meist sehr einfach gestrickte Leser honoriert diese Weltsicht mit dem Kauf dieses Auflagenstarken Blattes. Denn den Geschäftssinn kann man der Krone nicht abstreiten

Gast: Prokonsul
31.07.2012 14:05
11 1

Österreichische Massenmedien, im Inseratenrausch, manipulieren. Wen überrascht`s?



Spannend ist nur mehr die Frage, wie lange der Sohn braucht, um das Werk seines Vaters abzuwirtschaften. Redaktionell gemeint. Weil Inseratentechnisch läuft es immer besser.

Fotomontage

Krone eben!

5 1

Hätte man da nicht noch ein paar chemische Waffen in den Hintergrund packen können, oder einen kleinen Atompilz?

Der "journalistischen" Freiheit sind dank Photoshop keine Grenzen gesetzt.

Das Journalistische Stilmittel des Leserbetrugs

Man kann ja über Dichand sen. geteilter Meinung sein, aber dass nach seinem Ableben dieses Blatt noch so viel Potential zum Abstürzen hat, überrascht mich.

Tztz das haut doch nur die ärgsten Naivlinge vom Hocker!

Dabei weiß mittlerweile jeder halbwegs vernünftige Online Leser was abläuft. Anhand der Leserkommentare und anhan divereser Blogs, Internetfilme, Berichterstattungen etc. kann/muss man sich selbst ein Bild der Situation machen. Das Gesamtbild wirft dann allerdings ein schauderhaftes Bild die Medien, die Politik aber auch die kritikfähig eines großen Teils der Bevölkerung. Wenn man sieht wie sehr die Ereignisse derzeit zurechtgebogen muss man sich auch fragen, wie sieht es denn mit der Berichterstattung früherer Zeiten aus, als noch keine unbequemen Blogger etc. das erwünschte Medienbild verunstalten konnten. Diese Berichterstattungen gingen dann wohl ungeprüft in die Zeitgeschichtsarchive ein und "wurden dadurch mit der Zeit immer wahrer und wahrer" bis sie schließlich und endlich als historische Fossilien für immer und ewig in Stein gemeißelt wurden. Erst das weltweite Netz vermag es so manche Wahrheiten die gerne vertuscht wurden/werden aus den Tiefen des Wissensozeans zu fischen

17 0

"das journalistische Stilmittel einer Fotomontage"

Nette Bezeichnung für bewusste Manipulation.

5 0

Re: "das journalistische Stilmittel einer Fotomontage"

ein solches journalistisches Stilmittel ist nicht existent, aber als Stilmittel der PROPAGANDA wohlbekannt.

Antworten Gast: alatheus
31.07.2012 13:20
13 0

Re: "das journalistische Stilmittel einer Fotomontage"

Bei der "Kronen Zeitung" gehören solche Methoden, folgt man der Äußerung von Christoph Dichand, wahrscheinlich zum "täglichen Brot".